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Kariesprävention
Strategien zur Kariesvermeidung: Fluorid, Versiegelung, Ernährung.
9 Artikel zu “Kariesprävention”
Fluoride in der Zahnheilkunde: gesundheitsschädlich, ja oder nein?
Evidenzbasierte Übersicht zu Fluoriden in der Zahnheilkunde — Nutzen, Risiken und aktuelle Studienlage.
Tiefe Karies: Selektive Kariesentfernung — Wann belassen, wann vollständig exkavieren?
Die Evidenzlage für die selektive Kariesentfernung bei tiefen Laesionen ist stark und konsistent. DDJ ordnet die Entscheidung entlang fuenf klinischer Achsen: Laesionstiefe, Exkavationsstrategie, Pulpamanagement, Dentition und Restaurationsqualität.
Nicht kavitierte Karies: Wann reicht Remineralisation, wann braucht es Infiltration?
Resininfiltration zeigt unter den nicht-restaurativen Verfahren die hoechste Wirksamkeit gegen Laesionsprogression. Fluoridbasierte Remineralisation bleibt Basisintervention. Aktives Monitoring ist bei niedrigem Risiko und initialen Schmelzlaesionen eine vertretbare Alternative.
Fissurenversiegelung bei Kindern und Jugendlichen: Wann ist die Indikation evidenzgestützt, wann Routine ohne Rückhalt?
Der Studienkoerper zur Fissurenversiegelung ist über mehrere systematische Reviews und Meta-Analysen konsistent aufgebaut. Die Schlusskraft ist moderat; der Nutzen wird entlang konkreter klinischer Entscheidungsachsen eingeordnet, nicht als pauschales Globalurteil.
Kinderkaries-Prävention: Versiegelung, Fluorid und soziale Determinanten — wo steht die Evidenz?
Die Evidenz zur Kinderkaries-Prävention wird entlang vier klinischer Entscheidungsachsen: Fissurenversiegelung, professionelle Fluoridapplikation, soziale Risikodeterminanten und Zuckersubstitute. Die Schlusskraft ist insgesamt moderat bei hoher Quellenqualität.
Interdentalreinigung: Interdentalbuerste, Zahnseide, Wasserdusche - was trägt die Evidenz wirklich?
Die Evidenzlage zur interproximalen Mundhygiene wird entlang vier klinischer Entscheidungsachsen. Interdentalbuersten zeigen konsistente Überlegenheit gegenüber Zahnseide bei zugaenglichen Approximalraeumen. Für Implantate bleibt die Evidenz duenn.
Fluorid in der Zahnmedizin: Kariespravention, Fluorose-Risiko und die Neurotoxizitaetsdebatte
Topische Fluoride reduzieren Karies um 24-43 Prozent. Die Neurotoxizitaetsdebatte betrifft systemische Exposition oberhalb 1,5 mg/L Trinkwasserfluorid und ist auf topische Anwendung nicht übertragbar.
Professionelle Zahnreinigung: Für wen lohnt sie sich wirklich?
Zwei aufeinanderfolgende Cochrane Reviews zeigen: Routinemaessige PZR bei parodontal stabilen Erwachsenen erzielt keinen klinisch relevanten Unterschied bei Gingivitis, Sondierungstiefen oder Lebensqualität. Der Nutzen ist auf Patienten mit Gingivitis und unzureichender haeuslicher Mundhygiene beschraenkt — und nur in Kombination mit OHI.
6-Monats-Recall: evidenzbasierter Standard oder historisierte Routine?
Die Evidenz stützt keinen universellen Sechs-Monats-Default. Sie spricht für eine risikobasierte Intervallentscheidung, bei der stabile Low-Risk-Erwachsene anders bewertet werden als Patientinnen und Patienten mit Parodontitis-, Karies- oder systemischem Risiko.