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Bruxismus: Welche Schäden an Zähnen, Restaurationen und Implantatversorgungen sind belegt?

Welche Schäden an Zähnen, Restaurationen und Implantatversorgungen sind mit Bruxismus verbunden? Ein Deep Dive mit 52 Quellen und zwölf begründeten Praxisantworten.

In diesem Artikel

Praxis-Kurzfassung

  • Belegt Zahnverschleiß aktuellen Bruxismus?

    Nein. Ein vorhandener Verschleißbefund belegt weder aktuellen Bruxismus noch, dass heute weiterer Zahnhartsubstanzverlust entsteht. [10] [9]

  • Wie gefährdet sind zahngetragene Restaurationen?

    Restaurationsverluste kommen bei Bruxismus vor; wie viel zusätzliche Gefährdung Bruxismus für zahngetragene Versorgungen verursacht, bleibt hier unbestimmt. Der aussagekräftigere Langzeitversuch vergleicht zwei Materialien bei Menschen mit Bruxismus, nicht Menschen mit und ohne Bruxismus. [13]

  • Welche technischen Schäden an Implantatversorgungen hängen mit Bruxismus zusammen?

    Am ehesten zeigen sich Zusammenhänge mit Schraubenlockerungen, Schraubenfrakturen und Keramikschäden an festsitzenden Implantatversorgungen. Die Ergebnisse sind zwischen Kohorten uneinheitlich; für Brüche des Implantatkörpers ist das zusätzliche Bruxismusrisiko nicht verlässlich beziffert. [41] [47] [24] [48]

  • Wie belastbar ist das Implantatverlustrisiko?

    Der Zusammenhang mit häufigerem Implantatversagen ist in einer Metaanalyse statistisch belegt: Das Verhältnis ausgefallener zu nicht ausgefallenen Implantaten war bei erfasstem Bruxismus etwa 2,2-mal so groß. Dieser zusammengefasste Odds-Vergleich bedeutet keine 2,2-fache persönliche Verlustwahrscheinlichkeit und bestimmt den ursächlichen Anteil des Bruxismus nicht. [51]

Wissenschaftliche Vertiefung

Was ein dokumentierter Schaden über Bruxismus aussagt

Bruxismus ist in mehreren klinischen Untersuchungen mit Zahnverschleiß und technischen Komplikationen an Implantatversorgungen verbunden. [1] [41] Wie zuverlässig dieser Zusammenhang ist, hängt von der Bruxismuserfassung, der Patientengruppe und dem untersuchten Schaden ab. [10] [41] Für den einzelnen Patienten bleibt deshalb zu unterscheiden, welcher Schaden tatsächlich vorliegt und welchen Anteil Bruxismus an seiner Entstehung haben könnte. [10] [34] [41]

Besonders deutlich wird diese Trennung bei Implantatversorgungen: Frakturen oder Lockerungen künstlicher Zähne können auftreten, obwohl die Versorgung weiterhin genutzt wird. [41] Eine Implantatkörperfraktur kann dagegen zur Entfernung des Implantats führen. [24] Marginaler Knochenverlust, also der Rückgang des Knochenniveaus am Implantatrand, ist ein weiterer eigenständiger Endpunkt. [44] [41] Technische Komplikation, Prothesenversagen, Implantatverlust und Knochenverlust dürfen daher weder in der Beratung noch bei der Interpretation von Studienzahlen gleichgesetzt werden. [41]

Was die Untersuchungen tatsächlich messen

Wachbruxismus bezeichnet entsprechende Aktivitäten im Wachzustand, Schlafbruxismus Aktivitäten während des Schlafs. [22] [7] Fragebögen erfassen meist berichtetes Pressen oder Knirschen; manche berücksichtigen zusätzlich Zahnkontakt außerhalb funktioneller Tätigkeiten und Muskelanspannung ohne Zahnkontakt. [22] [7] Eine Oberflächen-Elektromyografie misst dagegen elektrische Muskelaktivität, beispielsweise am Masseter. [9] Die Polysomnografie zeichnet mehrere Schlafsignale auf und kann Muskelableitungen mit Audio- und Videoaufnahmen verbinden. [17] [18]

Wahrscheinlicher Bruxismus beruht in mehreren Studien auf Selbstauskunft zusammen mit klinischen Zeichen. [13] [34] [47] Wenn Verschleiß oder frühere Frakturen bereits zur Gruppenzuordnung beitragen, ist ihr anschließender Vergleich zwischen den Gruppen methodisch belastet. [10] [13] Diese diagnostische Zirkularität bedeutet, dass ein vermeintlicher Schadensnachweis teilweise auf demselben Merkmal beruht wie die vorherige Bruxismusdiagnose. [10] Hinzu kommt ein Zeitproblem: Vorhandener Verschleiß bildet angesammelten Substanzverlust ab, während eine Muskelmessung meist nur wenige Nächte erfasst. [10] Aus beiden Beobachtungen lässt sich deshalb nicht unmittelbar ableiten, ob aktuell weiterer Substanzverlust entsteht. [10]

Auch Materialabrieb ist nicht automatisch Zahnhartsubstanzverlust. [18] In einer diagnostischen Studie lag der mittlere Abriebscore einer Mehrschichtfolie bei polysomnografisch klassifiziertem Schlafbruxismus etwa 3,4-mal höher als in der Vergleichsgruppe. [18] Der Score wurde aus freigelegten, unterschiedlich gewichteten Farbpixeln berechnet und beschreibt die beanspruchte Messfolie. [18] Ob diese Personen entsprechend mehr Zahnsubstanz verloren oder später mehr Frakturen entwickelten, wurde in den ausgewerteten Ergebnissen nicht beantwortet. [18]

Bei den folgenden Zahlen ist zunächst entscheidend, welches Ereignis die statistische Analyse erklärt: Ein Modell kann Bruxismus als Ergebnis untersuchen, obwohl Zahnverschleiß darin als Einflussgröße erscheint. [26] [22] Eine Odds Ratio vergleicht zwischen Gruppen jeweils die Wahrscheinlichkeit des untersuchten Ereignisses geteilt durch die Wahrscheinlichkeit seines Ausbleibens; der Vergleichswert für gleiche Odds beträgt 1. [47] Eine höhere Odds Ratio bedeutet deshalb nicht denselben prozentualen Zuwachs an betroffenen Patienten. [2] [47] Das 95%-Konfidenzintervall beschreibt den Unsicherheitsbereich der Schätzung, während eine Standardabweichung die Streuung beobachteter Werte beschreibt. [1] [34] Ein statistisch nicht signifikanter Gruppenvergleich belegt keine Gleichwertigkeit, insbesondere wenn die Stichprobe klein oder das Intervall breit ist. [17] [26]

Zahnverschleiß: starke Einzelbefunde bei uneinheitlicher Gesamtevidenz

Die schwedische Bevölkerungsstudie zeigt einen deutlichen Zusammenhang zwischen selbstberichtetem Pressen oder Knirschen und vorhandenem Zahnverschleiß. [1] Bei 646 Erwachsenen aus Altersgruppen zwischen 20 und 80 Jahren war der Anteil verschlissener Zähne nach rechnerischer Berücksichtigung weiterer Modellvariablen um 11,7 Prozentpunkte höher. [1] Das 95%-Konfidenzintervall reichte von 7,1 bis 16,2 Prozentpunkten; für Dentinverschleiß betrug der Unterschied 4,4 Prozentpunkte mit einem Intervall von 2,4 bis 6,5. [1] Diese Zahlen beschreiben absolute Unterschiede im Anteil betroffener vorhandener Zähne und keine jährliche Verschleißrate. [1]

Die gemeinsame Frage nach Pressen und Knirschen trennt Wach- und Schlafbruxismus nicht. [1] Menschen mit sichtbarem Verschleiß könnten das Verhalten zudem häufiger berichten, weil ihnen zuvor eine entsprechende Erklärung gegeben wurde. [1] Reflux und Ernährungsgewohnheiten wurden im Modell nicht berücksichtigt, und 263 ansonsten geeignete Personen entfielen wegen fehlender Angaben. [1] Die Autoren behandeln den Befund deshalb als hypothesengenerierend und knüpfen eine Prognose künftiger Schäden an weitere Längsschnittuntersuchungen. [1]

Der Scoping Review von Bronkhorst und Kollegen ordnet solche Einzelbefunde in eine widersprüchliche Literatur ein. [10] Von 30 klinischen Arbeiten fanden zwölf einen statistisch signifikanten Zusammenhang, fünf widersprüchliche Ergebnisse und dreizehn keine Assoziation. [10] Neunzig Prozent untersuchten vorhandenen Verschleiß; nur neun Arbeiten verwendeten multivariable Analysen zur gemeinsamen Berücksichtigung weiterer Einflüsse. [10] Bei vier von sechs entsprechend analysierten Studien zu nichtzervikalem Verschleiß war ein zunächst positiver Zusammenhang anschließend nicht mehr signifikant. [10] Die Studienzählung ist keine quantitative Gesamteffektgröße, weil Messverfahren, Populationen und Verzerrungsrisiken erheblich variierten. [10]

Bei zervikalen Verschleißläsionen, also Defekten im Zahnhalsbereich, ordnete der Review alle vier einschlägigen Arbeiten als positiv assoziiert ein. [10] Die Verhaltensdefinition blieb jedoch entscheidend: Eine Tabellenzeile berichtete einen signifikanten Zusammenhang für Pressen, nicht für die separat bezeichnete Kategorie Bruxismus. [10] Auch die klinische Bezeichnung Abfraktion liefert für sich keinen Nachweis einer Entstehung durch Bruxismus. [14]

Schlafbruxismus: instrumentelle Gegenbefunde ernst nehmen

Mehrere Untersuchungen mit instrumenteller Erfassung bestätigten keinen höheren klinischen Zahnverschleiß bei Schlafbruxismus. [5] [9] [17] Bei 88 Erwachsenen mit Schlafstörungen unterschieden sich die Verschleißwerte zwischen 22 Personen mit und 66 ohne entsprechende Diagnose nicht signifikant. [17] Die Gruppenzuordnung beruhte auf drei Nächten Polysomnografie mit Audio, Video und Masseterableitung. [17] Die Fallzahl war allerdings für einen Schmerzschwellenvergleich geplant, und Wachbruxismus wurde nicht untersucht. [17] Damit bleibt offen, ob kleinere Verschleißunterschiede oder Beiträge tagsüber auftretender Aktivitäten übersehen wurden. [17]

Bei 40 jungen kolumbianischen Erwachsenen fanden sich Verschleißfacetten bei 14 von 20 Personen mit polysomnografisch bestätigtem Schlafbruxismus und bei 15 von 20 Kontrollen. [5] Der Gruppenvergleich der als Ja oder Nein erfassten Verschleißfacetten ergab keinen statistisch signifikanten Unterschied. [5] Ob sich Tiefe oder Fortschreiten des Verschleißes unterschieden, ist mit den ausgewerteten Ergebnissen nicht geklärt. [5] Die Diskussionsformulierung einer geringeren Attrition darf deshalb nicht als Schutzwirkung verstanden werden. [5]

Die Diagnostikstudie von Popescu zeigt zusätzlich, wie stark Klassifikation und Stichprobenauswahl das Ergebnis prägen können. [9] Bei 227 Studierenden waren die klinischen Verschleißscores nach Fragebogeneinteilung unterschiedlich, in der elektromyografisch klassifizierten Untergruppe mit 48 Personen dagegen nicht signifikant verschieden. [9] Ein zusätzlicher Vergleich in zwei Verschleißkategorien fiel auch in der instrumentellen Untergruppe signifikant aus. [9] Dieser Gegenbefund zur Scoreanalyse bleibt erhalten, ist wegen widersprüchlicher Kategoriensummen aber nur eingeschränkt belastbar. [9]

Eine Untersuchung von 105 Erwachsenen mit obstruktiver Schlafapnoe fand dagegen mehr Zähne mit höhergradigem Verschleiß in der klinisch gebildeten Schlafbruxismusgruppe. [12] Die mittlere Zahl schwer verschlissener Zähne betrug 2,46 gegenüber 0,55. [12] Weil Verschleiß bereits die Gruppenzuordnung mitbestimmen konnte, ist dieser Vergleich kein unabhängiger Nachweis einer schädigenden Wirkung nächtlicher Muskelaktivität. [12] Der gemessene nächtliche Massetertonus korrelierte zudem nur schwach mit schwerem Verschleiß und nicht einheitlich mit den übrigen Schweregraden. [12]

Wachbruxismus, Verschleißfortschritt und Säureexposition

Für selbstberichtetes Knirschen im Wachzustand besteht ein prospektives Signal für lokalen Frontzahnverschleiß. [11] In einer Einjahresstudie mit 39 Erwachsenen zwischen 20 und 34 Jahren wurden intraorale Scans zu Beginn und nach zwölf Monaten überlagert. [11] Bei bejahtem gegenüber verneintem Tagesknirschen betrug der mittlere inzisale Abtrag an Zahn 21 156,3 gegenüber 84,8 µm und an Zahn 42 100,0 gegenüber 54,3 µm. [11] Beide lokalen Vergleiche hatten p = 0,022; für selbstberichtetes Nachtknirschen bestand kein signifikanter Zusammenhang. [11] Die kleine Stichprobe, zahlreiche Einzelvergleiche und nicht berücksichtigte Faktorinteraktionen begrenzen die Übertragung auf eine allgemeine jährliche Verschleißprognose. [11]

Die ältere Längsschnittevidenz bleibt ebenfalls uneinheitlich. [10] Der Scoping Review beschreibt eine Studie mit 18 Personen, die nach zwei Jahren mehr volumetrischen Verschleiß bei Bruxismus fand, jedoch keinen signifikanten Unterschied der Tiefenmessung. [10] Zwei weitere Studien berichteten nach zwölf beziehungsweise 36 Monaten keinen signifikanten Zusammenhang zwischen selbstberichteten Parafunktionen und Verschleißmenge. [10] Die pauschale Aussage des Reviews, alle Längsschnittstudien seien negativ gewesen, widerspricht somit seiner eigenen Ergebnisdarstellung. [10]

Säureexposition gehört zur Ursachenbewertung, weil chemische und mechanische Verschleißmuster gemeinsam auftreten können. [4] [20] Die Iowa-Studie fand bei selbstberichteten Parafunktionen höhere Odds für aktenkundigen erosiven Zahnverschleiß: adjustierte Odds Ratio 1,436 mit 95%-Konfidenzintervall 1,235–1,670. [2] Rechnerisch berücksichtigt wurden unter anderem Alter, Geschlecht, Reflux und Essstörungen; das Modell verwendete allerdings nur 3.089 von insgesamt 5.449 Datensätzen. [2] Die Erosionsdiagnostik war nicht einheitlich kalibriert, und die Ernährungserfassung blieb eingeschränkt. [2] Ob mechanische Aktivität die Wirkung von Säuren in dieser Population verstärkte, wurde durch das Modell ohne Interaktionsanalyse nicht geklärt. [2]

In der Barcelona-Studie zeigte die Schlafbruxismusgruppe mehr chemisch eingeordneten Verschleiß, aber keinen signifikant höheren mechanischen Verschleiß als Kontrollen. [4] Der mechanische Score betrug 0,65 gegenüber 0,49 pro Zahn; die Refluxgruppe hatte mit 1,08 den höchsten Mittelwert und war zugleich älter. [4] Diese Scores fassen klinische Erscheinungsformen zusammen und sichern keine bestimmte Schadensursache, zumal die Autoren die Trennung der Muster als begrenzt validiert beschreiben. [4]

Der Review von Nota berichtet für Bruxismus zusammen mit langjähriger gastroösophagealer Refluxkrankheit höhere Odds schweren Verschleißes, mit einem adjustierten Schätzer von 4,70 und einem 95%-Konfidenzintervall von 2,04–10,83. [20] Dieser Sekundärbericht betrifft eine kombinierte Exposition; Altersgrenzen, Referenzgruppe und berücksichtigte Modellvariablen sind in den ausgewerteten Passagen nicht ausreichend spezifiziert. [20] Wie groß der eigenständige Bruxismusanteil oder die klinische Wechselwirkung mit Reflux ist, bleibt deshalb offen. [20]

