Praxis-Kurzfassung
- Wie belastbar ist der Zusammenhang zwischen Stress und Wachbruxismus?
Mehrere Studien finden bei höherem Stress häufiger berichteten Wachbruxismus; eine kleine Studie zeigt zusätzlich Zusammenhänge mit gemessener Muskelaktivität. [5] [29] [31] Wie deutlich der Zusammenhang nach Berücksichtigung weiterer Merkmale bleibt, unterscheidet sich zwischen den Studien. [38] [45]
Was sich daraus nicht schließen lässt: Die Befunde erklären weder sicher den Bruxismus eines einzelnen Patienten noch beweisen sie, dass Stressbehandlung dessen Aktivität vermindert. [31] [38]
- Wie belastbar ist der Zusammenhang zwischen Stress und Schlafbruxismus?
Für berichtetes nächtliches Pressen oder Knirschen finden sich positive Zusammenhänge, während kleine Schlafaufzeichnungs- und Folienstudien keinen statistisch gesicherten Stresszusammenhang zeigen. [22] [16] [11] Auch die Berücksichtigung weiterer Merkmale bestätigt die Beziehung nicht durchgehend; ein Zusammenhang bei stärker belasteten Patienten bleibt dennoch möglich. [38] [45] [16]
Was sich daraus nicht schließen lässt: Nichtsignifikante Ergebnisse sind kein allgemeiner Ausschluss einer Beziehung; Selbstbericht und gemessene Muskelaktivität dürfen zugleich nicht als gleichwertige Stressbefunde gelten. [16] [22]
- Belegen die Studien, dass seelischer Stress Bruxismus verursacht?
Eine allgemeine Ursache-Wirkungs-Aussage für aktuellen Alltagsstress ist nicht belegt. [1] [29] [45] Genetische Ergebnisse sprechen für einen möglichen Beitrag erhöhter Stressanfälligkeit, sofern die verwendeten genetischen Varianten die erforderlichen Voraussetzungen erfüllen. [18]
Was sich daraus nicht schließen lässt: Der gegenläufige Gruppenverlauf widerlegt keine individuelle Beziehung, und genetische Hinweise sagen die Wirkung einer konkreten Stressbehandlung nicht voraus. [29] [18] Tiermodelle und theoretische Endotypen begründen noch keine individuelle Ursachendiagnose oder darauf gestützte Behandlung. [39] [46]
- Was erlaubt ein Stressbefund über die Bruxismusdiagnose auszusagen?
Ein erhöhter Stresswert bestätigt keine bestimmte Bruxismusaktivität; die untersuchten Erfassungsverfahren ordnen dieselben Personen teilweise unterschiedlich ein. [14] [16] Ob eine Studie Muskelmessungen verwendet, genügt deshalb nicht: Entscheidend ist, ob ihr Stressbefund tatsächlich auf diesen Messwerten beruht. [21]
Was sich daraus nicht schließen lässt: Die Ergebnisse rechtfertigen keine Gleichsetzung von Stressfragebogen, Beschwerden und gemessener Muskelaktivität und prüfen keine universelle diagnostische Schwelle für Stress. [14] [20] [21]
- Belegen Zahnverschleiß oder Zahnrisse einen stressbedingten Bruxismus?
Diese Befunde zeigen nicht belastbar, dass seelischer Stress über Bruxismus den jeweiligen Zahnschaden verursacht hat. [2] [30]
Was sich daraus nicht schließen lässt: Unterschiedliche Gruppenmuster widerlegen keine individuelle Stressbeziehung und erlauben keine sichere Zuschreibung des einzelnen Schadens. [34] [30]
- Ist ein Schutz von Restaurationen oder Implantaten durch Stressbehandlung belegt?
Ein gesicherter Schutz von Restaurationen oder Implantaten durch Stressbehandlung lässt sich daraus nicht ableiten; die implantatspezifische Wirksamkeitsevidenz wird als minimal beschrieben. [32]
Was sich daraus nicht schließen lässt: Prozentuale Reduktionen mechanischer Spannung durch Schienen sind keine psychische Stressreduktion und kein Nachweis ihres klinischen Nutzens. [32]
- Ist belegt, dass Stressreduktion die Bruxismusaktivität vermindert?
Ein verlässlich nachgewiesener Weg von Stresssenkung zu weniger Bruxismusaktivität lässt sich aus diesen Studien nicht ableiten. [20] [12] [35] Einzelne Verbesserungen unter Biofeedback oder körperlichen Behandlungspaketen lassen offen, ob eine Stressänderung dafür verantwortlich war. [12] [20]
Was sich daraus nicht schließen lässt: Fehlender Nachweis dieses Wirkwegs ist keine allgemeine Empfehlung gegen psychologische Unterstützung oder gegen eine einzelne Behandlung. [14] [12] [35]
- Dürfen weniger Beschwerden mit weniger Bruxismus gleichgesetzt werden?
Eine Schmerzbesserung belegt keine entsprechende Abnahme der Bruxismusaktivität. [17] [35] Umgekehrt kann berichteter Wachbruxismus zurückgehen, ohne dass sich Schmerz oder psychische Symptome statistisch gesichert verbessern. [35]
Was sich daraus nicht schließen lässt: Weder gleichzeitige Verbesserungen noch unterschiedliche Verläufe identifizieren für sich einen stressvermittelten Behandlungseffekt. [20] [35]
Entscheidungsübersicht
Die Sicherheit beschreibt, wie verlässlich die jeweilige Aussage ist. Die Studienbefunde zeigen, ob die ausgewerteten Ergebnisse sie stützen oder einander widersprechen. Auch eine gestützte Aussage kann noch unsicher sein. Dies ist eine begründete redaktionelle Einschätzung, keine formale GRADE-Bewertung (ein standardisiertes Verfahren zur Bewertung wissenschaftlicher Evidenz) und keine Einstufung der Stärke einer Behandlungsempfehlung.