Zahnrisse und Frakturen: ein begrenztes klinisches Signal

Eine klinische Nachuntersuchung stützt einen Zusammenhang zwischen wahrscheinlichem Bruxismus und einer höheren gemeinsamen Belastung durch Zahn- und Verblendkeramikfrakturen. [34] Untersucht wurden 51 Erwachsene aus einer früheren Implantatkohorte, davon 30 mit historischer Bruxismuszuordnung und 21 Kontrollen. [34] Der mittlere Frakturanteil bezogen auf Zahn- und Prothetikeinheiten betrug 7,3 % gegenüber 3,5 % und war mit p = 0,045 knapp signifikant. [34] Diese Prozentwerte bezeichnen weder den Anteil der Patienten mit Fraktur noch einen ausschließlich natürliche Zähne betreffenden Schaden. [34] Der Vergleich der absoluten Frakturzahl von durchschnittlich 1,8 gegenüber 1,0 erreichte dagegen mit p = 0,055 die festgelegte Signifikanzgrenze nicht. [34]

Die beiden Auswertungen beschreiben unterschiedliche Bezugsgrößen desselben klinischen Problems; aus der bloßen Grenzüberschreitung eines p-Werts entsteht keine präzise individuelle Prognose. [34] Die Bruxismusgruppe erreichte außerdem eine höhere willkürliche maximale Bisskraft von durchschnittlich 618 gegenüber 486 N. [34] Gemessen wurde eine kurze maximale Anstrengung im rechten Prämolarenbereich, deren Ergebnis durch Schmerzen oder Sorge vor Schäden beeinflusst sein konnte. [34] Starker Teilnehmerverlust und fehlende gemeinsam adjustierte Frakturschätzer begrenzen die Ursachenzuschreibung. [34]

Ein registerbasierter Erwachsenenvergleich fand dokumentierte Zahnfrakturen bei 7 von 68 Bruxismusfällen und 25 von 276 Kontrollen. [26] Die Odds Ratio von 1,15 mit 95%-Konfidenzintervall 0,47–2,78 zeigte keinen gesicherten Zusammenhang, ließ aber wegen der geringen Präzision keine verlässliche Entwarnung zu. [26] Hohe Schmelzrisshäufigkeiten einer ausgewählten Wachbruxismusgruppe liefern keinen unabhängigen Gegenbeweis, weil Schäden die Auswahl beeinflussten und der Text zwischen Rissen und Kratzern wechselte. [21]

Auch der fehlende pandemische Anstieg symptomatischer Zahnfrakturen in einer deutschen Praxis widerlegt keinen Bruxismuseffekt, weil individuelles Bruxismusverhalten nicht erhoben wurde. [33] Die experimentelle Rissdarstellung an drei extrahierten Zähnen beantwortet wiederum eine bildgebende Methodenfrage und klärt die Ursache der sichtbaren Risse nicht. [36]

Ein Fallbericht bei Isaacs-Syndrom dokumentiert Zahnrisse zusammen mit selbstberichtetem nächtlichem Pressen, klärt aber deren ursächlichen Zusammenhang nicht. [49] Der 36-jährige Mann hatte eine besondere neurologische Grunderkrankung; bei der zahnärztlichen Erstvorstellung betrug die schmerzfreie Öffnung zwischen den Schneidezähnen 20 mm. [49] Seine neurologische Diagnose wird in der Vorgeschichte zunächst als vorläufig bezeichnet. [49] Der Bericht mit einer Nachbeobachtung von drei Jahren und neun Monaten beschreibt zahlreiche Zahnrisse. [49] Die Autoren vermuten, dass nächtliches Pressen dem Umgang mit Schmerzen durch Muskelkrämpfe dienen könnte; dies ist eine Erklärungshypothese. [49] In den ausgewerteten Volltextpassagen werden keine instrumentelle Bruxismusmessung, keine numerische oder standardisierte Risserfassung und keine vergleichenden Schätzungen des Schadensrisikos berichtet. [49]

Zahngetragene Restaurationen: Ausfälle ohne gesicherten Bruxismusanteil

Retentionsverluste direkter zervikaler Restaurationen sind bei Erwachsenen mit klinisch erfasstem Bruxismus über fünf Jahre dokumentiert. [13] In einer randomisierten Studie erhielten 25 Patienten an insgesamt 148 nichtkariösen Zahnhalsläsionen sowohl Glashybrid- als auch Kompositrestaurationen. [13] Nach fünf Jahren waren im verbliebenen Auswertungskollektiv 32 von 48 Glashybridrestaurationen und 36 von 49 Kompositrestaurationen retiniert. [13] Der Materialunterschied war nicht signifikant; die Studie belegt damit keine Gleichwertigkeit der Materialien. [13]

Ob Bruxismus diese Verluste zusätzlich verursachte, ist durch den Materialvergleich innerhalb ausschließlich betroffener Patienten nicht geklärt. [13] Nach fünf Jahren nahmen nur noch 15 Patienten teil, und ihre Bruxismusaktivität war zwischen den Kontrollen nicht überwacht worden. [13] Bereits ungünstiger bewertete Restaurationen schieden teilweise aus, wodurch spätere Randbefunde günstiger erscheinen konnten. [13] Bei den jeweils untersuchten verbliebenen Restaurationen wurden zwar keine Sekundärkaries oder postoperative Sensitivität beobachtet, doch dieser Nullbefund schließt verlorene Restaurationen und ausgefallene Patienten nicht ein. [13]

Die Untersuchung konventioneller Brücken von Vlăduțu liefert ebenfalls keinen belastbar quantifizierten Risikoanstieg. [42] Alle 306 Patienten waren bereits wegen Komplikationen ausgewählt, und im technischen Bruxismusvergleich widersprechen die Gruppensummen den Ausgangsdaten. [42] Die berichtete Richtung des Unterschieds lässt sich daher nicht sicher zuordnen. [42]

Komplikationsfreie Einzelfallverläufe über ein bis drei Jahre zeigen, dass frühes Restaurationsversagen bei beschriebenem Bruxismus nicht zwangsläufig eintritt. [14] [27] [31] Die kombinierten Rehabilitationen erlauben aber keine isolierte Bewertung eines Materials oder einer Schiene. [14] [27] [31] Auch ausgeprägter Zahnverschleiß beweist keinen Verlust der okklusalen Vertikaldimension, also der Bisshöhe, weil dentoalveoläre Anpassungen diese erhalten können. [3]

Implantatversorgungen: technische Schäden und ihre Gegenbefunde

Für technische Komplikationen an Implantatversorgungen berichten mehrere Kohorten Zusammenhänge mit Bruxismus, besonders für Schraubenlockerungen, Schraubenfrakturen und Keramikschäden. [41] [47] Diese Kohorten sind hier überwiegend durch ihre Darstellung in Übersichtsarbeiten zugänglich und werden entsprechend als Sekundärberichte gewichtet. [41] [47]

Für eine Kohorte mit 709 vollständig zahnlosen Patienten berichtet der Review von Chawki bei festsitzenden Gesamtversorgungen erhöhte zeitbezogene Ereignisraten. [41] Die Hazard Ratios betrugen 3,302 für Lockerungen, 4,956 für Schraubenfrakturen und 5,685 für Keramikrisse beziehungsweise Keramikfrakturen. [41] Eine Hazard Ratio vergleicht hier das zeitbezogene Auftreten des jeweiligen Ereignisses zwischen den Gruppen und nennt keine absolute Schadenswahrscheinlichkeit. [41] Unterschiedliche Bruxismusdiagnosen und klinische Versorgungsbedingungen begrenzen die Übertragung dieser Größenordnungen auf andere Patienten. [41]

Ein relevanter Gegenbefund stammt von Coltro: Bei 88 Patienten mit 94 verschraubten Metall-Kunststoff-Gesamtversorgungen waren mechanische Komplikationen nicht signifikant mit Bruxismus verbunden. [41] Nach durchschnittlich 2,93 Jahren betrugen Prothesenüberleben 100 %, Prothesenerfolg 83 % und die gesamte mechanische Komplikationsrate 17 %. [41] Das vollständige Überleben der Versorgungen bedeutete somit keine Komplikationsfreiheit. [41] Auch bei posterioren Einzelkronen und monolithischen Zirkonoxidrestaurationen wurden numerische Gruppenunterschiede berichtet, die statistisch nicht gesichert waren. [41]

Implantatkörperfrakturen sind zusätzlich in einer klinischen Fallserie dokumentiert, darunter zwei betroffene Implantate eines Patienten mit Schlafbruxismus. [24] Wiederholte Schraubenlockerungen gingen den Frakturen voraus. [24] Diese Chronologie verdient klinische Beachtung, erlaubt in einer ausschließlich aus Frakturfällen bestehenden Serie aber keine Berechnung des zusätzlichen Bruxismusrisikos. [24]

Wie groß ein zusätzliches Implantatkörperfrakturrisiko durch Bruxismus bei Erwachsenen ist, lässt sich auch aus dem systematischen Review von Manfredini und Kollegen nicht verlässlich bestimmen. [48] Die Übersicht umfasst sechs Studien zu klinischen Faktoren von Implantatfrakturen. [48] Die ausgewerteten Auswahlkriterien erlaubten Implantatpatienten jeden Alters und verlangten keine definierte Bruxismuspopulation; die tatsächliche Altersverteilung der eingeschlossenen Personen ist damit nicht festgestellt. [48] Der Fließtext bezeichnet die Studien als retrospektive Fall-Kontroll-Studien, während Tabelle 3 alle sechs als retrospektive Kohorten ohne Kontrollgruppe führt. [48] Die Autoren bewerten das Verzerrungsrisiko als niedrig, benennen aber zugleich Unterschiede zwischen Populationen, Beobachtungszeiten und Berichtsmethoden. [48] Diese Einschränkungen begrenzen die Vergleichbarkeit und die Übertragung der berichteten Zusammenhänge auf einzelne erwachsene Patienten. [48]

Für Stoichkov 2018 nennt der Review 101 Patienten mit 218 Implantaten und fünf Implantatkörperfrakturen bei einer berichteten Beobachtungsdauer von drei bis zehn Jahren. [48] Die fünf Ereignisse zählen frakturierte Implantate und geben weder die Zahl betroffener Patienten noch eine bruxismusspezifische Frakturrate an. [48] In der Diskussion schreibt der Review Bruxismus einen Anteil von 80 % der Implantatfrakturen zu. [48] Diese sekundäre Zuschreibung bedeutet kein 80-prozentiges Frakturrisiko für Menschen mit Bruxismus. [48] Als mögliche Ursachen nennt die Studienzeile Überlastung durch Bruxismus, eine ungünstige Okklusion und Kombinationen dieser Faktoren. [48] Welcher Anteil der Frakturen tatsächlich durch Bruxismus verursacht wurde, ist damit nicht geklärt. [48]

Der Review berichtet außerdem einen Gegenbefund zur Verbindung von Schraubenlockerung und Implantatkörperfraktur: Bei Lee war dieser Zusammenhang statistisch nicht signifikant. [48] Das relativiert eine allgemeine Deutung der vorausgehenden Lockerungen im beschriebenen Einzelfall, beweist aber keine grundsätzliche Unbedenklichkeit solcher Lockerungen. [24] [48] Für Freiendkonstruktionen referiert die Übersicht häufiger und früher auftretende Implantatfrakturen. [48] Für Einzelkronen beschreibt sie häufigere Frakturen, für miteinander verblockte Kronen eine geringere periimplantäre Spannung. [48] Ob eine Verblockung bei Bruxismus klinisch Frakturen verhindert, ist durch diese Beobachtungen nicht geklärt. [48] Die Empfehlung der Reviewautoren, Belastung, Bruxismus und Prothesengestaltung zur Prävention zu berücksichtigen, ist eine klinische Ableitung; zur Klärung kausaler Beziehungen fordern sie selbst kontrollierte randomisierte Studien. [48] Quantifizierte Effekte einer gezielten Bruxismusbehandlung auf Implantatschäden werden in den ausgewerteten Volltextpassagen und Tabellen dieser Übersicht nicht berichtet. [48]

Knochenverlust kann bei der Frakturbewertung eine andere Rolle spielen als bei der Frage nach einem durch Bruxismus verursachten Knochenabbau. [48] [44] Für eine Untersuchung mit 19.087 Implantaten referiert Manfredini eine ungefähr doppelte Frakturrate bei schwerem vertikalem Knochenverlust von mehr als 50 % der Implantatlänge. [48] Die zugehörige Tabelle unterscheidet 92 beobachtete von 70 tatsächlich analysierten Frakturen. [48] Die berichtete Größenordnung betrifft den Zusammenhang zwischen Knochenverlust und Implantatfraktur und quantifiziert keinen Bruxismuseffekt. [48] Auch die Angaben zum Knochenaufbau sind uneinheitlich: Die Diskussion beschreibt häufiger Frakturen in regeneriertem Knochen beziehungsweise nach zweizeitigem Vorgehen mit Knochenaufbau, während die Lee-2019-Zeile ein höheres Risiko bei fehlendem Knochenaufbau nennt. [48] Diese unterschiedlichen Beobachtungen aus verschiedenen Untersuchungskontexten tragen keine allgemeine Aussage, dass Knochenaufbau Implantatfrakturen verhindert. [48]

Schwere technische Komplikationen wurden auch in einer randomisierten Studie zum Knochenaufbau vor Implantation dokumentiert, deren Vergleich jedoch keine Bruxismuswirkung prüfte. [50] Zwölf Erwachsene erhielten auf den beiden Oberkieferseiten entweder porcines Knochenersatzmaterial mit 10 % Kollagen oder eigenen intraoralen Knochen. [50] Bei einem Patienten frakturierten die rechte und linke Keramikbrücke, 16 Schrauben und je eine Multi-Unit-Komponente der Implantatversorgung auf beiden Seiten. [50] Die zahlreichen Schraubenfrakturen waren damit Ereignisse bei einem Patienten, keine voneinander unabhängigen Patientenfälle. [50] Der Ergebnisteil beschreibt außerdem im zweiten Jahr eine beidseitige Kronenschraubenlockerung bei einem Patienten. [50] Die Autoren vermuten bei den schweren Komplikationen einen Zusammenhang mit Bruxismus und fehlender Nachtschiene. [50] Operationalisierte Bruxismuskriterien und ein vergleichender Nachweis der Schutzwirkung einer Nachtschiene werden in den ausgewerteten Volltextpassagen einschließlich Tabelle 1 jedoch nicht berichtet. [50]

Trotz der beschriebenen Frakturen berichtet die Studie für die zehn nach drei Jahren verbliebenen Patienten ein Prothesenüberleben von 100 %. [50] Zwei Patienten waren zwischen dem ersten und dritten Jahr verstorben. [50] Dieser Verlauf verdeutlicht erneut, dass eine überlebende Versorgung erhebliche technische Komplikationen gehabt haben kann. [50] Von insgesamt 39 Implantaten erreichte eines auf der Seite mit porcinem Knochenersatzmaterial keine Osseointegration, also keine erfolgreiche Einheilung in den Knochen. [50] Weitere Implantatverluste wurden während der drei Jahre nicht beobachtet. [50] Die angegebenen Überlebenswerte von 95 % und 100 % beziehen sich auf die beiden Augmentationsmaterialien und bestimmen kein bruxismusspezifisches Verlustrisiko. [50]

Implantatverlust: positive Zusammenhänge, unsichere Gesamtschätzer

Die Metaanalyse von Häggman-Henrikson und Kollegen stützt einen Zusammenhang zwischen erfasstem Bruxismus und häufigerem Implantatversagen. [51] Als Versagen galt ein verlorenes oder zu entfernendes Implantat; eingeschlossen waren frühe Einheilungsfehler, späteres Versagen und Implantatkörperfrakturen. [51] Der zusammengefasste Vergleich ergab eine Odds Ratio von 2,189 mit einem 95%-Konfidenzintervall von 1,337–3,583 und p = 0,002. [51] Verglichen werden damit die Odds des Implantatversagens zwischen den Bruxismus- und Vergleichsgruppen, keine persönlichen Verlustwahrscheinlichkeiten. [51] Insgesamt wurden 138 Versagensereignisse unter 2.105 Implantaten in der Bruxismusgruppe und 352 unter 10.264 Implantaten in der Vergleichsgruppe berichtet. [51] Diese Summen beziehen sich auf Implantate und unterschiedliche Beobachtungszeiten; sie sind keine patientenbezogenen Risiken innerhalb eines einheitlichen Zeitraums. [51]

Die Übertragbarkeit des zusammengefassten Zusammenhangs hängt wesentlich von Implantattyp, Alter und Bruxismuserfassung ab. [51] Die Übersicht umfasst 27 Studien: drei als randomisiert bezeichnete Untersuchungen, zehn prospektive Studien und 14 retrospektive Beobachtungsstudien. [51] Die Randomisierung einzelner Studien betraf nicht die Bruxismusexposition und macht den Vergleich nach Bruxismusstatus deshalb nicht zu einem randomisierten Ursachenexperiment. [51] Eingeschlossen waren moderne zylindrische Schraubenimplantate aus Titan oder Titanlegierungen; Zirkonoxidimplantate waren ausgeschlossen. [51] Zwei Tabellenpopulationen beginnen bei 16 beziehungsweise 17 Jahren, sodass die Odds Ratio nicht ausschließlich an Erwachsenen ermittelt wurde. [51] Die Autoren ordneten die Studien mindestens wahrscheinlichem Bruxismus zu, räumten aber unterschiedliche Diagnosekriterien ein. [51] Eine Tabellenzeile beschreibt lediglich einen Fragebogen zu möglichem Schlafbruxismus; weitere Unterschiede zwischen Tabelle und Ergebnistext betreffen die Angaben zu elektrischen Muskelmessungen. [51] Eine vollständige Polysomnografie wird für keine eingeschlossene Studie in den ausgewerteten Volltextpassagen berichtet. [51] Verschleiß und Frakturen dienten in einzelnen Studien außerdem der Bruxismusklassifikation und sind dort keine unabhängig nachgewiesenen Folgen dieser Exposition. [51]

Der höhere Schätzer von Ionfrida beantwortet wegen seiner fraglichen Endpunktzusammenstellung nicht ohne Weiteres dieselbe Frage. [47] [51] Für sechs zusammengefasste Studien berichten die Autoren eine Odds Ratio von 4,68 mit einem 95%-Konfidenzintervall von 2,70–8,12. [47] Das Prädiktionsintervall beschreibt die erwartbare Streuung des Zusammenhangs in weiteren Studienpopulationen und reicht von 0,82 bis 26,76. [47] Es umfasst damit den Vergleichswert 1, obwohl der mittlere Zusammenhang statistisch signifikant ist. [47] Die zugehörigen Tabellen beschreiben Implantatfraktur, gehäuftes Versagen bei einzelnen Patienten und Versagen unterschiedlicher prothetischer Versorgungen. [47] Außerdem erscheinen unterschiedliche Effektmaße; die tatsächlich eingesetzten Daten der grafischen Metaanalyse lassen sich aus deren Bildunterschrift nicht überprüfen. [47] Die Zahl 4,68 eignet sich deshalb nicht als pauschaler Multiplikator der Implantatverlustwahrscheinlichkeit eines Erwachsenen. [47] Die im narrativen Review von Shafiee referierte Odds Ratio von 2,2 mit demselben Konfidenzintervall entspricht dagegen der gerundeten Wiedergabe des Ergebnisses von Häggman-Henrikson und ist keine zusätzliche unabhängige Bestätigung. [44] [51] Die Ergebnisse der beiden Metaanalysen dürfen wegen ihrer unterschiedlichen Auswahl- und Endpunktkontexte nicht gleichgesetzt oder gemittelt werden. [47] [51] Ionfrida beschreibt zudem mehrfach ausgewertete Patientenkohorten, wodurch die scheinbare Zahl unabhängiger Bestätigungen größer ausfallen kann. [47]

Ein großer Gegenbefund stammt aus der Untersuchung von Chatzopoulos mit 2.127 Erwachsenen und 4.519 Implantaten: Selbstberichteter Bruxismus war nicht signifikant mit Implantatversagen verbunden. [41] Eine weitere, altersgemischte Kohorte zeigte häufigeres Prothesenversagen bei Bruxismus, aber keinen signifikanten Unterschied des Implantatversagens. [41] Für die Beratung ist Bruxismus deshalb als möglicher Risikomarker brauchbar, während Schadensart, Versorgung und Beobachtungsdauer ausdrücklich benannt werden müssen. [41] [47]

Die Metaanalyse von Häggman-Henrikson liefert auch keine einheitliche zeitliche Verlustprognose. [51] Für 23 Studien wird eine zusammenfassende mittlere Nachbeobachtung von 55,8 ± 40,7 Monaten mit einer Spannweite von 8,3–154,8 Monaten angegeben. [51] Bei vier weiteren Studien fehlten nach den ausgewerteten Passagen präzise beziehungsweise mittlere Zeitangaben. [51] Die statistische Heterogenität, also die Uneinheitlichkeit der Studienergebnisse, wurde mit I² = 50,491 % angegeben. [51] Im studienübergreifenden Vergleich war die Nachbeobachtungsdauer nicht signifikant mit der Odds Ratio verbunden, mit p = 0,272. [51] Ob die absolute Versagenswahrscheinlichkeit über die Zeit gleich bleibt, beantwortet dieser Vergleich nicht. [51]

Ob Bruxismus das zusätzliche Implantatversagen selbst verursacht, bleibt trotz des zusammengefassten Zusammenhangs ungeklärt. [51] Nach Einschätzung der Autoren ließ sich der spezifische Einfluss einzelner Risikofaktoren nicht isolieren; nur eine der 27 Studien untersuchte den Bruxismusvergleich gezielt mit gematchten Gruppen. [51] Die Einstufung aller Studien als gut nach dem verwendeten NIH-Bewertungsinstrument beseitigt diese Einschränkung nicht. [51] Die Übersicht setzte dafür mindestens sieben Punkte an und benannte zugleich unzureichend beschriebene statistische Verfahren und die Aufnahme nicht konsekutiver, also nicht fortlaufend eingeschlossener Patienten als häufige Probleme. [51] Auch eine berichtete fehlende klare Asymmetrie der grafischen Untersuchung auf Publikationsbias schließt eine bevorzugte Veröffentlichung bestimmter Ergebnisse nicht zuverlässig aus. [51] Überlastung mit übermäßigen Mikrobewegungen und möglicher bindegewebiger Einkapselung wird als Erklärung diskutiert, ist aber keine in dieser Metaanalyse nachgewiesene Ursache des Versagens. [51]

Knochenverlust, Zahnverlust und endodontische Schäden

Für marginalen periimplantären Knochenverlust liegt ein direkter klinischer Zusammenhang mit wahrscheinlichem Bruxismus vor, dessen ursächliche Bedeutung und genaue zusätzliche Verlustgröße offenbleiben. [52] Dass die Metaanalyse von Häggman-Henrikson keinen zusammengefassten Knochenverlustschätzer liefern konnte, steht diesem Einzelbefund nicht entgegen. [51] [52] Zwar berichteten 18 eingeschlossene Studien marginalen Knochenverlust, doch in den ausgewerteten Passagen fehlten die für eine Metaanalyse erforderlichen Angaben getrennt nach Bruxismus- und Vergleichsgruppe. [51] In den ausgewerteten Volltextpassagen der Implantatmetaanalyse referiert die Diskussion außerdem ein positives Signal für mehr marginalen Knochenverlust bei wahrscheinlichem Bruxismus aus einem gematchten Vergleich, beschreibt diese Studie jedoch wegen fehlender Mittelwerte und Standardabweichungen als ausgeschlossen. [51] Diese Auswertungsgrenze ist kein Hinweis darauf, dass Bruxismus den Knochenstand nicht beeinflusst. [51]

Die retrospektive Untersuchung von Al-Kilani und Kollegen fand einen ungünstigeren Knochenverlauf bei wahrscheinlichem Bruxismus an erhaltenen Implantaten unter dreigliedrigen festsitzenden Versorgungen. [52] Die Kohorte umfasste 139 Patienten mit 164 Versorgungen auf 427 Implantaten. [52] Das Alter bei Implantation reichte von 15,6 bis 84,0 Jahren; die mittlere radiografische Nachbeobachtung betrug 132,9 ± 77,3 Monate bei einer Spannweite von 36,8–329,9 Monaten. [52] Bruxismus wurde anhand von Anamnese und klinischer Untersuchung als wahrscheinlich eingestuft. [52] Eingeschlossen waren nur erhaltene Implantate mit einer Ausgangsaufnahme innerhalb von zwölf Monaten nach Implantation und mindestens 36 Monaten radiografischer Nachbeobachtung; eine entsprechende Parodontitisvorgeschichte war ein Ausschlussgrund. [52] Der Knochenverlust wurde aus der Veränderung kalibrierter mesialer und distaler Abstände zum Ausgangsbefund bestimmt, wobei negative Werte in dieser Studie Knochenverlust bedeuten. [52]

Auch nach rechnerischer Berücksichtigung weiterer Einflüsse blieb wahrscheinlicher Bruxismus im Modell für den Knochenverlauf statistisch signifikant, mit F = 40,013 und p < 0,001. [52] Das gemischte Modell sollte die Abhängigkeit mehrerer Versorgungen derselben Person berücksichtigen und nahm Variablen auf, die im vorausgehenden Einzelvergleich p < 0,10 erreicht hatten. [52] Die unadjustierten Gruppenregressionen schätzten monatliche Änderungen von −0,00745 mm bei Bruxismus und −0,00682 mm ohne Bruxismus; der Vergleich dieser Steigungen ergab p = 0,006. [52] Diese Monatswerte stammen aus getrennten Gruppenregressionen und sind keine adjustierte Schätzung des zusätzlichen Knochenverlusts. [52] Im gemischten Modell waren auch Freiendkonstruktion, Geschlecht und Implantatoberfläche mit jeweils p < 0,001 sowie Knochenqualität mit p = 0,002 verbunden; Alter und Knochenquantität waren mit p = 0,145 beziehungsweise p = 0,824 nicht signifikant. [52] Wie groß der adjustierte Mehrverlust in Millimetern ist, bleibt offen, weil in den ausgewerteten Volltextpassagen einschließlich Tabellen 1–7 dafür keine Effektgröße mit Konfidenzintervall ausgewiesen wird. [52]

Der Zusammenhang beweist keine eindeutig mechanische Verursachung des Knochenrückgangs durch Bruxismus. [52] Die Autoren benennen unvollständige retrospektive Angaben zum parodontalen Status und eine möglicherweise erst später entstandene Periimplantitis als verbleibende Unsicherheiten. [52] Ihre Zurückhaltung zur klinischen Bedeutung kleiner Langzeitunterschiede bezog sich auf den Vergleich der Freiendkonstruktionen und darf nicht als entsprechende Bewertung des Bruxismusunterschieds übernommen werden. [52] Die diskutierte geringere sensorische Rückmeldung von Implantaten ist eine mögliche mechanistische Erklärung, kein in dieser Kohorte nachgewiesener Schädigungsweg. [52] Der narrative Implantatreview bewertet Knochenverlustassoziationen insgesamt als begrenzt oder gering und liefert damit eine zurückhaltendere Zusammenfassung anderer Untersuchungen. [44]

Allgemeine Überlastungsstudien beantworten die Bruxismusfrage nur indirekt, weil sie beispielsweise okklusale Interferenzen oder experimentell vorgegebene Kräfte untersuchen. [45] Die Knochenverlust- und Periimplantitiszahlen des Überlastungsreviews sind zudem durch die Vermischung klinischer Studien, Tierexperimente und Rechenmodelle belastet. [45] Günstige Implantatergebnisse unter einem intensiven Erhaltungsprogramm klären den Bruxismuseffekt ebenfalls nicht, wenn nach funktioneller Beeinträchtigung statt nach Bruxismus verglichen wurde. [38] Auch die Sinusaugmentationsstudie mit schweren technischen Komplikationen verglich den Knochenstand nach Augmentationsmaterial und lieferte keinen bruxismusspezifischen Knochenverlustschätzer. [50] Ihre Dreijahresanalyse umfasste jeweils 15 Implantate pro Material, nachdem unter anderem ein periimplantitisch erkranktes Implantat und Implantate ausgeschiedener Patienten ausgeschlossen worden waren. [50] Die berichteten Dreijahreswerte sind Messzeitpunktwerte mit bereits positiven Ausgangswerten und dürfen nicht als neu entstandener Verlust über die gesamten drei Jahre gelesen werden. [50]

Für natürliche Zähne fand eine Kohorte mit behandelter Parodontitis keinen gesicherten Zusammenhang zwischen einem kombinierten TMD-/Bruxismusscreening und weiterem Zahnverlust. [32] Das Screening bündelte Zeichen temporomandibulärer Dysfunktionen, also Funktionsstörungen des Kausystems, und mögliche Bruxismuszeichen. [32] Über durchschnittlich 72 Monate betrug das adjustierte Ratenverhältnis für Zahnverlust 1,09 mit 95%-Konfidenzintervall 0,80–1,47. [32] Dieser Vergleich der Zahnverlustraten blieb unpräzise; die unspezifische Exposition und geringe Teststärke für das interessierende Screeningmerkmal verhindern eine allgemeine Entwarnung. [32] Selbstberichtete Gingivablutung oder Zahnbeweglichkeit sind außerdem von klinisch bestätigtem Gewebeverlust zu unterscheiden. [35]

Die Verursachung einer Pulpanekrose oder apikalen Parodontitis durch Bruxismus bleibt in dieser Grundlage eine Hypothese. [19] [39] Ein Fallbericht beschreibt einen 28-jährigen Mann mit apikaler Parodontitis an zwei ursprünglich karies- und füllungsfreien Molaren und berichtetem nächtlichem Pressen. [19] Die Autoren schreiben die Erkrankung durch Ausschluss anderer Erklärungen dem Bruxismus zu, doch ihre Argumentation beweist keine rissfreie Zahnstruktur. [19] Die Besserung unter endodontischer Behandlung belegt zudem keinen isolierten Nutzen einer Bruxismusintervention. [19]

Eine größere Untersuchung zu Wurzelkanalbehandlungen nach Kronen oder Brücken klärt die Risikofrage ebenfalls nicht. [39] Sie umfasste ausschließlich später wurzelkanalbehandelte Zähne, und Bruxismus war nur in zehn von 588 Zahndatensätzen dokumentiert. [39] Ohne geeignete Vergleichsgruppe und verlässlichen Nenner aller überkronten Zähne lässt sich daraus kein zusätzlicher endodontischer Behandlungsbedarf durch Bruxismus berechnen. [39]

Der Zahnverlust im Isaacs-Fall ist ebenfalls nicht als belegter Bruxismusschaden einzuordnen. [49] Der untere rechte erste Molar war bereits wurzelkanalbehandelt und mit einer Vollgusskrone versorgt; diagnostiziert wurde eine chronische apikale Parodontitis. [49] Die eingeschränkte Mundöffnung und das begrenzte Behandlungsfenster nach einer Plasmapherese prägten die Entscheidung zur Extraktion. [49] Anschließend erhielt der Patient eine Brücke und eine Schiene, deren Anpassung zur Nachsorge gehörte. [49] Die beabsichtigte Frakturprävention durch die Schiene ist von ihrer tatsächlichen Wirkung zu unterscheiden; eine quantifizierte frakturverhindernde Wirkung wird in den ausgewerteten Volltextpassagen nicht dokumentiert. [49]

Was Labor- und Schienenstudien zur Schadensvermeidung beitragen

Laboruntersuchungen zeigen mögliche mechanische Schädigungswege, liefern aber keine klinische Ausfallwahrscheinlichkeit. [37] [40] [43] In der Implantatsimulation von Ates wurden Bruxismuslasten als statische Kräfte von 1.000 N axial beziehungsweise 500 N schräg vorgegeben. [37] Distale Cantilever erzeugten ungünstigere Spannungskonzentrationen, während Verblockung die Lastverteilung im Modell verbessern konnte. [37] Vollständig verbundene Grenzflächen schlossen jedoch Mikrobewegungen aus und bildeten reale Lockerungsvorgänge nicht ab. [37]

Materialrangfolgen bleiben ebenfalls an das Prüfverfahren gebunden. [40] [46] Glaskeramiken zeigten unter trockener Rotationsbelastung unterschiedliche Verluste, wobei die Rotation bewusst über physiologische Werte hinausging. [40] Bei restaurierten Molaren mit Alignern waren geometrische Scanabweichungen und Aligner-Dickenverluste unter höherer Laborlast größer. [43] Diese Veränderungen waren keine klinisch erfassten Restaurationsfrakturen. [43] Auch eine rechnerische Festigkeitsausnutzung über 100 % bei provisorischen Kronen ist keine Frakturwahrscheinlichkeit und benötigt experimentelle sowie klinische Validierung. [46]