| Frage aus der Praxis | Was zeigen die Studien? | Wie sicher ist die Aussage? | Was bedeutet das für die Praxis? | Was lässt sich nicht daraus schließen? |
|---|---|---|---|---|
| Wie belastbar ist der Zusammenhang zwischen Stress und Wachbruxismus? | Mehrere Studien finden bei höherem Stress häufiger berichteten Wachbruxismus; eine kleine Studie zeigt zusätzlich Zusammenhänge mit gemessener Muskelaktivität. [5] [29] [31] Wie deutlich der Zusammenhang nach Berücksichtigung weiterer Merkmale bleibt, unterscheidet sich zwischen den Studien. [38] [45] | Sicherheit der Aussage: Gering Studienbefunde: Widersprüchliche Befunde | Als klinische Ableitung können Sie psychische Belastung und konkrete Wachverhaltensweisen gemeinsam erfragen und getrennt dokumentieren. [29] [27] | Die Befunde erklären weder sicher den Bruxismus eines einzelnen Patienten noch beweisen sie, dass Stressbehandlung dessen Aktivität vermindert. [31] [38] |
| Wie belastbar ist der Zusammenhang zwischen Stress und Schlafbruxismus? | Für berichtetes nächtliches Pressen oder Knirschen finden sich positive Zusammenhänge, während kleine Schlafaufzeichnungs- und Folienstudien keinen statistisch gesicherten Stresszusammenhang zeigen. [22] [16] [11] Auch die Berücksichtigung weiterer Merkmale bestätigt die Beziehung nicht durchgehend; ein Zusammenhang bei stärker belasteten Patienten bleibt dennoch möglich. [38] [45] [16] | Sicherheit der Aussage: Gering Studienbefunde: Widersprüchliche Befunde | Dokumentieren Sie als klinische Ableitung, ob Schlafbruxismus auf Eigen- oder Fremdbericht, klinischen Zeichen oder einer Geräteaufzeichnung beruht. [14] | Nichtsignifikante Ergebnisse sind kein allgemeiner Ausschluss einer Beziehung; Selbstbericht und gemessene Muskelaktivität dürfen zugleich nicht als gleichwertige Stressbefunde gelten. [16] [22] |
| Belegen die Studien, dass seelischer Stress Bruxismus verursacht? | Eine allgemeine Ursache-Wirkungs-Aussage für aktuellen Alltagsstress ist nicht belegt. [1] [29] [45] Genetische Ergebnisse sprechen für einen möglichen Beitrag erhöhter Stressanfälligkeit, sofern die verwendeten genetischen Varianten die erforderlichen Voraussetzungen erfüllen. [18] | Sicherheit der Aussage: Gering Studienbefunde: Widersprüchliche Befunde | Beschreiben Sie Stress als möglichen Begleit- oder Einflussfaktor und kennzeichnen Sie eine individuelle Ursachenzuschreibung als ungesichert. [5] [18] [29] | Der gegenläufige Gruppenverlauf widerlegt keine individuelle Beziehung, und genetische Hinweise sagen die Wirkung einer konkreten Stressbehandlung nicht voraus. [29] [18] Tiermodelle und theoretische Endotypen begründen noch keine individuelle Ursachendiagnose oder darauf gestützte Behandlung. [39] [46] |
| Was erlaubt ein Stressbefund über die Bruxismusdiagnose auszusagen? | Ein erhöhter Stresswert bestätigt keine bestimmte Bruxismusaktivität; die untersuchten Erfassungsverfahren ordnen dieselben Personen teilweise unterschiedlich ein. [14] [16] Ob eine Studie Muskelmessungen verwendet, genügt deshalb nicht: Entscheidend ist, ob ihr Stressbefund tatsächlich auf diesen Messwerten beruht. [21] | Sicherheit der Aussage: Moderat Studienbefunde: Gestützt | Trennen Sie als klinische Ableitung Verhalten, Beschwerden und Messverfahren, bevor Sie den Zusammenhang mit Stress beurteilen. [14] [20] [35] | Die Ergebnisse rechtfertigen keine Gleichsetzung von Stressfragebogen, Beschwerden und gemessener Muskelaktivität und prüfen keine universelle diagnostische Schwelle für Stress. [14] [20] [21] |
| Belegen Zahnverschleiß oder Zahnrisse einen stressbedingten Bruxismus? | Diese Befunde zeigen nicht belastbar, dass seelischer Stress über Bruxismus den jeweiligen Zahnschaden verursacht hat. [2] [30] | Sicherheit der Aussage: Sehr gering Studienbefunde: Widersprüchliche Befunde | Führen Sie als klinische Ableitung den Zahnhartsubstanzbefund als eigenen Endpunkt und kennzeichnen Sie eine vermutete Stressbeziehung getrennt. [2] [30] | Unterschiedliche Gruppenmuster widerlegen keine individuelle Stressbeziehung und erlauben keine sichere Zuschreibung des einzelnen Schadens. [34] [30] |
| Ist ein Schutz von Restaurationen oder Implantaten durch Stressbehandlung belegt? | Ein gesicherter Schutz von Restaurationen oder Implantaten durch Stressbehandlung lässt sich daraus nicht ableiten; die implantatspezifische Wirksamkeitsevidenz wird als minimal beschrieben. [32] | Sicherheit der Aussage: Nicht beurteilbar Studienbefunde: In dieser Auswertung nicht beurteilt | Die Entscheidung für Stressbehandlung mit dem Ziel eines Restaurations- oder Implantatschutzes bleibt anhand dieser Evidenz offen. [32] | Prozentuale Reduktionen mechanischer Spannung durch Schienen sind keine psychische Stressreduktion und kein Nachweis ihres klinischen Nutzens. [32] |
| Ist belegt, dass Stressreduktion die Bruxismusaktivität vermindert? | Ein verlässlich nachgewiesener Weg von Stresssenkung zu weniger Bruxismusaktivität lässt sich aus diesen Studien nicht ableiten. [20] [12] [35] Einzelne Verbesserungen unter Biofeedback oder körperlichen Behandlungspaketen lassen offen, ob eine Stressänderung dafür verantwortlich war. [12] [20] | Sicherheit der Aussage: Sehr gering Studienbefunde: Widersprüchliche Befunde | Leiten Sie aus diesen Studien keine Zusage einer Bruxismusreduktion durch Stressbehandlung ab; deren gezielter Nutzen für die Aktivität bleibt offen. [18] [20] [42] | Fehlender Nachweis dieses Wirkwegs ist keine allgemeine Empfehlung gegen psychologische Unterstützung oder gegen eine einzelne Behandlung. [14] [12] [35] |
| Dürfen weniger Beschwerden mit weniger Bruxismus gleichgesetzt werden? | Eine Schmerzbesserung belegt keine entsprechende Abnahme der Bruxismusaktivität. [17] [35] Umgekehrt kann berichteter Wachbruxismus zurückgehen, ohne dass sich Schmerz oder psychische Symptome statistisch gesichert verbessern. [35] | Sicherheit der Aussage: Gering Studienbefunde: Gestützt | Dokumentieren Sie als klinische Ableitung Beschwerden, Funktion, berichtetes Verhalten und psychische Belastung jeweils getrennt im Verlauf. [17] [35] Bei erkennbarer psychischer Belastung kann Unterstützungsbedarf besprochen werden, ohne eine Wirkung psychotherapeutischer Hilfe auf die Bruxismusaktivität zuzusagen. [14] | Weder gleichzeitige Verbesserungen noch unterschiedliche Verläufe identifizieren für sich einen stressvermittelten Behandlungseffekt. [20] [35] |
Wissenschaftliche Vertiefung
Ein Zusammenhang, dessen Bedeutung von der Messung abhängt
Menschen mit höherer psychischer Belastung berichten in mehreren Untersuchungen häufiger Pressen, Knirschen oder andere bruxismusbezogene Verhaltensweisen; die beobachteten Zusammenhänge unterscheiden sich jedoch erheblich nach Population, Belastungsmaß und Bruxismuserfassung. [1] [5] [45] Bei 308 Studierenden betrugen die Stresskorrelationen beispielsweise 0,203 für Wachbruxismus und 0,124 für Schlafbruxismus, also jeweils schwache positive Zusammenhänge. [5] Für Wachbruxismus ergänzt eine Untersuchung mit 70 Erwachsenen diese Fragebogenbefunde durch gleichzeitig erhobene Alltagsangaben und elektrische Muskelmessungen, die ebenfalls mit wahrgenommenem Stress zusammenhingen. [31] Beim Schlafbruxismus stehen positiven Selbstberichten kleine Untersuchungen gegenüber, in denen weder nächtlich aufgezeichnete Muskelaktivität noch diagnostischer Folienabrieb einen statistisch gesicherten Stresszusammenhang zeigten. [22] [16] [11]