Ob Schienen klinische Zahn-, Restaurations- oder Implantatschäden zuverlässig vermindern, ist durch die ausgewerteten Funktions- und Laborversuche nicht geklärt. [16] [15] Bei 16 Erwachsenen veränderten verschiedene Schienen Bisskraft und Kontaktfläche während angeleiteten maximalen Pressens. [16] Da Material und Kontaktgestaltung zugleich variierten, lassen sich die Unterschiede nicht allein auf die Materialhärte zurückführen. [16] Im PMMA-Dentin-Versuch verschliss nach 60.000 Zyklen mehr Schienenkunststoff als Dentin, doch auch Dentin zeigte Abtrag und ein schienenfreier Vergleich fehlte. [15]

Die Schutzempfehlung nach umfangreicher Rehabilitation wird in der narrativen Literatur vor allem durch klinischen Konsensus und Biomechanik begründet. [3] Ein sekundär berichteter Zusammenhang zwischen regelmäßiger Schienennutzung und geringerem Prothesenmaterialverschleiß ergänzt diese Begründung, bestimmt aber keinen isolierten Behandlungseffekt. [41] Eine vorsorgliche Schutzentscheidung kann deshalb als klinische Ableitung besprochen werden, ohne eine belegte prozentuale Schadenssenkung zu versprechen. [3] [44] Die Implantatmetaanalyse von Häggman-Henrikson nennt Schutzschienen ebenfalls als vorsorgliche Möglichkeit, berichtet in den ausgewerteten Volltextpassagen aber, in der Literatur keinen Beleg für einen Einfluss auf das Implantatüberleben gefunden zu haben. [51]

Übertragbarkeit und klinische Zuordnung bei besonderen Patientengruppen

Schwere Schäden in neurologischen Sonderpopulationen sind klinisch relevant, liefern aber keine allgemeine Schadenshäufigkeit für Erwachsene mit Bruxismus. [8] [23] [29] Beim Prader-Willi-Syndrom wurde erheblicher Rehabilitationsbedarf erwachsener Patienten beschrieben, während die Knirsch-Verschleiß-Assoziation nur für die altersgemischte Gruppe vorlag. [29] Beim West-Syndrom wurden Bruxismus und Attrition gemeinsam gezählt; konkrete schwere Attritionsfälle im Rett-Review betrafen Kinder. [8] [23]

Bei Parkinson-Erkrankten waren selbstberichteter Bruxismus und subjektiver Verschleiß verbunden, doch die Regressionen modellierten Bruxismus als Ergebnis. [22] Prävalenzstudien zu Wachbruxismus oder Zähneknirschen älterer Menschen beantworten ihrerseits nicht, wie viele Schäden durch dieses Verhalten entstehen. [7] [6] Ein Zöliakie-Vergleich ohne Bruxismuserfassung und ein Reflux-Bruxismus-Einzelfall unterstreichen zusätzlich, dass die tatsächlich untersuchten Erkrankungen und Expositionen benannt werden müssen. [28] [30]

Als klinische Ableitung sollten deshalb Verhaltensangabe, zeitlicher Bezug und objektiver Schaden getrennt dokumentiert werden. [10] [7] [34] Ein hilfreicher Dokumentationsrahmen unterscheidet Pressen, Knirschen oder kontaktlose Anspannung, Wach- beziehungsweise Schlafbezug und die Herkunft der Angabe aus Eigenbericht, Fremdbericht oder Messung. [22] [7] [14] [18] Zahnhartsubstanzverlust, Restaurationsereignisse und Implantatkomplikationen werden darin gesondert festgehalten; Beschwerden und Funktionsbefunde ergänzen die Beurteilung. [34] [41] [10] Bei einer erneuten Verschleißbewertung sind außerdem Ernährung, Reflux und Speichelbedingungen einzubeziehen, ohne der differenzierten Anamnese bereits einen belegten Präventionseffekt zuzuschreiben. [10] [20]

Was bedeutet das für die Praxis?

Die Antworten erklären die entscheidenden Studienbefunde und welche Konsequenzen sich daraus begründen lassen.

Belegt Zahnverschleiß aktuellen Bruxismus?
Antwort
Nein. Ein vorhandener Verschleißbefund belegt weder aktuellen Bruxismus noch, dass heute weiterer Zahnhartsubstanzverlust entsteht. [10] [9]
Welche Befunde tragen die Antwort?
Zahnverschleiß summiert Schäden über längere Zeit; eine Selbstauskunft oder wenige Nächte Muskelaufzeichnung erfassen dagegen einen begrenzten Ausschnitt des Verhaltens. [10] Wie stark das Ergebnis vom Messverfahren abhängt, zeigt eine Untersuchung mit 227 Studierenden: Die Fragebogenauswertung ergab statistisch signifikante Verschleißunterschiede; die instrumentelle Untersuchung einer Teilgruppe von 48 Personen fand dagegen keinen statistisch gesicherten Unterschied. [9]
Wie belastbar ist die Antwort? Moderat
Studienlage: Gestützt. Die Schlussfolgerung betrifft die begrenzte diagnostische Aussage eines einzelnen Verschleißbefunds. Dafür sprechen die unterschiedlichen Messzeiträume und die uneinheitlichen Zusammenhänge; sie behauptet nicht, dass Bruxismus keine Zähne abtragen kann. [10] [9]
Welche Frage bleibt offen?
Wenn Verschleiß bereits zur Einstufung als Bruxismus beiträgt, ist ein anschließender Zusammenhang zwischen beidem teilweise durch die Gruppendefinition vorgegeben. [10]
Welche Konsequenz lässt sich begründen?
Aus „stark abgenutzt“ darf deshalb nicht unmittelbar „knirscht derzeit stark“ werden. Für die Frage nach laufender Schädigung ist entscheidend, ob sich der Substanzverlust im Verlauf tatsächlich vergrößert. [10] [9]

Einordnung der Konsequenz: Aus den Befunden fachlich abgeleitet.

Für wen gilt diese Einordnung?
Auch bei nachgewiesenem Bruxismus bleiben Knirschen, Pressen und kontaktlose Anspannung verschiedene Verhaltensweisen; aus dem Zahnbefund allein lässt sich ihre aktuelle Ausprägung nicht ablesen. [22] [7] [10]

Zur Vertiefung: Was die Untersuchungen tatsächlich messen · Zur Vertiefung: Übertragbarkeit und klinische Zuordnung bei besonderen Patientengruppen

Ist Schlafbruxismus mit mehr Zahnverschleiß verbunden?
Antwort
Nicht durchgehend. Mehrere instrumentelle Untersuchungen fanden bei Schlafbruxismus keinen signifikant stärkeren vorhandenen Zahnverschleiß; andere Gruppenvergleiche fielen positiv aus. [17] [5] [9] [12]
Welche Befunde tragen die Antwort?
Bei 88 Erwachsenen mit Schlafbeschwerden wurde Schlafbruxismus über drei Nächte polysomnografisch untersucht; zwischen 22 Betroffenen und 66 Vergleichspersonen unterschied sich der Verschleiß nicht signifikant. [17] In einer weiteren Untersuchung hatten 14 von 20 jungen Erwachsenen mit Schlafbruxismus und 15 von 20 Kontrollen Verschleißfacetten. Dieser Ja/Nein-Befund misst weder die Tiefe des Abtrags noch seine Geschwindigkeit. [5]
Wie belastbar ist die Antwort? Gering
Studienlage: Widersprüchliche Befunde. Die instrumentellen Stichproben sind klein. Zudem werden kurze Aktivitätsmessungen mit bereits angesammeltem Verschleiß verglichen; ein nicht signifikanter Unterschied schließt einen Einfluss auf zukünftigen Abtrag nicht aus. [17] [10]
Welche Befunde stehen der Antwort entgegen?
Eine Kohorte mit 105 Erwachsenen mit obstruktiver Schlafapnoe fand im Mittel 2,46 gegenüber 0,55 stark abgenutzte Zähne. Allerdings floss Zahnverschleiß bereits in die Bruxismuszuordnung ein, was den positiven Vergleich verzerren kann. [12]
Welche Frage bleibt offen?
Diese Studien bestimmen überwiegend vorhandenen Verschleiß. Sie liefern keine verlässliche Vorhersage, wie viel zusätzlicher Substanzverlust bei einer bestimmten Person in den nächsten Jahren entstehen wird. [10] [17]
Welche Konsequenz lässt sich begründen?
Auch ein instrumentell bestätigter Schlafbruxismusbefund genügt nicht, um aktive Zahnschädigung anzunehmen. Für diese Entscheidung braucht es einen eigenen Nachweis fortschreitenden Verschleißes. [10]

Einordnung der Konsequenz: Aus den Befunden fachlich abgeleitet.

Für wen gilt diese Einordnung?
Die Übertragbarkeit hängt davon ab, ob Bruxismus nur berichtet, anhand klinischer Zeichen eingeordnet oder während des Schlafs gemessen wurde. [10]

Zur Vertiefung: Zahnverschleiß: starke Einzelbefunde bei uneinheitlicher Gesamtevidenz · Zur Vertiefung: Schlafbruxismus: instrumentelle Gegenbefunde ernst nehmen · Zur Vertiefung: Übertragbarkeit und klinische Zuordnung bei besonderen Patientengruppen

Welche Verschleißfolgen sind für Wachbruxismus belegt?
Antwort
Für selbstberichtetes Tagesknirschen gibt es ein begrenztes Längsschnittsignal: In einer kleinen Studie nahm der Abtrag an zwei Schneidezahnkanten stärker zu. Eine entsprechende Schädigung durch jede Form des Wachbruxismus ist damit nicht belegt. [11] [7]
Welche Befunde tragen die Antwort?
Bei 39 Erwachsenen im Alter von 20–34 Jahren wurden Zahnoberflächen zu Beginn und nach zwölf Monaten gescannt; die Tagesaktivität beruhte auf Selbstauskunft. [11] Für Zahn 21 betrug der gemessene inzisale Abtrag bei berichtetem Tagesknirschen 156,3 statt 84,8 µm, für Zahn 42 100,0 statt 54,3 µm; beide Einzelvergleiche erreichten p = 0,022. [11]
Wie belastbar ist die Antwort? Sehr gering
Studienlage: Widersprüchliche Befunde. Die positiven Ergebnisse betreffen einzelne Zahnflächen in einer kleinen Stichprobe mit zahlreichen Vergleichen. Weitere Verhaltens- und Expositionseinflüsse wurden nicht in einer umfassenden gemeinsamen Analyse getrennt. [11]
Welche Befunde stehen der Antwort entgegen?
Zwei weitere, im Scoping Review referierte Längsschnittstudien zu selbstberichteten Parafunktionen fanden nach zwölf beziehungsweise 36 Monaten keinen signifikanten Zusammenhang mit der Verschleißmenge; ihre Exposition entspricht jedoch nicht zwingend isoliertem Tagesknirschen. [10]
Welche Frage bleibt offen?
Die Zahlen gelten für die untersuchten Inzisalkanten und das berichtete Knirschen. Sie lassen sich weder auf alle Zähne noch auf bloßes Pressen oder kontaktlose Muskelanspannung übertragen. [11] [7]
Welche Konsequenz lässt sich begründen?
Bei fortschreitendem Frontzahnverschleiß ist berichtetes Tagesknirschen ein konkreter möglicher Mitfaktor. Die gleiche Schadensprognose allein aus berichtetem Pressen oder Anspannen abzuleiten, wäre durch diese Studie nicht gedeckt. [11] [7]

Einordnung der Konsequenz: Aus den Befunden fachlich abgeleitet.

Für wen gilt diese Einordnung?
Andere mechanische Gewohnheiten und Säureexposition können am selben Abtrag beteiligt sein; der lokale Knirschbefund bestimmt ihren Anteil nicht. [11] [10]

Zur Vertiefung: Zahnverschleiß: starke Einzelbefunde bei uneinheitlicher Gesamtevidenz · Zur Vertiefung: Wachbruxismus, Verschleißfortschritt und Säureexposition · Zur Vertiefung: Übertragbarkeit und klinische Zuordnung bei besonderen Patientengruppen

Erhöht Bruxismus das Risiko für Zahnrisse und Frakturen?
Antwort
Für natürliche Zähne allein ist ein zusätzliches Riss- oder Frakturrisiko durch Bruxismus in diesen Studien nicht zuverlässig bestimmt. Der positive klinische Vergleich fasst Zahn- und Verblendkeramikfrakturen zusammen. [34] [26]
Welche Befunde tragen die Antwort?
In einer Nachuntersuchung von 51 Erwachsenen betrug der mittlere Anteil frakturierter Zahn- oder Keramikeinheiten pro Person 7,3 % bei historischer Bruxismuszuordnung und 3,5 % in der Vergleichsgruppe (p = 0,045). Dafür wurde zunächst je Person der Frakturanteil berechnet und anschließend der Gruppenmittelwert gebildet; die Werte geben nicht den Anteil betroffener Menschen an. [34] Eine getrennte Registeranalyse erfasste Zahnfrakturen bei 7 von 68 Personen mit Bruxismus und 25 von 276 Vergleichspersonen: Odds Ratio 1,15, 95%-Konfidenzintervall 0,47–2,78. Der breite Bereich lässt sowohl ein niedrigeres als auch ein höheres Risiko zu. [26]
Wie belastbar ist die Antwort? Sehr gering
Studienlage: Ausgewertet, für diese Frage nicht ausreichend. Der kombinierte Endpunkt isoliert Frakturen natürlicher Zähne nicht; kleine ausgewählte Gruppen, historische Exposition und fehlende umfassende Adjustierung schwächen den Vergleich zusätzlich. [34]
Welche Frage bleibt offen?
Aus einem beobachteten Zahnriss lässt sich die Ursache nicht zurückrechnen. Die Untersuchung von 104 klinisch vorselektierten Personen und der Einzelfall mit Isaacs-Syndrom beschreiben Schäden unter besonderen Auswahlbedingungen; daraus lässt sich kein allgemeines bruxismusbedingtes Frakturrisiko ableiten. [21] [49]
Welche Konsequenz lässt sich begründen?
Wie stark Bruxismus allein die Prognose eines natürlichen Zahns verschlechtert, bleibt offen. Die 7,3 % dürfen deshalb nicht als bruxismusbedingte Zahnfrakturwahrscheinlichkeit in eine Behandlungsentscheidung eingehen. [34] [26]

Einordnung der Konsequenz: Entscheidung bleibt offen.

Für wen gilt diese Einordnung?
Für diese Frage zählen Risse und Frakturen der Zahnhartsubstanz; Keramikabplatzungen und Implantatfrakturen beantworten jeweils andere Risikofragen. [34] [33]

Zur Vertiefung: Was ein dokumentierter Schaden über Bruxismus aussagt · Zur Vertiefung: Zahnrisse und Frakturen: ein begrenztes klinisches Signal

Wie gefährdet sind zahngetragene Restaurationen?
Antwort
Restaurationsverluste kommen bei Bruxismus vor; wie viel zusätzliche Gefährdung Bruxismus für zahngetragene Versorgungen verursacht, bleibt hier unbestimmt. Der aussagekräftigere Langzeitversuch vergleicht zwei Materialien bei Menschen mit Bruxismus, nicht Menschen mit und ohne Bruxismus. [13]
Welche Befunde tragen die Antwort?
25 Erwachsene erhielten an 148 nichtkariösen Zahnhalsläsionen randomisiert Glashybrid- und Kompositrestaurationen. Nach fünf Jahren waren in der verbliebenen Auswertung 32 von 48 Glashybrid- und 36 von 49 Kompositrestaurationen erhalten. [13] Der Materialunterschied war nicht signifikant. Das belegt weder die Gleichwertigkeit der Materialien noch, dass Bruxismus für die Verluste verantwortlich war. [13]
Wie belastbar ist die Antwort? Sehr gering
Studienlage: Ausgewertet, für diese Frage nicht ausreichend. Nach fünf Jahren nahmen nur noch 15 der ursprünglich 25 Personen teil; ihre Bruxismusaktivität war zwischen den Kontrollen nicht überwacht worden. [13] Die zusätzliche Brückenstudie wählte ausschließlich bereits komplikationsbelastete Fälle aus und berichtet widersprüchliche Gruppenzahlen. Daraus lässt sich kein belastbares zusätzliches Bruxismusrisiko gewinnen. [42]
Welche Frage bleibt offen?
Zahnhalsfüllungen sind kein Ersatzmodell für sämtliche Kronen und Brücken. Erfolgreiche einzelne Gesamtrehabilitationen zeigen Machbarkeit, liefern aber keine Vergleichsrate und keine Materialrangfolge. [13] [3] [27]
Welche Konsequenz lässt sich begründen?
Die Entscheidung für ein bestimmtes Restaurationsmaterial allein wegen Bruxismus wird durch diesen Versuch nicht geklärt. Seine Fünfjahreszahlen erlauben auch keine persönliche Vorhersage, wann eine Krone oder Brücke verloren gehen wird. [13] [3]

Einordnung der Konsequenz: Entscheidung bleibt offen.

Für wen gilt diese Einordnung?
Die Zahlen beschreiben die Retention direkter Zahnhalsrestaurationen im verbliebenen Untersuchungskollektiv; Material, Versorgungsart und Ausfälle während der Nachbeobachtung begrenzen ihre Übertragung. [13]

Zur Vertiefung: Zahngetragene Restaurationen: Ausfälle ohne gesicherten Bruxismusanteil · Zur Vertiefung: Was Labor- und Schienenstudien zur Schadensvermeidung beitragen

Welche technischen Schäden an Implantatversorgungen hängen mit Bruxismus zusammen?
Antwort
Am ehesten zeigen sich Zusammenhänge mit Schraubenlockerungen, Schraubenfrakturen und Keramikschäden an festsitzenden Implantatversorgungen. Die Ergebnisse sind zwischen Kohorten uneinheitlich; für Brüche des Implantatkörpers ist das zusätzliche Bruxismusrisiko nicht verlässlich beziffert. [41] [47] [24] [48]
Welche Befunde tragen die Antwort?
Ein Review berichtet für 709 vollständig zahnlose Personen mit festsitzenden Gesamtversorgungen Hazard Ratios von 3,302 für Lockerungen, 4,956 für Schraubenfrakturen und 5,685 für Keramikrisse oder -frakturen bei Bruxismus. [41] Diese Werte vergleichen das zeitbezogene Auftreten der einzelnen Schäden zwischen Gruppen. Sie geben weder den Anteil betroffener Patienten noch eine absolute Wahrscheinlichkeit innerhalb eines festen Zeitraums an. [41]
Wie belastbar ist die Antwort? Gering
Studienlage: Widersprüchliche Befunde. Die hier überwiegend über Reviews zugänglichen Kohorten unterscheiden sich in Bruxismusdiagnose, Konstruktion und Beobachtungszeit; mögliche überlappende Patientenkollektive begrenzen die Unabhängigkeit der Befunde. [41] [47]
Welche Befunde stehen der Antwort entgegen?
Bei 88 Personen mit 94 verschraubten Metall-Kunststoff-Gesamtversorgungen waren mechanische Komplikationen nicht signifikant mit Bruxismus verbunden. Nach durchschnittlich 2,93 Jahren standen 17 % mechanische Komplikationen einem Prothesenüberleben von 100 % gegenüber. [41]
Welche Frage bleibt offen?
Eine reparierte Lockerung oder Fraktur kann mit weiter bestehender Versorgung einhergehen. Technische Komplikationen sind deshalb nicht mit Prothesenversagen oder Implantatverlust gleichzusetzen. [41]
Welche Konsequenz lässt sich begründen?
Bei der Aufklärung über festsitzende Implantatversorgungen ist ein möglicher zusätzlicher Reparaturbedarf durch Schrauben- und Keramikschäden konkret anzusprechen. Die berichteten Hazard Ratios dürfen dabei nicht als persönliche Verlustwahrscheinlichkeit des Implantats genannt werden. [41]

Einordnung der Konsequenz: Aus den Befunden fachlich abgeleitet.

Für wen gilt diese Einordnung?
Die eindrücklichsten Zahlen stammen von Gesamtversorgungen vollständig zahnloser Personen; sie sind keine allgemeine Risikotabelle für jede implantatgetragene Einzelkrone. [41]

Zur Vertiefung: Was ein dokumentierter Schaden über Bruxismus aussagt · Zur Vertiefung: Implantatversorgungen: technische Schäden und ihre Gegenbefunde · Zur Vertiefung: Was Labor- und Schienenstudien zur Schadensvermeidung beitragen

Wie belastbar ist das Implantatverlustrisiko?
Antwort
Der Zusammenhang mit häufigerem Implantatversagen ist in einer Metaanalyse statistisch belegt: Das Verhältnis ausgefallener zu nicht ausgefallenen Implantaten war bei erfasstem Bruxismus etwa 2,2-mal so groß. Dieser zusammengefasste Odds-Vergleich bedeutet keine 2,2-fache persönliche Verlustwahrscheinlichkeit und bestimmt den ursächlichen Anteil des Bruxismus nicht. [51]
Welche Befunde tragen die Antwort?
Die Metaanalyse mit 27 Studien zu modernen Titanimplantaten ergab eine Odds Ratio von 2,189 (95%-Konfidenzintervall 1,337–3,583). Insgesamt wurden 138 Ausfälle unter 2.105 Implantaten bei Bruxismus und 352 unter 10.264 Vergleichsimplantaten erfasst. [51] Gezählt wurden Implantate, nicht betroffene Menschen; „Versagen“ schloss verlorene oder zu entfernende Implantate und Implantatkörperfrakturen ein. Unterschiedliche Beobachtungszeiten verhindern, dass aus diesen Summen eine einheitliche Fünf- oder Zehnjahresprognose wird. [51]
Wie belastbar ist die Antwort? Gering
Studienlage: Gestützt. Die niedrige Sicherheit betrifft die Belastbarkeit des beobachteten Zusammenhangs: Bruxismus wurde unterschiedlich diagnostiziert, und begleitende Risiken ließen sich nicht zuverlässig isolieren. Die Unsicherheit einer persönlichen Vorhersage ist eine zusätzliche Grenze, kein Gegenbeweis zur gepoolten Assoziation. [51]
Welche Befunde stehen der Antwort entgegen?
Eine große, in einem Review referierte Kohorte mit 2.127 Erwachsenen und 4.519 Implantaten fand für selbstberichteten Bruxismus keinen signifikanten Zusammenhang mit Implantatversagen. Der positive Zusammenhang ist damit nicht in jeder Population bestätigt. [41]
Welche Frage bleibt offen?
Die höhere Odds Ratio 4,68 aus einer anderen Metaanalyse ist wegen fraglicher Endpunkt- und Effektmaßzuordnungen sowie möglicher Kohortenüberlappungen nicht einfach die präzisere oder aktuellere persönliche Risikozahl. [47]
Welche Konsequenz lässt sich begründen?
Für die Beratung ist „in Studien mit häufigerem Implantatversagen verbunden“ gerechtfertigt. Eine Odds Ratio ist kein Risikoverhältnis: „Ihr persönliches Verlustrisiko ist 2,2-mal so hoch“ folgt daraus nicht. Für eine persönliche absolute Wahrscheinlichkeit fehlen außerdem eine passende Ausgangswahrscheinlichkeit, vergleichbare Bedingungen und ein fester Zeitraum. [51]

Einordnung der Konsequenz: Aus den Befunden fachlich abgeleitet.

Für wen gilt diese Einordnung?
Die Grundlage betrifft überwiegend Erwachsene mit Titanimplantaten, enthält aber auch einzelne altersgemischte Kohorten. Implantatversagen bleibt vom Versagen der darüberliegenden Prothese zu unterscheiden. [51] [47]

Zur Vertiefung: Was ein dokumentierter Schaden über Bruxismus aussagt · Zur Vertiefung: Implantatverlust: positive Zusammenhänge, unsichere Gesamtschätzer

Verursacht Bruxismus periimplantären Knochenverlust?
Antwort
Eine Verursachung ist nicht nachgewiesen. Eine Langzeitkohorte fand bei wahrscheinlichem Bruxismus zwar stärkeren periimplantären Knochenverlust, konnte eine mechanische Ursache aber nicht von verbleibenden anderen Einflüssen trennen. [52]
Welche Befunde tragen die Antwort?
Untersucht wurden 139 Personen mit 164 dreigliedrigen Versorgungen auf 427 erhaltenen Implantaten, im Mittel rund 133 Monate. Bruxismus wurde aus Anamnese und klinischen Zeichen als wahrscheinlich eingestuft. [52] Der Zusammenhang blieb im Modell nach Berücksichtigung weiterer Variablen statistisch signifikant (p < 0,001). Eine adjustierte zusätzliche Verlustmenge in Millimetern mit Konfidenzintervall wird in den ausgewerteten Passagen jedoch nicht angegeben. [52]
Wie belastbar ist die Antwort? Sehr gering
Studienlage: Ausgewertet, für diese Frage nicht ausreichend. Die kausale Frage bleibt wegen unvollständiger rückblickender Angaben zum parodontalen Zustand und einer möglicherweise später entstandenen Periimplantitis offen. Die rechnerische Berücksichtigung anderer Variablen beseitigt diese Lücken nicht. [52]
Welche Frage bleibt offen?
Die Kohorte schloss nur erhaltene Implantate mit mindestens drei Jahren radiografischer Nachbeobachtung ein; das Alter bei Implantation reichte von 15,6 bis 84 Jahren. Die Ergebnisse repräsentieren damit weder alle eingesetzten Implantate noch ausschließlich Erwachsene. [52] Dass ein anderer Review mangels getrennter Gruppendaten keinen Knochenverlustschätzer zusammenfassen konnte, widerlegt diese Assoziation nicht. Umgekehrt ist seine Odds Ratio für Implantatversagen keine Millimeterangabe zum Knochenverlust. [51]
Welche Konsequenz lässt sich begründen?
Ein Knochenrückgang bei gleichzeitigem Bruxismus darf daher nicht automatisch als rein mechanische Überlastung eingeordnet werden. Die Studie lässt eine gleichzeitig oder später entstandene entzündliche Beteiligung ausdrücklich offen. [52]

Einordnung der Konsequenz: Aus den Befunden fachlich abgeleitet.

Für wen gilt diese Einordnung?
Diese Aussage betrifft den radiografischen Knochenverlauf an erhaltenen Implantaten. Sie ist weder eine Erklärung für jede Schraubenlockerung noch eine Diagnose der Ursache eines konkreten Knochenbefunds. [52] [41]

Zur Vertiefung: Was ein dokumentierter Schaden über Bruxismus aussagt · Zur Vertiefung: Implantatversorgungen: technische Schäden und ihre Gegenbefunde · Zur Vertiefung: Knochenverlust, Zahnverlust und endodontische Schäden

Ist zusätzlicher parodontaler Zahnverlust belegt?
Antwort
Ein zusätzlicher parodontaler Zahnverlust durch Bruxismus ist mit dieser Kohorte nicht belegt. Sie fand keinen statistisch gesicherten Unterschied, untersuchte aber ein kombiniertes Screening auf Kausystemstörungen und Bruxismuszeichen statt isolierten Bruxismus. [32]
Welche Befunde tragen die Antwort?
148 Erwachsene mit behandelter Parodontitis wurden im Mittel etwa 72 Monate beobachtet. Das adjustierte Ratenverhältnis für weiteren Zahnverlust betrug 1,09; sein 95%-Konfidenzintervall von 0,80–1,47 umfasst sowohl eine niedrigere als auch eine höhere Rate. [32]
Wie belastbar ist die Antwort? Sehr gering
Studienlage: Ausgewertet, für diese Frage nicht ausreichend. Die Gruppenzuordnung ist für Bruxismus unspezifisch. Die berichtete Teststärke für dieses Merkmal lag zudem nur bei etwa 16 %, sodass der nicht signifikante Befund keine verlässliche Entwarnung darstellt. [32]
Welche Frage bleibt offen?
Die numerisch höhere Zahnverlustrate derselben Screeninggruppe ist kein zusätzlicher Gegenbeleg, sondern Teil dieses einen unsicheren Vergleichs. Ob Wach- oder Schlafbruxismus für sich den Verlauf verändert, bleibt damit unbeantwortet. [32]
Welche Konsequenz lässt sich begründen?
Eine eigenständige bruxismusbedingte Verschlechterung der Zahnprognose lässt sich aus diesem Screening weder beziffern noch ausschließen. Es liefert deshalb keine belastbare Zusatzprognose für den einzelnen parodontal behandelten Zahn. [32]

Einordnung der Konsequenz: Entscheidung bleibt offen.

Für wen gilt diese Einordnung?
Die Aussage gilt für weiteren Zahnverlust nach Parodontitisbehandlung; sie beantwortet nicht automatisch die andere Frage, ob ein Zahn beweglicher wird oder sich der Knochenstand verändert. [32]

Zur Vertiefung: Knochenverlust, Zahnverlust und endodontische Schäden

Verursacht Bruxismus pulpal-periapikale Schäden?
Antwort
Ein ursächlicher Zusammenhang ist mit den ausgewerteten Studien nicht nachgewiesen. Ein Fallbericht vermutet ihn; die größere Untersuchung kann das zusätzliche Erkrankungsrisiko durch Bruxismus aufgrund ihrer Auswahl gar nicht bestimmen. [19] [39]
Welche Befunde tragen die Antwort?
Der Fallbericht betrifft einen 28-jährigen Mann mit einer Entzündung an den Wurzelspitzen zweier ursprünglich karies- und füllungsfreier Backenzähne sowie berichtetem nächtlichem Pressen. Die Autoren führen die Erkrankung nach Ausschluss anderer Erklärungen auf Bruxismus zurück; ein einzelner solcher Verlauf beweist die Ursache jedoch nicht. [19] In der größeren Untersuchung wurden 588 überkronte oder brückenversorgte Zähne betrachtet, die später alle eine Wurzelkanalbehandlung erhalten hatten. Bruxismus war bei zehn dieser Zahndatensätze vermerkt. [39] Es fehlen die Gesamtzahlen aller überkronten Zähne mit und ohne Bruxismus – einschließlich jener, die keine Wurzelkanalbehandlung brauchten. Ohne diese Bezugsgrößen zeigen die 588 ausgewählten Fälle nicht, ob Bruxismus das Risiko erhöht. [39]
Wie belastbar ist die Antwort? Nicht beurteilbar
Studienlage: Ausgewertet, für diese Frage nicht ausreichend. Die Befunde wurden ausgewertet, reichen aber für die kausale Antwort nicht aus: Der Fallbericht liefert eine Ursachendeutung ohne Risikovergleich, die größere Fallauswahl beschreibt bereits betroffene Zähne. [19] [39]
Welche Frage bleibt offen?
Auch beim kariesfreien Zahn ist mit der Argumentation des Fallberichts eine rissfreie Zahnstruktur nicht bewiesen. Die Besserung nach Wurzelkanalbehandlung zeigt außerdem keinen isolierten Nutzen einer Bruxismusbehandlung. [19]
Welche Konsequenz lässt sich begründen?
„Bruxismus hat die Pulpa zum Absterben gebracht“ geht deshalb über die Belege hinaus. Für einen entsprechend erkrankten Zahn bleibt Bruxismus hier eine vermutete Erklärung; aus diesen Studien folgt kein nachgewiesener endodontischer Präventionseffekt einer Bruxismusbehandlung. [19] [39]

Einordnung der Konsequenz: Aus den Befunden fachlich abgeleitet.