Auch die Berücksichtigung weiterer Einflussfaktoren führt zu unterschiedlichen Ergebnissen: In einer Schmerzklinik blieb wahrgenommener Stress mit Wachbruxismus verbunden, während eine Studierendenstudie für keinen Bruxismussubtyp einen entsprechenden Zusammenhang bestätigte. [38] [45] Die klinische Frage lautet deshalb nicht nur, ob Stress und Bruxismus gemeinsam auftreten, sondern auch, welches Verhalten tatsächlich erfasst wurde und ob daraus eine Behandlungsentscheidung folgt. [14] [21] [12] Die vorhandenen Befunde tragen eine gemeinsame Betrachtung von Belastung, Verhalten und Beschwerden, aber keine allgemeine Zusage, dass Stressbehandlung die Bruxismusaktivität vermindert. [27] [20] [35]
Was die Untersuchungen unter Stress und Bruxismus verstehen
Wachbruxismus wird in den hier ausgewerteten Verhaltensstudien über tagsüber berichtetes Pressen, Knirschen, Zahnkontakt und Anspannen beziehungsweise Stabilisieren des Unterkiefers erfasst. [29] [31] Andere Studien beschränken die Wachbruxismusfragen auf Pressen und Knirschen und lassen beispielsweise anhaltende Kieferanspannung ohne Zahnkontakt unberücksichtigt. [45] Bereits solche Unterschiede können dazu führen, dass vermeintlich gleiche Bruxismusgruppen tatsächlich unterschiedliche Verhaltensmuster umfassen. [29] [45]
Schlafbruxismus kann über die eigene Kenntnis oder fremde Beobachtung nächtlichen Pressens und Knirschens erfragt werden; diese Angaben messen jedoch nicht unmittelbar die Muskelaktivität während des Schlafs. [22] [13] Eine Polysomnographie zeichnet dagegen den Schlaf und begleitende körperliche Signale auf und wurde in einem Methodenvergleich zur Bestimmung nächtlicher Bruxismusepisoden eingesetzt. [16] [46] Diagnostische Folien erfassen wiederum Abriebflächen beziehungsweise einen aus Abriebfläche und -tiefe gebildeten Kennwert und damit einen anderen Endpunkt als gezählte Muskelereignisse. [11] [16] In der älteren Klassifikation dieser Studien bezeichnet möglicher Bruxismus überwiegend einen Selbstbericht, wahrscheinlicher Bruxismus eine zusätzliche klinische Beurteilung und definitiver Schlafbruxismus eine instrumentelle Bestätigung. [9] [14]
Auch klinische und fragebogenbasierte Zuordnungen können Beschwerden enthalten: In manchen Instrumenten tragen morgendlicher Kopfschmerz, Muskelermüdung oder Schmerz zur Bruxismuseinstufung bei. [7] [20] [33] Ein höherer solcher Score kann deshalb stärkere Beschwerden ausdrücken, ohne dass entsprechend mehr Kaumuskelaktivität gemessen wurde. [20] [33] Die Oral Behavior Checklist, eine Checkliste oraler Verhaltensweisen, enthält teilweise sogar funktionelle Kieferaktivitäten und schlafbezogene Positionen, sodass ihre Gesamt- und Teilwerte keine reinen Bruxismusmaße sind. [27]
Die Perceived Stress Scale erfasst wahrgenommenen Stress, während der Patient Health Questionnaire mit vier Fragen, kurz PHQ-4, Angst- und Depressionssymptome als psychischen Distress zusammenfasst. [3] [22] Typ-D-Persönlichkeit bezeichnet dagegen negative Affektivität und soziale Inhibition, Neurotizismus eine dispositionelle Stresssensitivität und eine posttraumatische Belastungsstörung einen spezifischen klinischen Zusammenhang. [4] [18] [24] Diese Konstrukte werden hier vergleichend eingeordnet, aber nicht als austauschbare Messungen derselben Stressdosis behandelt. [4] [18] [22] [24]
Wie Zusammenhangsstärke und Unsicherheit zu lesen sind
Eine positive Korrelation bedeutet zunächst, dass höhere Belastungswerte mit höheren Verhaltenswerten einhergehen; die kleinen Koeffizienten von 0,203 und 0,124 bei Flueraşu beschreiben trotz statistischer Signifikanz keine starken Zusammenhänge. [5] Der größere Wachbruxismuskoeffizient beweist keinen Unterschied zwischen den Bruxismusformen, zumal 31 Personen beiden Gruppen angehörten und ein direkter statistischer Vergleich in den ausgewerteten Volltextpassagen nicht ausgewiesen ist. [5] Ebenso belegen ein signifikantes Ergebnis bei Frauen und ein nichtsignifikantes Ergebnis bei Männern für sich noch keinen Geschlechtsunterschied. [3]
Eine adjustierte Auswertung berücksichtigt bestimmte weitere Merkmale, etwa Alter, Geschlecht, Schmerz oder psychische Symptome; welche Merkmale berücksichtigt wurden, bestimmt den Aussagebereich des Ergebnisses. [26] [38] [45] Sie schließt verbleibende Einflüsse nicht automatisch aus, wie die ausdrücklich unberücksichtigten Medikamente, Schlafmerkmale und Erkrankungen in der tertiären Schmerzklinik zeigen. [38] Bei 98 rumänischen Erwachsenen betrug das adjustierte Chancenverhältnis, die Odds Ratio, für hohen Alltagsstress 2,2 mit einem 95%-Konfidenzintervall von 0,8–6,2. [26] Dieses breite Unsicherheitsintervall umfasst sowohl fehlende Assoziation als auch deutlich erhöhte Odds; p = 0,12 ist deshalb weder ein belastbarer positiver Nachweis noch ein Beweis für Zusammenhangslosigkeit. [26] Die Odds Ratios dieser Beobachtungsstudien beziehen sich auf vorhandene Befunde und dürfen nicht als absolute Wahrscheinlichkeitszunahmen oder zukünftige Erkrankungsrisiken gelesen werden. [9] [29] [25]
Wachbruxismus: Wiederholte Hinweise und gewichtige Gegenbefunde
Die rückblickenden Fragebogenstudien liefern wiederholt positive, aber uneinheitliche Ergebnisse: Bei 387 Zahnmedizinstudierenden korrelierte Stress bei Frauen schwach mit Wachbruxismus, während der Männerbefund als nicht signifikant ausgewiesen war. [3] Zwei finnische Studierendenbefragungen zeigten zusätzlich Unterschiede nach Jahr und Geschlecht; die kleinen Gruppen mit ausschließlich berichtetem Wachbruxismus begrenzten die Aussagekraft. [1] Ihre adjustierten Ergebnisse eignen sich wegen widersprüchlicher Tabellenwerte, Textaussagen und Testfußnoten nicht als gesicherte Quantifizierung eines unabhängigen Distressbeitrags. [1]
Ein methodisch ergänzender Zugang stammt aus Malmö: 70 Erwachsene beantworteten drei Tage lang kurze Smartphone-Abfragen zum aktuellen Kieferzustand, eine sogenannte ökologische Momentanerfassung. [31] Am ersten Tag war eine mindestens siebenstündige elektrische Aufzeichnung am linken Masseter vorgesehen; Essen und Sprechen wurden anhand von Tagebuchangaben und Signalverläufen aus der Analyse entfernt. [31] Stress korrelierte ohne beziehungsweise mit temporomandibulärem Schmerz mit dem bruxismusbezogenen Antwortanteil mit 0,35 beziehungsweise 0,43 und mit der integrierten Muskelaktivität oberhalb einer festgelegten Schwelle mit 0,40 beziehungsweise 0,53. [31] Für die Dauer oberhalb dieser Schwelle betrugen die Koeffizienten 0,55 ohne Schmerz und 0,41 mit Schmerz, wobei nur der erste Zusammenhang statistisch signifikant war. [31] Damit stützt die Untersuchung einen Zusammenhang auch mit gemessener Muskelaktivität, bleibt aber auf einen Muskel, einen Messtag und die gewählte Schwelle von 20 % der maximalen willkürlichen Kontraktion begrenzt. [31]