Für wen gilt diese Einordnung?
Zu trennen sind die festgestellte Erkrankung der Pulpa oder an der Wurzelspitze und die behauptete Ursache. Der Nachweis der Erkrankung bestätigt nicht schon die Bruxismushypothese. [19]

Zur Vertiefung: Knochenverlust, Zahnverlust und endodontische Schäden

Verhindert eine Schiene strukturelle Schäden?
Antwort
Eine verlässlich bezifferte klinische Verringerung von Zahnfrakturen, Restaurationsschäden oder Implantatverlust durch Schienen ist mit dieser Grundlage nicht belegt. Das widerlegt eine Schutzwirkung nicht, lässt ihren Umfang aber offen. [16] [15] [3] [51]
Welche Befunde tragen die Antwort?
Ein Versuch mit 16 Erwachsenen untersuchte beim maximalen Pressen Veränderungen von Kraft und Zahnkontakten durch Schienen; er verfolgte keine späteren klinischen Frakturen. [16] Ein Laborversuch mit 60.000 Belastungszyklen zeigte Materialabrieb, auch am Dentin. Ohne geeigneten schienenfreien klinischen Vergleich sagt das nicht, wie viele Zahnschäden eine Schiene verhindert. [15] Ein Review berichtet zwar weniger Prothesenmaterialverschleiß bei regelmäßiger Schienennutzung. Dieser Beobachtungszusammenhang liefert jedoch keinen isolierten Behandlungseffekt und ist kein Beleg für weniger Implantatverluste. [41] [51]
Wie belastbar ist die Antwort? Sehr gering
Studienlage: Ausgewertet, für diese Frage nicht ausreichend. Kraftmessung, Laborabrieb, Materialverschleiß und klinischer Zahn- oder Implantatverlust sind verschiedene Endpunkte. Die Übersichten begründen Schienen als vorsorgliche Schutzmöglichkeit, ohne daraus eine verlässliche klinische Schadenssenkung ableiten zu können. [16] [15] [3] [44] [51]
Welche Frage bleibt offen?
Weder die Größe eines möglichen Schutzeffekts noch die besonders profitierende Patientengruppe lässt sich aus diesen Befunden zuverlässig bestimmen; ein Schutzargument für Prothesenmaterial gilt nicht automatisch für Pulpa, Parodont oder Implantatüberleben. [3] [41] [44] [51]
Welche Konsequenz lässt sich begründen?
Wird eine Schiene zum Schutz vorgesehen, ist die Begründung vorsorglich und mechanistisch: Sie ist keine in diesen Studien nachgewiesene Garantie gegen Brüche oder Implantatverlust. Eine prozentuale Schadenssenkung lässt sich damit nicht versprechen. [3] [44] [51]

Einordnung der Konsequenz: Aus den Befunden fachlich abgeleitet.

Für wen gilt diese Einordnung?
Das konkrete Schutzziel und die tatsächliche Nutzung müssen zur herangezogenen Evidenz passen; Befunde zu einer bestimmten Schienengestaltung oder zu Prothesenmaterial lassen sich nicht auf jede Schiene und jeden Schadensendpunkt übertragen. [16] [41]

Zur Vertiefung: Was Labor- und Schienenstudien zur Schadensvermeidung beitragen

Welche Rolle spielt Säureexposition?
Antwort
Säureexposition ist ein möglicher zusätzlicher Mitverursacher des Verschleißes und kann neben Bruxismus bestehen. Wie viel Schaden jeweils auf Säure und mechanische Aktivität entfällt und ob sie einander klinisch verstärken, bestimmen diese Studien nicht. [4] [20] [2]
Welche Befunde tragen die Antwort?
In der Iowa-Auswertung waren selbstberichtete Parafunktionen mit aktenkundigem erosivem Verschleiß verbunden: adjustierte Odds Ratio 1,436 (95%-Konfidenzintervall 1,235–1,670). Das Modell berücksichtigte unter anderem Reflux, untersuchte aber keine Wechselwirkung zwischen Säure und mechanischer Aktivität. [2] Ein Review berichtet für Bruxismus zusammen mit langjähriger Refluxkrankheit höhere Odds schweren Verschleißes (4,70; 95%-Konfidenzintervall 2,04–10,83). Die Kombination zweier Expositionen erlaubt weder die Zurechnung zum Bruxismus allein noch einen sicheren Nachweis gegenseitiger Verstärkung. [20]
Wie belastbar ist die Antwort? Gering
Studienlage: Gestützt. Die Aussage stützt eine gemeinsame Ursachenbewertung. Ihre Präzision wird durch eingeschränkte Ernährungserfassung, nicht einheitlich kalibrierte Erosionsdiagnostik und unzureichend beschriebene Vergleichsbedingungen im Sekundärbericht begrenzt. [2] [20]
Welche Frage bleibt offen?
Ein nicht signifikanter Refluxbefund in einer einzelnen adjustierten Analyse widerlegt nicht die Rolle sämtlicher Säureexpositionen. Umgekehrt lässt sich allein aus einer chemisch oder mechanisch wirkenden Verschleißform ihre tatsächliche Ursache nicht sicher bestimmen. [2] [4]
Welche Konsequenz lässt sich begründen?
Bei vorhandenem Bruxismus ist die Ursachenklärung des Verschleißes deshalb nicht abgeschlossen. Ernährung, Reflux und Speichelbedingungen können eine zusätzliche Erklärung liefern; der gesamte Abtrag darf nicht automatisch dem Knirschen zugeschrieben werden. [10] [20]

Einordnung der Konsequenz: Aus den Befunden fachlich abgeleitet.

Für wen gilt diese Einordnung?
Die Form der Läsion ist ein Befund, kein eindeutiger Ursachentest. Mechanisch und chemisch erscheinende Veränderungen können bei derselben Person zusammen vorkommen. [4]

Zur Vertiefung: Wachbruxismus, Verschleißfortschritt und Säureexposition · Zur Vertiefung: Übertragbarkeit und klinische Zuordnung bei besonderen Patientengruppen

Wie ist die Sicherheit der Aussagen gemeint?

Die Sicherheit beschreibt, wie verlässlich die jeweilige Aussage ist. Die Studienbefunde zeigen, ob die ausgewerteten Ergebnisse sie stützen oder einander widersprechen. Auch eine gestützte Aussage kann noch unsicher sein. Dies ist eine begründete redaktionelle Einschätzung, keine formale GRADE-Bewertung (ein standardisiertes Verfahren zur Bewertung wissenschaftlicher Evidenz) und keine Einstufung der Stärke einer Behandlungsempfehlung.

Studien im Vergleich

Einordnung der im Artikel zitierten Quellen; Angaben gelten jeweils für die genannte Studie.
StudieDesignPopulationErfassungErgebnisse und UnsicherheitGrenzen
Factors associated with tooth wear in a Swedish adult population: a cross‑sectional study. [1]Bevölkerungsbezogene Querschnittsauswertung der Untersuchungsjahre 2013 und 2023. [1]646 Erwachsene aus Altersgruppen von 20–80 Jahren. [1]Gemeinsamer Selbstbericht zu Pressen oder Knirschen; Anteil verschlissener vorhandener Zähne. [1]Nach Berücksichtigung weiterer Modellvariablen 11,7 Prozentpunkte mehr betroffene Zähne, Unsicherheitsbereich 7,1–16,2; bei Dentinverschleiß 4,4 Prozentpunkte, 2,4–6,5. [1]Mögliche umgekehrte Kausalität, fehlende Reflux-/Ernährungsadjustierung und Auswahl vollständiger Datensätze. [1]
Retrospective analysis of risk indicators for erosive tooth wear in patients from Midwest US. [2]Retrospektive Fall-Kontroll-Studie. [2]5.449 Erwachsene; 3.089 vollständige Datensätze im Modell. [2]Selbstberichtete Parafunktionen; erosiver Zahnverschleiß aus Akten. [2]Parafunktionen waren mit häufiger dokumentiertem erosivem Verschleiß verbunden: adjustierte Odds Ratio 1,436, 95%-Konfidenzintervall 1,235–1,670; kein entsprechender prozentualer Zuwachs Betroffener. [2]Uneinheitliche Verschleißdiagnostik, eingeschränkte Ernährungserfassung und mögliche Auswahlverzerrung. [2]
Vertical Dimension in Prosthodontics Theory and Practice (Part III): Contemporary Clinical Protocols and Decision-Making for Loss of Vertical Dimension of Occlusion. [3]Narrative Übersicht zum Verlust der okklusalen Vertikaldimension, also der Bisshöhe. [3]In dieser Auswertung nicht eingeordnet.Qualitative Zusammenführung von Ursachen, Diagnostik und Rehabilitation. [3]Verschleiß kann bei erhaltener Bisshöhe bestehen; Schienenschutz überwiegend mit Konsensus und Biomechanik begründet. [3]Keine quantitative Synthese; allgemeine Überlebenszahlen tragen keinen bruxismusspezifischen Erwachsenenschätzer. [3]
Salivary Characteristics and Other Risk Factors Associated with the Severity of Chemical and Mechanical Tooth Wear in At-Risk Groups: A Cross-Sectional Study. [4]Querschnittsstudie verschiedener Risikogruppen. [4]147 Erwachsene, darunter 28 mit Schlafbruxismuszuordnung und 45 Kontrollen. [4]Selbstbericht und klinische Zeichen; getrennte Scores für chemische und mechanische Verschleißmuster. [4]Mechanischer Score pro Zahn 0,65 gegenüber 0,49, nicht signifikant verschieden; chemischer Score 0,91 gegenüber 0,19, signifikant höher. [4]Mögliche Auswahlzirkularität, Altersunterschiede, fehlende Kraftmessungen und begrenzt validierte Trennung der Verschleißmuster. [4]
Sleep Bruxism and Occlusal Function: A Case-Control Study Based on Polysomnography in Young Colombians. [5]Retrospektive Fall-Kontroll-Studie. [5]40 Studierende mit vorgesehenem Altersbereich von 18–35 Jahren. [5]Polysomnografisch bestätigter Schlafbruxismus; Verschleißfacetten als Ja-/Nein-Befund. [5]Facetten bei 14/20 gegenüber 15/20 Personen; kein signifikanter Unterschied. [5]Kleine Stichprobe, Altersunterschied trotz Matching und klinische Vorselektion; keine quantifizierte Verschleißprogression in den ausgewerteten Ergebnissen. [5]
Tooth Grinding in Older Adults: A Retrospective Cross-Sectional Study. [6]Retrospektive Querschnittsstudie elektronischer Patientenakten. [6]1.598 Antwortende ab 65 Jahren aus 12.550 Patienten. [6]Selbstberichtetes Zähneknirschen, nach Autoreneinordnung keine gesicherte Bruxismusdiagnose. [6]53,4 % der Antwortenden berichteten Knirschen; keine eigenen quantitativen Schadensendpunkte in den ausgewerteten Passagen. [6]87,3 % beantworteten die Frage nicht; Klinikstichprobe mit möglicher Dokumentations- und Auswahlverzerrung. [6]
AWAKE BRUXISM PREVALENCE ACROSS POPULATIONS: A SYSTEMATIC REVIEW AND META-ANALYSIS. [7]Systematischer Prävalenzreview mit Metaanalyse zu Wachbruxismus. [7]94 Studien; Erwachsene vorgesehen, einzelne Tabellenpopulationen schließen jedoch 17-Jährige ein. [7]Überwiegend Selbstauskunft, teilweise klinisch ergänzte Erfassung. [7]Prävalenzschätzer und einzelne sekundäre Verschleißassoziationen; keine eigene quantitative Synthese der genannten Restaurations- und Implantatschäden. [7]Heterogene Populationen und Erfassung sowie widersprüchliche Studienzahlen, Prävalenzangaben und Suchdaten. [7]
The Oral Findings and Dental Management of Patients with West Syndrome: A Case Series and Literature Review. [8]Retrospektive Fallserie. [8]14 Menschen mit West-Syndrom, 12–41 Jahre. [8]Beobachtung oder Betreuerbericht; klinische Munduntersuchung. [8]Vier Fälle in der gemeinsamen Kategorie Bruxismus/Attrition; ein Zahnfrakturfall. [8]Keine getrennte Erwachsenenauswertung oder individuelle Frakturzuordnung zu Bruxismus in den ausgewerteten Passagen. [8]
Non-Instrumental and Instrumental Tools Validity in Bruxism Diagnostics. [9]Klinische Diagnostik-Validierungsstudie. [9]227 Studierende, 20–45 Jahre; instrumentelle Untergruppe mit 48 Personen. [9]Fragebogen, klinischer Verschleißindex und 24-stündige elektrische Muskelaufzeichnung am Masseter. [9]Verschleißscores nach Fragebogeneinteilung unterschiedlich; instrumenteller Scorevergleich nicht signifikant, Kategorienvergleich hingegen signifikant. [9]Unklare Auswahl der Untergruppe, kurze Messung und widersprüchliche Tabellen zur Kategorienanalyse. [9]
Tooth wear and bruxism: A scoping review. [10]Scoping Review mit narrativer Synthese. [10]30 auf Erwachsene ausgerichtete klinische Arbeiten mit jeweils 8–2.529 Personen. [10]Heterogene Bruxismusverfahren und überwiegend abgestufte klinische Verschleißskalen. [10]Zwölf positive, fünf widersprüchliche und dreizehn negative Assoziationsbefunde; 90 % untersuchten vorhandenen Verschleiß. [10]Überwiegend Querschnitt, häufig unklares Verzerrungsrisiko und interne Widersprüche zur Längsschnittevidenz. [10]
Intraoral Scanning for Monitoring Dental Wear and Its Risk Factors: A Prospective Study. [11]Prospektive Einjahresstudie. [11]39 Erwachsene, 20–34 Jahre, überwiegend männlich. [11]Selbstberichtetes Tages-/Nachtknirschen; überlagerte intraorale Scans nach zwölf Monaten. [11]Bei Tagesknirschen mehr inzisaler Abtrag an 21: 156,3 gegenüber 84,8 µm; an 42: 100,0 gegenüber 54,3 µm; Nachtknirschen ohne signifikanten Zusammenhang. [11]Kleine Stichprobe, zahlreiche lokale Vergleiche und unberücksichtigte Wechselwirkungen; lineare Werte trotz Bezeichnung als Volumenverlust. [11]
Is sleep bruxism in obstructive sleep apnea only an oral health related problem? [12]Prospektiv rekrutierter klinischer Gruppenvergleich. [12]105 Erwachsene mit obstruktiver Schlafapnoe und mehr als 20 Zähnen. [12]Klinisch-anamnestische Schlafbruxismuszuordnung; eine Nacht Muskelmessung und klinischer Verschleiß. [12]Mehr schwer verschlissene Zähne in der Schlafbruxismusgruppe: durchschnittlich 2,46 gegenüber 0,55. [12]Verschleiß konnte die Gruppenzuordnung mitbestimmen; heterogene Vergleichsgruppe und beschränkte Übertragbarkeit. [12]
Sixty-month comperative evaluation of a glass hybrid restorative and a composite resin in non-carious cervical lesions of bruxist individuals. [13]Randomisierter Materialvergleich innerhalb derselben Patienten über fünf Jahre. [13]25 Erwachsene mit Bruxismus; nach fünf Jahren noch 15 Teilnehmer. [13]Klinische Bruxismuseinstufung; Retention und Qualitätsmerkmale direkter Zahnhalsrestaurationen. [13]Fünfjahresretention: Glashybrid 32/48, Komposit 36/49; kein signifikanter Materialunterschied. [13]Keine Gruppe ohne Bruxismus, selektive Ausfälle und keine fortlaufende Aktivitätsmessung; kein Schätzer des Bruxismuszusatzrisikos. [13]
Functional and aesthetical full-mouth rehabilitation of a patient with severely worn dentition and deep bite using minimally invasive approach in current vertical dimension: A 3-year follow-up. [14]Klinischer Einzelfall mit dreijähriger Nachbeobachtung. [14]54-jähriger Mann mit stark verschlissener Dentition. [14]Eigen-/Partnerbericht zu nächtlichem Pressen und Knirschen; qualitative Verlaufskontrolle. [14]Nach Rehabilitation keine beschriebenen Abplatzungen, Porzellanfrakturen oder Restaurationsverschleißzeichen. [14]Kombinierte Versorgung einschließlich Implantaten und Schiene; kein isolierter Schutzeffekt ableitbar. [14]
Wear effects between polymethyl methacrylate occlusal splints and opposing dentin surfaces during bruxism mimicking events. [15]Laborverschleißversuch. [15]Zwölf extrahierte Prämolaren mit präparierten Dentinflächen. [15]Dentin gegen heißpolymerisierten PMMA-Schienenkunststoff bei 50 N und zwei Zykluszahlen. [15]Nach 60.000 Zyklen mittlerer Abtrag 0,003 mm am Dentin und 0,033 mm am Kunststoff. [15]Unterschiedliche Proben und Messverfahren; kein schienenfreier Kontrollarm oder klinischer Präventionsendpunkt in den ausgewerteten Passagen. [15]
Neuromuscular and occlusion analysis to evaluate the efficacy of three splints on patients with bruxism. [16]Experimenteller Schienenvergleich bei denselben Teilnehmern. [16]16 Erwachsene, 20–45 Jahre, mit selbst angegebenem nächtlichem Bruxismus. [16]Kurze Muskelaufzeichnung, Bisskraft und Kontaktfläche beim angeleiteten maximalen Pressen. [16]Bisskraft ohne Schiene durchschnittlich 1.023 N; mit modifizierter anteriorer Schiene 141 N. [16]Kontaktgestaltung und Material variierten gemeinsam; keine klinischen Schadenspräventionsendpunkte in den ausgewerteten Ergebnissen. [16]
Sleep Bruxism and Orofacial Pain in Patients with Sleep Disorders: A Controlled Cohort Study. [17]Als kontrollierte Kohortenstudie bezeichneter klinischer Gruppenvergleich. [17]88 Erwachsene mit Schlafstörungen: 22 mit und 66 ohne Schlafbruxismusdiagnose. [17]Drei Nächte Polysomnografie mit Audio/Video; abgestufter klinischer Zahnverschleißindex. [17]Kein signifikanter Unterschied des klinischen Zahnverschleißes. [17]Fallzahl auf Schmerzschwelle geplant; Wachbruxismus nicht untersucht und akute schmerzhafte Frakturen ausgeschlossen. [17]
Validation of a new diagnostic method for quantification of sleep bruxism activity. [18]Monozentrische diagnostische Validierung. [18]45 Erwachsene; zehn mit polysomnografisch klassifiziertem Schlafbruxismus. [18]Zwei Nächte Polysomnografie und separat fünf Nächte diagnostische Mehrschichtfolie. [18]Mittlerer Folien-Pixel-Score 1.306 gegenüber 381; abgetragenes Folienvolumen 1,10 gegenüber 0,30 mm³. [18]Gemessen wurde Folienabrieb; keine klinischen Zahnschadens- oder Präventionsendpunkte in den ausgewerteten Ergebnissen. [18]
Apical periodontitis after intense bruxism. [19]Klinischer Einzelfallbericht. [19]28-jähriger Mann mit zwei betroffenen Molaren. [19]Anamnestisches nächtliches Pressen; klinische und konventionelle radiologische Befunde. [19]Apikale Parodontitis an 36 und 46; Besserung unter endodontischer Behandlung. [19]Bruxismusursache als Ausschlussdiagnose interpretiert; kein gesicherter Rissausschluss oder vergleichender Risikoschätzer. [19]
Correlation between Bruxism and Gastroesophageal Reflux Disorder and Their Effects on Tooth Wear. A Systematic Review. [20]Systematischer Review zu Reflux, Bruxismus und Zahnverschleiß. [20]Fünf Publikationen einschließlich Fallbericht und zwei Reviews; Altersbezug zentraler Primärbefunde offen. [20]Sekundär wiedergegebene Kombinationen von Bruxismus und Refluxdauer. [20]Mehr schwerer Verschleiß bei kombinierter Exposition: adjustierte Odds Ratio 4,70, 95%-Konfidenzintervall 2,04–10,83; kein isolierter Bruxismuseffekt. [20]Unklare Referenzgruppen und Modellvariablen sowie widersprüchliche Qualitätsbewertung. [20]
Polymorphic variants in genes related to stress coping are associated with the awake bruxism. [21]Genetische Fall-Kontroll-Studie mit klinischer Befunderhebung. [21]104 ausgewählte Erwachsene mit wahrscheinlichem Wachbruxismus, über 18 bis 40 Jahre. [21]Fragebogen und klinische Auswahlzeichen einschließlich Verschleiß und restaurativer Misserfolge. [21]Tabellenwerte: Frontzahnattrition 78/104, Seitenzahnattrition 44/104 und Schmelzbefund 82/104. [21]Auswahlzirkularität, abweichende Frontzahnhäufigkeit im Text und wechselnde Bezeichnung als Schmelzrisse oder Kratzer. [21]
Is dopaminergic medication dose associated with self-reported bruxism in Parkinson's disease? A cross-sectional, questionnaire-based study. [22]Querschnittliche Fragebogen-Sekundäranalyse. [22]Ausgangsstichprobe: 395 Parkinson-Erkrankte, mittleres Alter 67,9 Jahre. [22]Möglicher Wach-/Schlafbruxismus und Zahnverschleiß durch Selbstauskunft. [22]Subjektiver Verschleiß war mit häufiger berichtetem Bruxismus verbunden; adjustierte Odds Ratios 1,87 für Wach- und 12,49 für Schlafbruxismus als modelliertes Ergebnis. [22]Keine zukünftigen Verschleißrisiken; widersprüchliche Analysefallzahlen und mögliche Verwechslung mit medikamentös bedingten Dyskinesien. [22]
Oral Manifestations of Rett Syndrome-A Systematic Review. [23]Systematischer Review oraler Manifestationen des Rett-Syndroms. [23]22 heterogene Publikationen; konkrete schwere Attritionsfälle überwiegend bei Kindern. [23]Sekundärberichte aus Fallberichten, Fallserien und klinischen Vergleichen. [23]Ausgeprägter Verschleiß bei einzelnen Kindern mit Bruxismus beschrieben. [23]Keine separat erwachsenenspezifischen Bruxismus-Schadensschätzer in den ausgewerteten Passagen. [23]
Fractures of implant fixtures: a retroscccpective clinical study. [24]Retrospektive Serie entfernter frakturierter Implantatkörper. [24]Zwölf Erwachsene, 28–88 Jahre, mit 13 frakturierten Implantaten. [24]Akten und Röntgenaufnahmen; retrospektiv dokumentierte Parafunktionen. [24]Zwei Implantatfrakturen bei einem Patienten mit Schlafbruxismus; vorausgehend wiederholte Schraubenlockerungen. [24]Nur Frakturfälle und mögliche Untererfassung der Exposition; kein nach Bruxismusstatus vergleichendes Risiko. [24]
Bruxism, Related Factors and Oral Health-Related Quality of Life Among Vietnamese Medical Students. [25]Querschnittliche Befragung mit klinischer Untersuchung. [25]568 Medizinstudierende, mittleres Alter 22,2 Jahre. [25]Möglicher Bruxismus durch Selbstauskunft; sichtbare Attrition klinisch. [25]Starke Attritionsassoziation mit Bruxismus als modelliertem Ergebnis: adjustierte Odds Ratio 14,25, 95%-Konfidenzintervall 8,19–24,80. [25]Subjektiver Verschleiß konnte die Schlafbruxismusklassifikation bereits begründen; kein Schätzer zukünftiger Zahnschäden. [25]
Bruxism Throughout the Lifespan and Variants in MMP2, MMP9 and COMT. [26]Registerbasierter Erwachsenen-Fall-Kontroll-Vergleich. [26]69 Bruxismusfälle und 280 Kontrollen; auswertbare Nenner je Merkmal kleiner. [26]Diagnosecode für selbstberichtetes Nachtknirschen; klinische Aktenmerkmale als vorhanden oder fehlend. [26]Attrition häufiger; Zahnfrakturen bei 7/68 gegenüber 25/276, ohne gesicherten Zusammenhang und mit breitem Unsicherheitsbereich. [26]Bruxismus ist Modellendpunkt; mögliche Untererfassung und Restkonfundierung. [26]
Contemporary full-mouth rehabilitation using a digital smile design in combination with conventional and computer-aided design/manufacturing restorative materials in a patient with bruxism: A case report. [27]Klinischer Rehabilitationsfall mit zweijähriger Nachbeobachtung. [27]47-jähriger Mann mit langjährigem Verschleiß und beschriebenem Bruxismus. [27]Klinischer Ausgangs- und Verlaufsbericht; Bruxismus als Gewohnheit beschrieben. [27]Nach umfassender Kronenversorgung über zwei Jahre keine beobachteten Komplikationen. [27]Mehrere Materialien, Bisshöhenänderung, Botulinumtoxin und zeitweise Schienennutzung verhindern eine isolierte Wirksamkeitszuordnung. [27]
Tooth Wear Is Frequent in Adult Patients with Celiac Disease. [28]Fall-Kontroll-Analyse nach Zöliakiestatus. [28]49 erwachsene Zöliakiepatienten und 51 Kontrollen. [28]Klinischer unspezifischer Verschleiß nach Smith und Knight. [28]Verschleiß bei 9/49 gegenüber 3/51; berichtetes p = 0,05 bei festgelegter Grenze p < 0,05. [28]Kleine Stichprobe; keine Bruxismuserfassung oder Vergleiche nach Bruxismusstatus in den ausgewerteten Passagen. [28]
Severe tooth wear in Prader-Willi syndrome. A case-control study. [29]Gematchte Fall-Kontroll-Studie mit einmaliger Untersuchung. [29]49 Menschen mit Prader-Willi-Syndrom und 49 Kontrollen; je 26 Erwachsene. [29]Eigen-/Betreuerbericht zu Knirschen; klinische Verschleißindizes. [29]Mehr Verschleiß bei berichtetem Knirschen innerhalb der altersgemischten Syndromgruppe; umfassende Überkronung bei sieben von 26 Erwachsenen beschrieben. [29]Keine getrennte erwachsenenspezifische Knirschassoziation; konkurrierender Reflux und mögliche Überschätzung durch überkronte Zähne. [29]
Dental erosion caused by gastroesophageal reflux disease: a case report. [30]Klinischer Einzelfallbericht. [30]54-jähriger Mann mit bestätigtem Reflux und anamnestischem Bruxismus. [30]Klinischer Verschleißindex, diagnostische Modelle und endoskopische Refluxbestätigung. [30]Generalisierter dentinbeteiligender Verschleiß; günstiger Zweijahresverlauf nach kombinierter Behandlung. [30]Schadensanteile von Reflux und Bruxismus nicht trennbar; kein isolierter Schienen- oder Verblockungseffekt. [30]
Prosthodontic rehabilitation of a bruxer patient with severely worn dentition: a clinical case report. [31]Klinischer Einzelfallbericht. [31]54-jährige Frau mit beschriebenem Bruxismus und Pressen. [31]Klinische/radiologische Untersuchung und Modelle; keine standardisierte Bruxismusmessung in den ausgewerteten Passagen. [31]Schwerer Verschleiß; nach einem Jahr keine beschriebenen Probleme an Zähnen oder Restaurationen. [31]Mehrere angenommene Verschleißursachen und kombinierte Rehabilitation begrenzen die Ursachenzuordnung. [31]
Clinical associations of temporomandibular disorder and bruxism related symptoms with periodontal disease progression. [32]Retrospektive Auswertung prospektiv erhobener parodontaler Verlaufsdaten. [32]148 behandelte Erwachsene; 30 mit kombiniertem Screening auf Kausystemstörungen oder Bruxismuszeichen. [32]Klinischer Symptomscore; Zahnverlust und radiologischer Knochenverlust über durchschnittlich 72 Monate. [32]Kein gesicherter Zusammenhang mit Zahnverlust: Verhältnis der adjustierten Verlustraten 1,09, 95%-Konfidenzintervall 0,80–1,47. [32]Unspezifische Exposition, geringe Teststärke für den interessierenden Prädiktor und widersprüchliche Einzelangaben. [32]
Incidence of Cracked Teeth Before, During, and After the Covid-19 Pandemic-A Retrospective Analysis in a German Private General Practice. [33]Retrospektiver Periodenvergleich einer deutschen Allgemeinpraxis, 2018–2023. [33]Daten von 4.709 Patienten; mittleres Alter der Frakturpatienten 53,92 Jahre. [33]Symptomatische Risse und Frakturen, bestätigt durch Mikroskop und Transillumination. [33]401 Frakturereignisse an 378 Zähnen; kein signifikanter Anstieg während gegenüber vor der Pandemie. [33]Keine individuelle Bruxismusmessung oder gesicherte reine Erwachsenenabgrenzung; nur zwei Jahreswerte je Vergleichsperiode. [33]