In einer thailändischen tertiären Schmerzklinik wurden 222 Erwachsene mit temporomandibulären Störungen untersucht; je zusätzlichem Punkt der Stressskala betrug die Odds Ratio für klinisch erfassten Wachbruxismus 1,15 mit einem 95%-Konfidenzintervall von 1,09–1,22. [38] Das Modell berücksichtigte depressive und ängstliche Symptome, Alter, Geschlecht, Schmerzintensität und Beschwerdedauer, bestätigte aber keine entsprechend unabhängigen Zusammenhänge für die Angst- und Depressionswerte. [38] Dem steht eine Onlinebefragung von 480 erwachsenen Zahnmedizinstudierenden gegenüber, deren Modell für ausschließlich berichteten Wachbruxismus eine Stress-Odds-Ratio von 1,00 mit einem Intervall von 0,93–1,07 ergab. [45] Dieses Modell berücksichtigte unter anderem Schlaf, Insomnie und einen Beschwerdefragebogen, der selbst Stress und parafunktionelle Gewohnheiten enthält; sein Ergebnis ist daher als Zusammenhang unter genau diesen Bedingungen zu verstehen. [45] Die beiden Studien widersprechen einer pauschalen Behauptung eines überall gleich starken Stressbeitrags, erlauben wegen unterschiedlicher Populationen und Messmodelle aber keinen einfachen Wettbewerb ihrer Odds Ratios. [38] [45]
Zeitliche Veränderungen sind noch kein Nachweis einer Stressursache
Emodi-Perlman und Kollegen untersuchten dieselben erwachsenen Zahnmedizinstudierenden im Januar 2024 und Januar 2025 während eines bewaffneten Konflikts; 136 von ursprünglich 150 Personen nahmen erneut teil. [29] Innerhalb beider Erhebungen war höherer Monatsstress nach Berücksichtigung von Alter und Geschlecht mit positiven Wachbruxismusangaben verbunden, mit Odds Ratios von 1,11 und 1,16 je Stresspunkt. [29] Die zugehörigen 95%-Konfidenzintervalle betrugen 1,03–1,20 und 1,07–1,26. [29] Über zwölf Monate sank jedoch der mittlere Stresswert von 18,08 auf 15,95 Punkte, während der Anteil positiver Wachbruxismusangaben von 67,6 % auf 75,7 % stieg. [29]
Der mittlere Pressenwert nahm ebenfalls numerisch zu, doch die behauptete Signifikanz nach Korrektur für Mehrfachtests widerspricht der gedruckten Tabellenschwelle. [29] Die zeitpunktbezogenen Zusammenhänge beantworten eine andere Frage als eine Analyse, ob die Stressänderung einer bestimmten Person ihre spätere Verhaltensänderung vorhersagt. [29] Eine solche Vorhersageanalyse sowie eine unbelastete Vergleichsmessung sind in den ausgewerteten Volltextpassagen nicht ausgewiesen. [29] Der gegenläufige Gruppenverlauf widerlegt deshalb keine individuelle Beziehung, stützt aber auch keinen einfachen Gleichlauf von Stress und Bruxismus. [29]
Pandemiezeiträume sind ebenfalls kein Ersatz für individuelle Stresswerte: Eine Zahnklinikstudie fand bei Frauen häufiger berichteten Wach- und Schlafbruxismus während der Pandemie, erfasste jedoch in den ausgewerteten Volltextpassagen keinen individuellen Stresswert. [6] In einer portugiesischen Wiederholungsbefragung von 64 Studierenden waren die Veränderungen der ausdrücklich tagsüber erhobenen Verhaltensweisen statistisch nicht signifikant; eine eigene quantitative Stressmessung ist in den ausgewerteten Volltextpassagen nicht ausgewiesen. [10] Eine spätere Onlinebefragung während des Krieges fand dagegen positive Stressschätzer für mehrere selbstberichtete Verhaltensweisen, kann als Querschnitt aber keine kriegsbedingte Zunahme nachweisen. [41] Verletzte Modellannahmen, nicht verfügbare Konfidenzintervalle und eine in den ausgewerteten Volltextpassagen nicht ausgewiesene untere Altersgrenze begrenzen zusätzlich die Verwendung dieser Zahlen als Erwachsenenschätzer. [41]
Schlafbruxismus: Selbstbericht und nächtliche Aktivität ergeben unterschiedliche Bilder
Bei 150 überwiegend jungen Erwachsenen korrelierte psychischer Distress mit selbstberichteter nächtlicher Press- oder Knirschhäufigkeit mit 0,350 bei p < 0,001. [22] Die Korrelation ist konsistent dokumentiert, während die weitergehende Regression und die behauptete Vermittlung des Tabakzusammenhangs wegen nicht zusammenpassender Schätzer und Konfidenzintervalle ungeklärt bleiben. [22] Bei 79 Patienten mit temporomandibulären Schmerzen war eine bejahte Stressfrage mit möglichem Schlafbruxismus verbunden, mit einer unadjustierten Odds Ratio von 3,117 und einem breiten Intervall von 1,169–8,308. [25] Ein numerischer adjustierter Schätzer für diese Stressfrage fehlt in den ausgewerteten Volltextpassagen; die dort berichteten Angst- und Depressionsschätzer dürfen ihn nicht ersetzen. [25]
Selbst innerhalb einer Quelle kann das Bild von der Auswertung abhängen: Levartovsky berichtete bei Frauen eine schwache Stresskorrelation mit Schlafbruxismus von 0,29, obwohl die tabellierten Stressgruppenvergleiche nicht signifikant waren. [3] In der thailändischen Schmerzklinik mit 222 Erwachsenen war der adjustierte Stresszusammenhang für Schlafbruxismus mit einer Odds Ratio von 1,03 und einem Intervall von 0,98–1,08 nicht signifikant. [38] Auch bei den 480 Studierenden waren die Stresszusammenhänge im spezifizierten Modell für ausschließlich berichteten Schlafbruxismus und für die kombinierte Form statistisch nicht signifikant. [45]
Die Walentek-Berichte sind besonders aufschlussreich, weil Selbstbericht, klinische Untersuchung, Polysomnographie und diagnostische Folie jeweils innerhalb derselben 45 Erwachsenen verglichen wurden. [14] [16] Die Veröffentlichungen nennen denselben Erhebungszeitraum und dieselbe Zusammensetzung und werden deshalb hier vorsichtshalber als zusammengehörige Berichte statt als unabhängige Replikationen gewichtet. [14] [16] Nach Selbstbericht waren 21 Personen schlafbruxismuspositiv, nach zweinächtiger Polysomnographie zehn; über alle vier Verfahren stimmte die Einteilung nur bei 23 Personen überein. [16] [14] Weder die allgemeine psychische Belastung noch der mit einer Einzelfrage erfasste Stress unterschied sich statistisch signifikant zwischen den jeweiligen positiven und negativen Gruppen. [14] [16] Die Stresskorrelationen mit dem Schlafbruxismusindex und dem Folien-Pixelscore lagen bei 0,08 und 0,03 und waren nach Kontrolle der Mehrfachtests nicht signifikant. [16]
Die kleine, überwiegend studentische Stichprobe schloss deutlich psychisch belastete Menschen aus, sodass gerade die Übertragung dieser Gegenbefunde auf stark belastete Patienten begrenzt ist. [16] Bei weiteren 28 Erwachsenen unterschied sich der Folienabrieb nach subjektiv stressreichen Tagen insgesamt nicht von dem an konsekutiven Nächten; der Phasenvergleich ergab p = 0,637. [11] Positive Einzelbefunde zu Bewältigungsstrategien und chronischem Schmerz waren ausdrücklich explorativ und ohne Korrektur für Mehrfachvergleiche. [11]
Schmerz, Angst und breite Symptomfragebögen beeinflussen die Einordnung
Positive Befunde treten auch außerhalb von Schmerzambulanzen auf: Bei 194 Erwachsenen ohne orofaziale Schmerzen korrelierte psychischer Distress mit dem Gesamtwert oraler Verhaltensweisen zunächst mit 0,394. [27] Nach Kontrolle somatischer Symptome verblieb eine schwache Korrelation von 0,202; für die explorativ gebildeten Bruxismuskonstrukte mit und ohne Zahnkontakt waren es 0,147 und 0,190. [27] Diese Kontrolle berücksichtigt jeweils nur den anderen psychischen beziehungsweise somatischen Fragebogenwert und ist keine umfassende Bereinigung um klinische oder demografische Unterschiede. [27] Als alternative Erklärung diskutieren die Autoren, dass belastete Menschen ihr Kieferverhalten stärker wahrnehmen und deshalb häufiger berichten könnten; diese Erklärung bleibt eine Hypothese. [27]
Bei 72 Patienten mit schmerzhafter temporomandibulärer Dysfunktion korrelierte Stress in der Untergruppe mit erhöhten Angstsymptomen mit dem alltagsnah erfragten Pressanteil mit 0,424 bei p = 0,005. [37] Die Angstgruppen unterschieden sich zugleich im Frauenanteil und in der Schmerzintensität; ohne entsprechende statistische Prüfung ist damit keine Verstärkung des Stresszusammenhangs durch Angst nachgewiesen. [37] Eine weitere Studierendenstudie fand einen deutlichen Angstunterschied von Hedges’ g = 0,94, also einen standardisierten Gruppenunterschied, verwendete aber eine Bruxismuseinstufung, die bereits Schmerz- und Gelenkmerkmale enthielt. [33] Bei Typ-D-Persönlichkeit blieb Pressen, aber nicht Knirschen im multivariablen Modell assoziiert; dessen Zielgröße war die Persönlichkeitsklassifikation und kein später auftretender Bruxismus. [4]
Bei 597 Erwachsenen mit diagnostizierter posttraumatischer Belastungsstörung zeigte eine Netzwerkanalyse eine direkte Verbindung von Wachbruxismus zu Angststörungen, aber keine direkte Verbindung der posttraumatischen Symptomschwere zu beiden Bruxismusformen. [24] Die Verbindung über Angst beschreibt hier die Struktur gemeinsam berücksichtigter Merkmale und keinen nachgewiesenen kausalen Vermittlungsweg. [24]
Auch gemeinsame Wach-/Schlafendpunkte ergeben unterschiedliche Befunde: Bei 178 serbischen Studierenden hatten niedrigere Stresskategorien adjustiert geringere Bruxismus-Odds, während bei 65 Frauen die Stresskorrelation von 0,235 mit p = 0,059 statistisch unentschieden blieb. [9] [15] Eine spanische Befragung von 400 Erwachsenen zeigte mehr Stresssymptome bei möglichem Bruxismus, und eine Ausbildungsstudie fand einen kleinen Stressunterschied mit einer Rangtest-Effektgröße von 0,18. [23] [36] Breite Beschwerden und überlappende Fragebogeninhalte begrenzen dagegen die Spezifität mehrerer positiver Studierendenbefunde. [7] [8] [36] Eine Befragung aus Casablanca untersuchte sogar nur berichtete Wahrnehmungen und Häufigkeiten, ohne den Stress–Bruxismus-Zusammenhang inferenzstatistisch zu prüfen. [43]
Genetische und neurobiologische Hinweise beantworten andere Fragen
Eine Zwei-Stichproben-Mendelian-Randomization untersuchte, ob genetische Varianten für Neurotizismus mit registerbasiertem wahrscheinlichem Schlafbruxismus in einer anderen Population zusammenhängen. [18] Die Exposition war damit eine genetisch erfasste Anfälligkeit für belastende Gefühle und keine experimentell veränderte Alltagsbelastung. [18] Das Hauptverfahren ergab für den standardisierten Neurotizismusscore eine Odds Ratio von 1,38 mit einem 95%-Konfidenzintervall von 1,10–1,74 und für Stresssensitivität 1,59 mit einem Intervall von 1,17–2,15. [18] Diese Zahlen lassen sich weder auf eine zusätzliche Ja-Antwort im Praxisfragebogen noch auf die Wirkung einer Stressbehandlung übertragen. [18] Die Ursachendeutung setzt geeignete genetische Instrumente voraus, während unspezifische Diagnosecodes, ausschließlich europäische Abstammung und sehr unpräzise ergänzende Analysen die Übertragbarkeit begrenzen. [18]
Eine neurophysiologische Übersicht beschreibt im Sekundärbericht Mäuse, die nach chronischem Fixierungsstress erhöhte trigeminale Nervenzellerregbarkeit und Masseterüberaktivität zeigten. [39] Das unterstützt einen biologisch plausiblen Mechanismus, ist aber kein unmittelbarer Nachweis von Wach- oder Schlafbruxismus durch seelischen Stress bei Erwachsenen. [39] Eine experimentelle Stressuntersuchung bei Studierenden untersuchte dagegen temporomandibuläre Beschwerden und Herzratenvariabilität; ihr nichtsignifikanter physiologischer Gruppenvergleich beantwortet die Bruxismusfrage nur indirekt. [40]
Narrative Übersichten ordnen Schlafbruxismus als multifaktorielles Geschehen ein und beschreiben Zusammenhänge mit Arousals, also kurzen Aktivierungsreaktionen im Schlaf, sowie psychischen und weiteren Begleitfaktoren. [42] Das Endocannabinoidmodell und das Modell nach dem Free-Energy-Prinzip entwickeln daraus prüfbare Erklärungen, liefern aber keine neuen gesicherten Stress–Bruxismus-Effektgrößen. [44] [46] Insbesondere sind die vorgeschlagenen stressbezogenen Endotypen bislang Arbeitshypothesen, aus denen nach eigener Autorenbewertung noch keine Behandlungsalgorithmen oder Prognoseinstrumente folgen. [46]
Zahnverschleiß, Frakturen und Versorgungsschäden sind eigene Endpunkte
Bei bereits wegen Bruxismus überwiesenen Militärangehörigen mit posttraumatischer Belastungsstörung lagen die mittleren Attritionsindexwerte stationär bei 4,0 und ambulant bei 3,0 gegenüber 1,3 bei Kontrollen. [2] Das beschreibt Zahnverschleiß in vorselektierten Gruppen, die sich zugleich im Rauchen und Präventionsverhalten unterschieden. [2] Ein Risiko, durch Stress erstmals Bruxismus zu entwickeln, lässt sich daraus ebenso wenig ableiten wie eine direkt gemessene Beziehung zwischen aktueller Belastung und Muskelaktivität. [2]
Bei 147 Erwachsenen aus verschiedenen Risikogruppen zeigte die Bruxismusgruppe zwar die höchsten berichteten Bruxismuswerte, jedoch keinen signifikanten Stressunterschied gegenüber Kontrollen. [34] Auch ihr mechanischer Verschleiß unterschied sich nicht signifikant von dem der Kontrollen, während andere Erkrankungsgruppen andere Belastungs- und Verschleißmuster zeigten. [34] Diese Gruppenmuster erlauben wegen unterschiedlicher Auswahl, Alters- und Geschlechtsverteilung keine sichere individuelle Stress–Bruxismus-Zuordnung. [34]
Eine deutsche Einzelpraxis fand vor und während der Pandemie keinen signifikanten Unterschied symptomatischer Zahnfrakturen; die berichteten Raten betrugen 4,08 % und 3,91 %. [30] Die Nenner beruhen auf summierten Jahrespatientenzählungen, und individuelle Stressmessungen sowie systematische Bruxismusdiagnosen sind in den ausgewerteten Volltextpassagen nicht dokumentiert. [30] Der Befund begrenzt eine Behauptung über pandemiebedingte Frakturzunahmen in dieser Praxis, widerlegt jedoch keinen Stress–Bruxismus-Zusammenhang. [30] Für Implantatpatienten bezeichnet eine narrative Übersicht die Wirksamkeitsevidenz zu Verhaltensinterventionen als minimal; ihre Prozentangaben zur Spannungsreduktion durch Schienen betreffen mechanische Belastung und keinen seelischen Stress. [32]
Was Behandlungsstudien über Stresssenkung und Bruxismus aussagen