Relationship between bite force, bruxism, and fractures of teeth and dental restorations. [34]Klinische Langzeitnachuntersuchung einer früheren Implantatkohorte. [34]51 Erwachsene: 30 historisch als wahrscheinlicher Bruxismus klassifiziert und 21 Kontrollen. [34]Verblindete Erfassung vorhandener Zahn-/Verblendkeramikfrakturen und willkürlicher maximaler Bisskraft. [34]Einheitenbezogener Frakturanteil 7,3 % gegenüber 3,5 %, knapp signifikant; absolute Frakturzahl 1,8 gegenüber 1,0, nicht signifikant. [34]Starker Teilnehmerverlust und gemeinsamer Frakturendpunkt; in den ausgewerteten Volltextpassagen einschließlich Tabelle 1 werden keine Konfidenzintervalle der Gruppenunterschiede und kein umfassend adjustierter Bruxismusschätzer ausgewiesen. [34]
Relationship between Behavior and Periodontal Health Self-Perception in Diabetic and Non-Diabetic Patients from Transylvania, Romania-A Self-Report Study, including The Desire to Use a Mobile App for Oral Care Improvements. [35]Querschnittliche Fragebogenstudie. [35]182 Erwachsene, davon 72 mit Diabetes. [35]Selbstberichtetes Knirschen, Gingivablutung und Mobilität; keine klinische Parodontaluntersuchung. [35]Bruxismus mit berichteter Gingivablutung verbunden; der Mobilitätsbefund betrifft eine Sammelkategorie von Parafunktionen. [35]Subjektive Symptome; widersprüchliche Modellbezeichnung als Zahnmobilität beziehungsweise Zahnverlust. [35]
X-ray dark-field tomography reveals tooth cracks. [36]Ex-vivo-Machbarkeitsstudie zur Röntgen-Dunkelfeldtomografie. [36]Drei extrahierte Zähne verschiedener Spender. [36]Experimenteller Bildkontrast an chemisch und thermisch präparierten Zähnen. [36]Risse im Streusignal deutlicher sichtbar als im Abschwächungssignal; die Prozentwerte betreffen lokalen Bildkontrast. [36]Kein Bruxismusvergleich in der ausgewerteten Extraktion; lange Messzeit und nicht routinetaugliche Strahlendosis. [36]
Biomechanical Evaluation of Different Posterior Mandibular Implant Configurations Under Bruxism: An FEA Study. [37]Finite-Elemente-Analyse: rechnerische Spannungsprüfung an 20 Modellen mit 80 Lastanalysen. [37]Keine klinischen Teilnehmer; modellierte Unterkieferregion 44–46. [37]Statische Kräfte und berechnete Spannungen bei vollständig verbundenen Grenzflächen. [37]Höhere Spannungen unter stärkeren Lasten; ungünstigere Verteilung bei distalen Cantilevern. [37]Nicht unabhängig validiertes Modell; keine Vorhersage tatsächlicher Frakturen oder Lockerungen. [37]
Dental Implants in Patients with Functional Diversity Under a Strict Prevention Protocol: A Retrospective Pilot Study. [38]Retrospektive Pilotstudie mit Vergleich nach funktioneller Beeinträchtigung. [38]20 Erwachsene mit 63 Implantaten unter engem Erhaltungsprogramm. [38]Dokumentierter wahrscheinlicher Bruxismus; Implantaterfolg und radiologischer Knochenverlust. [38]Ein Implantatverlust; keine signifikanten Gruppenunterschiede von Erfolg oder Knochenverlust. [38]Kleine Stichprobe und widersprüchliche Knochenverlustangaben; in den ausgewerteten Volltextpassagen einschließlich beider Tabellen werden keine nach Bruxismusstatus getrennten Verlust- oder Knochenverlustergebnisse berichtet. [38]
Root Canal Treatment After Fixed Prosthodontic Restorations: A Retrospective Observational Study. [39]Retrospektive Untersuchung nach späterer Wurzelkanalbehandlung ausgewählter Fälle. [39]478 Erwachsene mit 588 Zähnen nach Kronen-/Brückenversorgung und anschließender Wurzelkanalbehandlung. [39]Aktenbasierter Bruxismus; klinische und radiologische Indikation zur Wurzelkanalbehandlung. [39]Bruxismus in zehn Zahndatensätzen dokumentiert; seine mögliche Rolle nach Autorenbewertung nicht sinnvoll beurteilbar. [39]Keine Vergleichsgruppe vital gebliebener überkronter Zähne und kein geeigneter Nenner für eine Risikoschätzung. [39]
Microstructure-Dependent Rotational Wear of Dental Glass-Ceramics Under Low Humidity. [40]Experimenteller Rotationsverschleißvergleich von fünf Glaskeramiken. [40]Standardisierte Materialproben; drei unabhängige Versuche je Material und Zykluszahl. [40]Zirkonoxidkugel, 50 N und 30° Rotation; mikroskopische Verschleißmessung. [40]Nach 100.000 Zyklen Extremwerte von 0,005 mm³ bei Lithiumdisilikat und 0,051 mm³ bei Leuzitkeramik. [40]Trockene, bewusst verstärkte Belastung; keine klinische Materiallebensdauer oder Schadensrate ableitbar. [40]
Particularities of the implant-supported prosthesis in patients with bruxism: systematic review of the literature. [41]Systematischer Review mit qualitativer Zusammenstellung von 20 Kohorten. [41]Heterogene Implantatpopulationen; eine Kohorte schließt Minderjährige ein. [41]Unterschiedliche Bruxismusdiagnosen; technische Komplikationen und Implantat-/Prothesenversagen. [41]Mehrere positive Assoziationen; zugleich Gegenbefunde zu Implantatversagen und mechanischen Komplikationen. [41]Sekundärberichte mit unterschiedlichen Bezugsgrößen und Nachbeobachtungen sowie widersprüchlichen Teilnehmer- und Erfolgsangaben. [41]
Risk Factors Associated with Complications in Fixed Partial Dentures. [42]Retrospektive Querschnittsstudie bereits komplikationsbelasteter Brücken. [42]306 Patienten, mittleres Alter 57,67 Jahre; konventionelle zahngetragene Brücken. [42]Wahrscheinlicher Bruxismus durch Fragebogen und Untersuchung; zusammengefasste Komplikationsbereiche. [42]Berichteter technischer Unterschied von 89,36 % gegenüber 81,36 % wegen widersprüchlicher Gruppensummen nicht sicher zuordenbar. [42]Vorselektion, ausschließlich bivariate Vergleiche und inkonsistente biologische beziehungsweise ästhetische Endpunkte. [42]
Bruxism Simulation in Aligner Therapy: Effects on Restored Posterior Teeth. [43]Ex-vivo-Belastungsvergleich restaurierter Molaren mit Alignern. [43]Laut Methodik 34 extrahierte Molaren; widersprüchliche Angaben zur tatsächlich analysierten Stichprobe. [43]10 gegenüber 70 N; geometrische Scanabweichungen und Aligner-Dickenverlust nach zyklischer Belastung. [43]Größere Scanabweichung und um 0,0181 mm höherer Aligner-Materialverlust unter stärkerer Last. [43]Geometrische Ersatzendpunkte, unklare Paaranalyse und mehrere Aligner desselben Zahns; keine klinische Ausfallrate. [43]
Bruxism in implant-supported rehabilitations: a narrative review of clinical complications and management strategies. [44]Narrativer Review implantatgetragener Rehabilitationen. [44]Unterschiedliche Einzel-, Teil- und Gesamtbogenversorgungen. [44]Sekundärberichte klinischer und biomechanischer Untersuchungen. [44]Referierte Odds Ratio 2,2 für Implantatversagen, 95%-Konfidenzintervall 1,337–3,583; Knochenverlustassoziationen als begrenzt beziehungsweise gering beschrieben. [44]Uneinheitliche Diagnosen; überwiegend retrospektive und biomechanische Grundlage mit begrenzter individueller Übertragbarkeit. [44]
Under pressure: Unraveling the impact of occlusal overload on peri-implant health-A systematic review. [45]Systematischer Überlastungsreview mit narrativer Synthese. [45]Methodisch auf erwachsene Implantatpatienten ausgerichtet; Tabellen enthalten dennoch Tierexperimente. [45]Heterogene Belastungsdefinitionen und radiologische beziehungsweise biomechanische Endpunkte. [45]Narrative Knochenverlustangaben; keine bruxismusspezifischen Vergleichsschätzer in den ausgewerteten Passagen. [45]Widersprüchliche Auswahlzeiträume, Tierdaten trotz Ausschluss und problematische Zuordnung von Knochenverlust zu Rechenmodellen. [45]
Fracture Resistance of Provisional Crowns: A Finite Element Analysis of a Semi-Permanent Resin-A Pilot Study. [46]Finite-Elemente-Vergleich provisorischer Kronenmaterialien. [46]20 standardisierte Computermodelle eines Oberkiefermolaren. [46]Berechnete Spannung im Verhältnis zur Materialfestigkeit bei vorgegebenen Lasten. [46]Im 800-N-Szenario lagen alle tabellierten Festigkeitsausnutzungen über 100 %; dies sind keine Frakturwahrscheinlichkeiten. [46]Widersprüchliche Festigkeitswerte, Spannungsrangfolgen und Sicherheitsformulierungen; klinische Validierung erforderlich. [46]
Dental Implant Failure Risk in Patients with Bruxism-A Systematic Review and Meta-Analysis of the Literature. [47]Systematischer Review mit Sechs-Studien-Metaanalyse. [47]15 eingeschlossene Studien; ausschließlich erwachsenenspezifische Poolergebnisse in den ausgewerteten Passagen nicht ausgewiesen. [47]Heterogene Bruxismusdiagnosen und unterschiedliche Implantat-/Versorgungsendpunkte. [47]Berichteter mittlerer Zusammenhang: Odds Ratio 4,68, 95%-Konfidenzintervall 2,70–8,12; Prädiktionsintervall für weitere Populationen 0,82–26,76. [47]Fragliche Einheitlichkeit von Endpunkten und Effektmaßen, mögliche Kohortenüberlappung und nicht anhand der Bildunterschrift prüfbare Analysedaten. [47]
Clinical Factors on Dental Implant Fractures: A Systematic Review. [48]Systematischer Review von sechs retrospektiven Studien; Fließtext und Tabelle bezeichnen sie unterschiedlich als Fall-Kontroll-Studien beziehungsweise Kohorten ohne Kontrollgruppe. [48]Die ausgewerteten Auswahlkriterien erlaubten Implantatpatienten jeden Alters. Für Stoichkov 2018 werden 101 Patienten mit 218 Implantaten genannt; eine ausschließlich erwachsene Bruxismuspopulation ist damit nicht gesichert. [48]Sekundär berichtete klinische Implantatkörperfrakturen, bei Stoichkov über drei bis zehn Jahre. Operationalisierte Bruxismuskriterien und eine Trennung von Wach- und Schlafbruxismus werden in den ausgewerteten Volltextpassagen einschließlich der fünf Tabellen nicht ausgewiesen. [48]Für Stoichkov werden fünf Implantatfrakturen berichtet. Die Diskussion schreibt Bruxismus 80 % der Frakturen zu; dies ist kein Frakturrisiko für Menschen mit Bruxismus und kein gesicherter kausaler Anteil. Für Lee wird ein nicht signifikanter Zusammenhang zwischen Schraubenlockerung und Implantatfraktur referiert. [48]Retrospektive Sekundärberichte mit uneinheitlichen Designbezeichnungen, Populationen und Beobachtungszeiten. Unterschiedliche Ergebnisse zum Knochenaufbau begründen keine allgemeine Schutzwirkung; auch der beschriebene Planungsvorteil verblockter Kronen ist kein Nachweis einer Frakturprävention bei Bruxismus. [48]
Oral management for a patient with trismus accompanied by Isaacs' syndrome: a case report. [49]Klinischer Einzelfallbericht mit einer Nachbeobachtung von drei Jahren und neun Monaten. [49]36-jähriger Mann mit Isaacs-Syndrom; die neurologische Diagnose wird in der Vorgeschichte zunächst als vorläufig bezeichnet. Die schmerzfreie Mundöffnung betrug bei Erstvorstellung 20 mm. [49]Nächtliches Pressen durch Eigenbericht; Zahnrisse qualitativ beschrieben. Eine instrumentelle Bruxismusmessung und eine numerische oder standardisierte Rissklassifikation werden in den ausgewerteten Volltextpassagen nicht angegeben. [49]Zahlreiche Zahnrisse wurden beschrieben. Ein bereits wurzelkanalbehandelter und überkronter Molar mit chronischer apikaler Parodontitis wurde unter besonderen Behandlungsbedingungen extrahiert; danach erfolgten Brücken- und Schienenversorgung. Eine Verursachung der Risse oder des Zahnverlusts durch Bruxismus ist damit nicht belegt. [49]Einzelner Patient mit besonderer neurologischer Erkrankung und eingeschränkter Mundöffnung. Vergleichende Risikoschätzer, Implantatendpunkte und eine quantifizierte frakturverhindernde Schienenwirkung sind in den ausgewerteten Volltextpassagen nicht dokumentiert. [49]
Maxillary Sinus Augmentation with Xenogenic Collagen-Retained Heterologous Cortico-Cancellous Bone: A 3-Year Follow-Up Randomized Controlled Trial. [50]Randomisierter Vergleich zweier Augmentationsmaterialien auf den beiden Oberkieferseiten derselben Patienten über drei Jahre. [50]Zwölf Erwachsene, sechs Frauen und sechs Männer, im Mittel 59,7 ± 8,7 Jahre, mit beidseitiger posteriorer Oberkieferzahnlosigkeit und 1–5 mm Restknochenhöhe; 39 Implantate insgesamt. [50]Porcines Knochenersatzmaterial mit 10 % Kollagen gegenüber eigenem intraoralem Knochen. Klinische und radiologische Kontrollen nach einem und drei Jahren sowie halbjährliche Erhaltung; Knochenstand auf anhand der Implantatlänge kalibrierten periapikalen Aufnahmen. Bruxismus wurde bei Komplikationen als mögliche Erklärung genannt; operationalisierte Kriterien und ein Vergleich nach Bruxismusstatus werden in den ausgewerteten Passagen einschließlich Tabelle 1 nicht berichtet. [50]Bei einem Patienten frakturierten beide Keramikbrücken, 16 Schrauben und beidseits je eine Multi-Unit-Komponente. Für zehn verbliebene Patienten wurde dennoch 100 % Prothesenüberleben nach drei Jahren berichtet. Ein Implantat auf der Seite mit Knochenersatzmaterial heilte nicht ein; keine weiteren Verluste, Implantatüberleben 95 % gegenüber 100 % beim eigenen Knochen. Dreijahres-Knochenwerte beim eigenen Knochen gegenüber Ersatzmaterial: mesial 0,53 ± 0,73 gegenüber 0,50 ± 0,71 mm, distal 0,65 ± 0,66 gegenüber 0,76 ± 0,58 mm. Die ±-Angaben bezeichnen Standardabweichungen als Streuungsmaße. Die Veränderung über die Zeit war signifikant, unterschied sich aber nicht signifikant zwischen den Materialien; Interaktion von Zeit und Material mesial p = 0,985, distal p = 0,540. [50]Die Randomisierung prüfte Augmentationsmaterialien, keine Bruxismus- oder Schienenwirkung. Schwere technische Ereignisse konzentrierten sich auf einen Patienten; zwei Patienten verstarben. Die Knochenanalyse umfasste nur 15 Implantate je Material und schloss ein periimplantitisch erkranktes Implantat sowie Implantate ausgeschiedener Patienten aus. Positive Ausgangswerte verhindern die Deutung der Dreijahreswerte als gesamten neu entstandenen Verlust. [50]
Bruxism and dental implants: A systematic review and meta-analysis. [51]Systematischer Review mit Metaanalyse von 27 Studien, publiziert 2003–2022: drei als randomisiert bezeichnete Studien, zehn prospektive und 14 retrospektive Untersuchungen. Die Bruxismusexposition war nicht randomisiert. Recherche im Oktober 2021, aktualisiert im September 2022; graue Literatur wurde nicht durchsucht. [51]2.105 Implantate in der Bruxismusgruppe und 10.264 in der Vergleichsgruppe; moderne Schraubenimplantate aus Titan oder Titanlegierungen. Einzelne Kohorten beginnen bei 16 beziehungsweise 17 Jahren, sodass der Gesamtschätzer nicht ausschließlich Erwachsene betrifft. Für 23 Studien zusammenfassend 55,8 ± 40,7 Monate Nachbeobachtung, Spanne 8,3–154,8 Monate; die Gesamtzahlen bilden keinen einheitlichen Beobachtungszeitraum ab. [51]Nach Autoreneinordnung mindestens wahrscheinlicher Bruxismus, jedoch unterschiedliche Diagnosekriterien und einzelne abweichende Tabellenbeschreibungen. Eine vollständige Polysomnografie wird in den ausgewerteten Passagen für keine eingeschlossene Studie berichtet. Versagen bedeutete Verlust oder notwendige Entfernung des Implantats, einschließlich früher Einheilungsfehler und Implantatkörperfrakturen; statistische Einheit war das Implantat. [51]Mehr Implantatversagen in der Bruxismusgruppe: 138/2.105 gegenüber 352/10.264 Implantaten; zusammengefasste Odds Ratio 2,189, 95%-Konfidenzintervall 1,337–3,583, p = 0,002. Das Verhältnis beschreibt die Odds des Versagens und keine entsprechend vervielfachte persönliche Verlustwahrscheinlichkeit. Die Uneinheitlichkeit der Ergebnisse betrug I² = 50,491 %; die Nachbeobachtungsdauer war nicht signifikant mit der Odds Ratio verbunden, p = 0,272. Für marginalen Knochenverlust berichteten 18 Studien keine ausreichend nach Bruxismusstatus getrennten Daten für eine Metaanalyse. [51]Unterschiedliche Bruxismusdiagnosen, teilweise schadensgestützte Klassifikation und nicht isolierbare Begleitrisiken begrenzen den Ursachenschluss; nur eine Studie untersuchte den Bruxismusvergleich gezielt mit gematchten Gruppen. Die positive Qualitätsbewertung steht neben unklaren statistischen Verfahren und nicht fortlaufend eingeschlossenen Patienten. Fehlende klare grafische Asymmetrie schließt Publikationsbias nicht aus. Der Versagensschätzer gilt nicht gesondert für Knochenverlust oder technische Probleme der Suprakonstruktion. [51]
Difference in marginal bone loss around implants between short implant-supported partial fixed prostheses with and without cantilever: a retrospective clinical study. [52]Retrospektive Aktenauswertung einer prothetischen Spezialklinik mit Implantatbehandlungen von 1980–2018; Hauptfrage war der Knochenverlauf bei Versorgungen mit und ohne Freiendglied. [52]139 Patienten mit 164 dreigliedrigen Versorgungen auf 427 Implantaten. Alter bei Implantation 58,7 ± 13,7 Jahre, Spanne 15,6–84,0; Nachbeobachtung 132,9 ± 77,3 Monate, Spanne 36,8–329,9. Die ±-Werte bezeichnen die Streuung als Standardabweichung. Verfügbare Bruxismusangaben betrafen 45 Implantate mit und 294 ohne Bruxismuszuordnung, keine entsprechenden Patientenzahlen. [52]Wahrscheinlicher Bruxismus durch Anamnese und klinische Untersuchung. Marginaler Knochenverlust als radiografische Veränderung zum Ausgangsbefund aus gemittelten mesialen und distalen Abständen; negative Werte bedeuten Verlust. Ein gemischtes Modell sollte mehrere Versorgungen derselben Person berücksichtigen und bezog vorausgewählte weitere Einflussgrößen ein. [52]Wahrscheinlicher Bruxismus war auch nach Berücksichtigung weiterer Modellvariablen mit ungünstigerem Knochenverlauf verbunden: F = 40,013, p < 0,001. Unadjustierte monatliche Änderungen: −0,00745 mm mit gegenüber −0,00682 mm ohne Bruxismus; Steigungsvergleich p = 0,006. Auch Freiendglied, Geschlecht, Implantatoberfläche und Knochenqualität waren im gemischten Modell signifikant; Alter und Knochenquantität nicht. Eine adjustierte zusätzliche Verlustgröße in Millimetern mit Konfidenzintervall wird in den ausgewerteten Passagen einschließlich Tabellen 1–7 nicht berichtet. [52]Nur erhaltene Implantate mit mindestens 36 Monaten radiografischer Nachbeobachtung; Patienten mit entsprechender Parodontitisvorgeschichte ausgeschlossen. Retrospektive Dokumentationslücken und später mögliche Periimplantitis verhindern eine sichere mechanische Ursachenzuordnung. Keine formale Fallzahlplanung. Tabelle 1 nennt 94 Freiendimplantate, ihre Alterskategorien ergeben jedoch 95. Separate Schätzer für Erwachsene oder Wach- und Schlafbruxismus sind in den ausgewerteten Passagen nicht ausgewiesen. [52]

Methodik und Prüfstand

Veröffentlicht am 13. September 2026. Der Artikel verwendet die bereits ausgewerteten Quellen des laufenden Rechercheprojekts. Die Recherche ist noch nicht abgeschlossen; diese Veröffentlichung ist keine vollständige systematische Übersicht.

Der Text wurde aus bereits ausgewerteten und belegten Aussagen erstellt; die Zitatzuordnung wurde technisch geprüft. Die unabhängige fachliche Prüfung dieser Artikelfassung steht noch aus.

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