In einem randomisierten Vergleich mit 30 jungen Studierenden sanken nach acht Wochen sowohl wahrgenommener Stress als auch ein Bruxismus-Fragebogenscore unter manueller Therapie und Heimübungen. [20] Die Stressmittelwerte gingen von 19,67 auf 15,27 beziehungsweise von 18,46 auf 15,53 Punkte zurück, entsprechend den aus den berichteten Mittelwerten berechneten Abnahmen von 4,40 und 2,93 Punkten. [20] Der zwischenarmige Stressendwertvergleich war mit p = 0,875 nicht signifikant, und auch die Bruxismusendwerte belegten keine Überlegenheit. [20] Beide Gruppen erhielten aktive Behandlungspakete, der Bruxismusscore enthielt morgendliche Beschwerden und unterschied sich bereits zu Beginn, sodass die parallelen Verbesserungen keine Vermittlung durch Stresssenkung belegen. [20]
Eine systematische Übersicht über vier kleine Biofeedbackstudien mit insgesamt 69 Erwachsenen fand kurzfristige Verringerungen bestimmter elektromyografischer Tagesereignisse. [12] Für tonische Ereignisse betrug die standardisierte Mittelwertdifferenz −1,31 mit einem 95%-Konfidenzintervall von −2,10 bis −0,51 zugunsten auditiven Biofeedbacks, bei sehr niedriger Evidenzsicherheit und etwa ein bis zwei Wochen Nachbeobachtung. [12] Die ausgewerteten Ergebnisse enthalten keinen psychometrischen Stressverlauf, der diesen Muskelaktivitätseffekt erklären könnte. [12]
Ein späterer randomisierter Vergleich von Biofeedback und Botulinumtoxin zeigte nach sechs Monaten einen Rückgang berichteten Wachbruxismus innerhalb der Biofeedbackgruppe, aber keinen signifikanten Unterschied der Gruppenendwerte. [35] Angst, depressive und somatische Symptome sowie Schmerz änderten sich ebenfalls nicht statistisch gesichert. [35] Die unterschiedlichen Verläufe sprechen dafür, Verhalten, Beschwerden und psychische Belastung getrennt zu beurteilen; sie beweisen weder Stressreduktion als Wirkmechanismus noch die Abwesenheit eines Stresszusammenhangs. [35]
Auch Biomarker schließen diese Lücke nicht: Eine Neurofeedback- und Duftöluntersuchung berichtete Cortisolveränderungen, jedoch in den ausgewerteten Volltextpassagen keinen gemessenen Verlauf klinischer Bruxismusaktivität. [19] Ein kleines Reitprojekt fand trotz als Stressreduktion interpretierter Befunde keine Verbesserung des Bruxismusbildes; die Cortisolproben wurden zudem zu unterschiedlichen Tageszeiten genommen. [28] Schmerzabnahmen bei psychiatrisch und zahnärztlich gleichzeitig behandelten Militärangehörigen isolieren ebenfalls weder einen Schieneneffekt noch eine stressvermittelte Änderung der Bruxismusaktivität. [17] Die narrative Schlafbruxismusübersicht bewertet auch Stressmanagement, kognitive Verhaltenstherapie und Entspannungsverfahren hinsichtlich einer Aktivitätsreduktion als unzureichend abgesichert. [42]
Klinische Schlussfolgerungen und die verbleibende Forschungslücke
Als klinische Ableitung sollte die Dokumentation zuerst Verhaltenskategorie, Wach- oder Schlafbezug und Beobachtungszeitraum benennen, bevor eine Beziehung zur psychischen Belastung angenommen wird. [3] [29] [14] Bei ökologischer Momentanerfassung gehören Antwortquote und Erhebungsdauer dazu, weil die Prozentwerte Anteile gültiger Antworten und keine gemessenen Anteile der gesamten Wachzeit sind. [31] [37] Schmerz und Funktion, Zahnhartsubstanz sowie Restaurations- oder Schienenschäden sollten als eigene Befunde und Verlaufsziele geführt werden. [2] [17] [35] Erkennbare psychische Belastung kann Anlass sein, Unterstützungsbedarf zu besprechen, ohne eine Wirkung psychotherapeutischer Hilfe auf die Bruxismusaktivität zu versprechen. [14]
Für die Einordnung eines Stressbefunds ist entscheidend, ob die konkrete Auswertung berichtetes Verhalten oder tatsächlich gemessene Muskelaktivität untersucht. [22] [21] [31] Eine Diagnostikstudie mit zusätzlicher Elektromyografie liefert beispielsweise keinen instrumentell bestätigten Stresszusammenhang, wenn ihre Stressanalyse ausschließlich die Fragebogengruppen vergleicht. [21]
Die Forschungslücke besteht nicht im völligen Fehlen von Längsschnitt- oder Gerätestudien, sondern in der unzureichenden Prüfung, ob individuelle Stressänderungen spätere Bruxismusaktivität und klinisch relevante Folgen verändern. [29] [31] [13] Ein 14-tägiges Fernstudienprotokoll kombiniert wiederholte Stressangaben mit nächtlicher Muskelaufzeichnung, berichtete zum damaligen Stand jedoch noch keine ausgewerteten Zusammenhangsschätzer. [13] Bis solche Zusammenhänge und Behandlungswege ausreichend geklärt sind, trägt die Evidenz eine differenzierte Befunderhebung und getrennte Verlaufskontrolle, während die gezielte Stressbehandlung zur Bruxismusreduktion eine offene Wirksamkeitsfrage bleibt. [27] [35] [18] [42]
Einordnung und praktisches Vorgehen
Wie belastbar ist der Zusammenhang zwischen Stress und Wachbruxismus?
Untersucht wurden vor allem Studierende und Patienten mit Kieferbeschwerden, meist durch Fragen zu tagsüber wahrgenommenem Pressen, Knirschen oder Kieferanspannen. [5] [29] [38] Eine Studie ergänzte wiederholte Smartphone-Abfragen durch eine elektrische Masseteraufzeichnung an einem Tag. [31]
- Was zeigen die Studien?
- Mehrere Studien finden bei höherem Stress häufiger berichteten Wachbruxismus; eine kleine Studie zeigt zusätzlich Zusammenhänge mit gemessener Muskelaktivität. [5] [29] [31] Wie deutlich der Zusammenhang nach Berücksichtigung weiterer Merkmale bleibt, unterscheidet sich zwischen den Studien. [38] [45]
- Wie sicher ist die Aussage? Gering
- Studienbefunde: Widersprüchliche Befunde. Selbstberichte und eine Muskelmessung stützen die Beziehung, doch ausgewählte Populationen, uneinheitliche Verhaltensdefinitionen und unterschiedliche statistische Modelle begrenzen ihre Verallgemeinerung. [31] [38] [45]
- Welche Ergebnisse sprechen dagegen?
- Bei 480 Studierenden blieb nach Berücksichtigung unter anderem von Schlaf und Beschwerden für keinen Bruxismussubtyp ein statistisch gesicherter Stresszusammenhang bestehen. [45] Auch nach Geschlecht und Erhebungsjahr getrennte frühere Befragungen ergaben kein einheitliches Muster. [1] [3]
- Was lässt sich daraus nicht schließen?
- Die Befunde erklären weder sicher den Bruxismus eines einzelnen Patienten noch beweisen sie, dass Stressbehandlung dessen Aktivität vermindert. [31] [38]
- Was bedeutet das für die Praxis?
- Grundlage: Aus den Befunden fachlich abgeleitet. Als klinische Ableitung können Sie psychische Belastung und konkrete Wachverhaltensweisen gemeinsam erfragen und getrennt dokumentieren. [29] [27]
- Für wen und unter welchen Bedingungen gilt das?
- Benennen Sie Verhalten und Zeitraum, weil Pressen, Knirschen und Kieferanspannen in den Studien unterschiedlich erfasst werden. [29] [45]
Zur Vertiefung: Ein Zusammenhang, dessen Bedeutung von der Messung abhängt · Zur Vertiefung: Wachbruxismus: Wiederholte Hinweise und gewichtige Gegenbefunde · Zur Vertiefung: Zeitliche Veränderungen sind noch kein Nachweis einer Stressursache · Zur Vertiefung: Schmerz, Angst und breite Symptomfragebögen beeinflussen die Einordnung · Zur Vertiefung: Klinische Schlussfolgerungen und die verbleibende Forschungslücke
Wie belastbar ist der Zusammenhang zwischen Stress und Schlafbruxismus?
Die Studien vergleichen psychische Belastung mit selbstberichteten nächtlichen Verhaltensweisen, klinischer Zuordnung, Schlafaufzeichnungen oder diagnostischem Folienabrieb. [22] [14] [11]
- Was zeigen die Studien?
- Für berichtetes nächtliches Pressen oder Knirschen finden sich positive Zusammenhänge, während kleine Schlafaufzeichnungs- und Folienstudien keinen statistisch gesicherten Stresszusammenhang zeigen. [22] [16] [11] Auch die Berücksichtigung weiterer Merkmale bestätigt die Beziehung nicht durchgehend; ein Zusammenhang bei stärker belasteten Patienten bleibt dennoch möglich. [38] [45] [16]
- Wie sicher ist die Aussage? Gering
- Studienbefunde: Widersprüchliche Befunde. Die aussagekräftigen Methodenvergleiche sind klein und schließen deutlich psychisch belastete Menschen teilweise aus; positive Fragebogenbefunde messen dagegen keine nächtliche Muskelaktivität. [16] [22]
- Welche Ergebnisse sprechen dagegen?
- Bei 45 Erwachsenen lagen die Stresskorrelationen mit nächtlichem Bruxismusindex und Folien-Pixelscore nahe null und waren nach Berücksichtigung der Mehrfachtests nicht signifikant. [16] In einer Schmerzklinik zeigte auch die klinische Schlafbruxismuszuordnung nach Berücksichtigung weiterer Merkmale keinen statistisch gesicherten Stresszusammenhang. [38]
- Was lässt sich daraus nicht schließen?
- Nichtsignifikante Ergebnisse sind kein allgemeiner Ausschluss einer Beziehung; Selbstbericht und gemessene Muskelaktivität dürfen zugleich nicht als gleichwertige Stressbefunde gelten. [16] [22]
- Was bedeutet das für die Praxis?
- Grundlage: Aus den Befunden fachlich abgeleitet. Dokumentieren Sie als klinische Ableitung, ob Schlafbruxismus auf Eigen- oder Fremdbericht, klinischen Zeichen oder einer Geräteaufzeichnung beruht. [14]
- Für wen und unter welchen Bedingungen gilt das?
- Berücksichtigen Sie, welche psychische Belastung gemessen wurde und ob stark belastete Menschen überhaupt zur untersuchten Population gehörten. [14] [16]
Zur Vertiefung: Ein Zusammenhang, dessen Bedeutung von der Messung abhängt · Zur Vertiefung: Zeitliche Veränderungen sind noch kein Nachweis einer Stressursache · Zur Vertiefung: Schlafbruxismus: Selbstbericht und nächtliche Aktivität ergeben unterschiedliche Bilder · Zur Vertiefung: Schmerz, Angst und breite Symptomfragebögen beeinflussen die Einordnung · Zur Vertiefung: Klinische Schlussfolgerungen und die verbleibende Forschungslücke
Belegen die Studien, dass seelischer Stress Bruxismus verursacht?
Eine zwölfmonatige Beobachtung erfasste Stress und Wachbruxismus wiederholt; eine genetische Studie untersuchte Persönlichkeitsmerkmale und registerbasierten Schlafbruxismus indirekt. [29] [18]
- Was zeigen die Studien?
- Eine allgemeine Ursache-Wirkungs-Aussage für aktuellen Alltagsstress ist nicht belegt. [1] [29] [45] Genetische Ergebnisse sprechen für einen möglichen Beitrag erhöhter Stressanfälligkeit, sofern die verwendeten genetischen Varianten die erforderlichen Voraussetzungen erfüllen. [18]
- Wie sicher ist die Aussage? Gering
- Studienbefunde: Widersprüchliche Befunde. Die Verlaufsstudie weist in den ausgewerteten Volltextpassagen keine Vorhersage späterer Verhaltensänderungen durch individuelle Stressänderungen aus; die genetische Studie verwendet zudem unspezifische Diagnosecodes. [29] [18]
- Welche Ergebnisse sprechen dagegen?
- Über zwölf Monate sank der mittlere Stresswert, während der Anteil positiver Wachbruxismusangaben stieg. [29]
- Was lässt sich daraus nicht schließen?
- Der gegenläufige Gruppenverlauf widerlegt keine individuelle Beziehung, und genetische Hinweise sagen die Wirkung einer konkreten Stressbehandlung nicht voraus. [29] [18] Tiermodelle und theoretische Endotypen begründen noch keine individuelle Ursachendiagnose oder darauf gestützte Behandlung. [39] [46]
- Was bedeutet das für die Praxis?
- Grundlage: Aus den Befunden fachlich abgeleitet. Beschreiben Sie Stress als möglichen Begleit- oder Einflussfaktor und kennzeichnen Sie eine individuelle Ursachenzuschreibung als ungesichert. [5] [18] [29]
- Für wen und unter welchen Bedingungen gilt das?
- Trennen Sie aktuelle Belastung, Persönlichkeitsmerkmale und posttraumatische Symptome auch im Gespräch über mögliche Ursachen. [18] [24] [29]
Zur Vertiefung: Ein Zusammenhang, dessen Bedeutung von der Messung abhängt · Zur Vertiefung: Zeitliche Veränderungen sind noch kein Nachweis einer Stressursache · Zur Vertiefung: Schmerz, Angst und breite Symptomfragebögen beeinflussen die Einordnung · Zur Vertiefung: Genetische und neurobiologische Hinweise beantworten andere Fragen · Zur Vertiefung: Klinische Schlussfolgerungen und die verbleibende Forschungslücke
Was erlaubt ein Stressbefund über die Bruxismusdiagnose auszusagen?
Methodenvergleiche prüften innerhalb derselben Erwachsenen, ob Selbstbericht, klinische Untersuchung, Schlafaufzeichnung und diagnostische Folie dieselben Personen als bruxismuspositiv einordnen. [14]
- Was zeigen die Studien?
- Ein erhöhter Stresswert bestätigt keine bestimmte Bruxismusaktivität; die untersuchten Erfassungsverfahren ordnen dieselben Personen teilweise unterschiedlich ein. [14] [16] Ob eine Studie Muskelmessungen verwendet, genügt deshalb nicht: Entscheidend ist, ob ihr Stressbefund tatsächlich auf diesen Messwerten beruht. [21]
- Wie sicher ist die Aussage? Moderat
- Studienbefunde: Gestützt. Der direkte Methodenvergleich zeigt die unterschiedliche Zuordnung innerhalb derselben Personen; die genaue Größenordnung bleibt wegen der kleinen ausgewählten Stichprobe unsicher. [14]
- Welche Ergebnisse sprechen dagegen?
- Alltagsberichte können dennoch mit gemessener Muskelaktivität zusammenhängen, wie die Korrelation mit der Masseter-Überlastungsdauer in einer Wachbruxismusstudie zeigt. [31]
- Was lässt sich daraus nicht schließen?
- Die Ergebnisse rechtfertigen keine Gleichsetzung von Stressfragebogen, Beschwerden und gemessener Muskelaktivität und prüfen keine universelle diagnostische Schwelle für Stress. [14] [20] [21]
- Was bedeutet das für die Praxis?
- Grundlage: Aus den Befunden fachlich abgeleitet. Trennen Sie als klinische Ableitung Verhalten, Beschwerden und Messverfahren, bevor Sie den Zusammenhang mit Stress beurteilen. [14] [20] [35]
- Für wen und unter welchen Bedingungen gilt das?
- Bei wiederholten Alltagsabfragen müssen Antwortquote und Zeitraum bekannt sein, weil Antwortanteile keine gemessene Tagesdauer darstellen. [31] [37]
Zur Vertiefung: Was die Untersuchungen unter Stress und Bruxismus verstehen · Zur Vertiefung: Wachbruxismus: Wiederholte Hinweise und gewichtige Gegenbefunde · Zur Vertiefung: Schlafbruxismus: Selbstbericht und nächtliche Aktivität ergeben unterschiedliche Bilder · Zur Vertiefung: Klinische Schlussfolgerungen und die verbleibende Forschungslücke
Belegen Zahnverschleiß oder Zahnrisse einen stressbedingten Bruxismus?
Die Untersuchungen vergleichen Attrition in ausgewählten klinischen Gruppen und symptomatische Zahnfrakturen über verschiedene Pandemiezeiträume. [2] [30]
- Was zeigen die Studien?
- Diese Befunde zeigen nicht belastbar, dass seelischer Stress über Bruxismus den jeweiligen Zahnschaden verursacht hat. [2] [30]
- Wie sicher ist die Aussage? Sehr gering
- Studienbefunde: Widersprüchliche Befunde. Die Attritionsgruppen waren bereits wegen Bruxismus ausgewählt; der Frakturvergleich dokumentiert in den ausgewerteten Volltextpassagen weder individuelle Stresswerte noch systematische Bruxismusdiagnosen. [2] [30]
- Welche Ergebnisse sprechen dagegen?
- Stärkerer Verschleiß bei posttraumatisch belasteten Militärangehörigen steht neben fehlenden signifikanten Verschleißunterschieden in einer anderen Bruxismusgruppe und fehlendem Frakturanstieg in einer Einzelpraxis. [2] [34] [30]
- Was lässt sich daraus nicht schließen?
- Unterschiedliche Gruppenmuster widerlegen keine individuelle Stressbeziehung und erlauben keine sichere Zuschreibung des einzelnen Schadens. [34] [30]
- Was bedeutet das für die Praxis?
- Grundlage: Aus den Befunden fachlich abgeleitet. Führen Sie als klinische Ableitung den Zahnhartsubstanzbefund als eigenen Endpunkt und kennzeichnen Sie eine vermutete Stressbeziehung getrennt. [2] [30]
- Für wen und unter welchen Bedingungen gilt das?
- Berücksichtigen Sie Gruppenauswahl und begleitende Unterschiede wie Alter, Rauchen und Versorgungskontext. [2] [34] [30]
Zur Vertiefung: Zahnverschleiß, Frakturen und Versorgungsschäden sind eigene Endpunkte
Ist ein Schutz von Restaurationen oder Implantaten durch Stressbehandlung belegt?
Die einschlägige narrative Übersicht behandelt implantatgetragene Rehabilitationen und nennt Verhaltensinterventionen als mögliche Ergänzung. [32]
- Was zeigen die Studien?
- Ein gesicherter Schutz von Restaurationen oder Implantaten durch Stressbehandlung lässt sich daraus nicht ableiten; die implantatspezifische Wirksamkeitsevidenz wird als minimal beschrieben. [32]
- Wie sicher ist die Aussage? Nicht beurteilbar
- Studienbefunde: In dieser Auswertung nicht beurteilt. Die ausgewerteten Volltextpassagen liefern keine konkret zugeordnete stressspezifische Population und keinen quantitativen Stress–Bruxismus-Schätzer für eine solche Entscheidung. [32]
- Was lässt sich daraus nicht schließen?
- Prozentuale Reduktionen mechanischer Spannung durch Schienen sind keine psychische Stressreduktion und kein Nachweis ihres klinischen Nutzens. [32]
- Was bedeutet das für die Praxis?
- Grundlage: Entscheidung bleibt offen. Die Entscheidung für Stressbehandlung mit dem Ziel eines Restaurations- oder Implantatschutzes bleibt anhand dieser Evidenz offen. [32]
- Für wen und unter welchen Bedingungen gilt das?
- Unterscheiden Sie eine mögliche ergänzende Versorgung von einem nachgewiesenen Schutz der Rehabilitation. [32]
Zur Vertiefung: Zahnverschleiß, Frakturen und Versorgungsschäden sind eigene Endpunkte
Ist belegt, dass Stressreduktion die Bruxismusaktivität vermindert?
Die Behandlungsstudien verglichen körperliche Therapie, Übungen, Biofeedback oder weitere Maßnahmen; Stress und tatsächliche Muskelaktivität wurden nicht durchgehend gemeinsam untersucht. [20] [12] [19]
- Was zeigen die Studien?
- Ein verlässlich nachgewiesener Weg von Stresssenkung zu weniger Bruxismusaktivität lässt sich aus diesen Studien nicht ableiten. [20] [12] [35] Einzelne Verbesserungen unter Biofeedback oder körperlichen Behandlungspaketen lassen offen, ob eine Stressänderung dafür verantwortlich war. [12] [20]
- Wie sicher ist die Aussage? Sehr gering
- Studienbefunde: Widersprüchliche Befunde. Kleine Studien, unterschiedliche Behandlungspakete, kurze Beobachtungszeiten und teilweise fehlende Stress- oder Aktivitätsverläufe begrenzen die Wirksamkeitsdeutung. [12] [20] [19]
- Welche Ergebnisse sprechen dagegen?
- Im Reitpilot blieb das Bruxismusbild trotz als Stressreduktion interpretierter Befunde unverändert; beim späteren Biofeedbackvergleich änderten sich psychische Symptome nicht statistisch gesichert. [28] [35]
- Was lässt sich daraus nicht schließen?
- Fehlender Nachweis dieses Wirkwegs ist keine allgemeine Empfehlung gegen psychologische Unterstützung oder gegen eine einzelne Behandlung. [14] [12] [35]
- Was bedeutet das für die Praxis?
- Grundlage: Entscheidung bleibt offen. Leiten Sie aus diesen Studien keine Zusage einer Bruxismusreduktion durch Stressbehandlung ab; deren gezielter Nutzen für die Aktivität bleibt offen. [18] [20] [42]
- Für wen und unter welchen Bedingungen gilt das?
- Ein veränderter Stressmarker oder ein beschwerdehaltiger Fragebogenscore darf nicht allein als Nachweis veränderter Bruxismusaktivität gelten. [19] [20]
Zur Vertiefung: Ein Zusammenhang, dessen Bedeutung von der Messung abhängt · Zur Vertiefung: Genetische und neurobiologische Hinweise beantworten andere Fragen · Zur Vertiefung: Was Behandlungsstudien über Stresssenkung und Bruxismus aussagen · Zur Vertiefung: Klinische Schlussfolgerungen und die verbleibende Forschungslücke
Dürfen weniger Beschwerden mit weniger Bruxismus gleichgesetzt werden?
Verlaufsstudien erfassten Schmerz, Mundöffnung, psychische Symptome und berichtetes Bruxismusverhalten mit unterschiedlichen Instrumenten. [17] [35]
- Was zeigen die Studien?
- Eine Schmerzbesserung belegt keine entsprechende Abnahme der Bruxismusaktivität. [17] [35] Umgekehrt kann berichteter Wachbruxismus zurückgehen, ohne dass sich Schmerz oder psychische Symptome statistisch gesichert verbessern. [35]
- Wie sicher ist die Aussage? Gering
- Studienbefunde: Gestützt. Die getrennten Endpunkte zeigen unterschiedliche Verläufe, doch kleine Gruppen und unklare Teilnehmerbilanzen begrenzen Aussagen über einzelne Behandlungseffekte. [35]
- Welche Ergebnisse sprechen dagegen?
- Unter manueller Therapie und Heimübungen gingen Stress- und Bruxismusfragebogenwerte parallel zurück, ohne dass damit ihre ursächliche Verbindung belegt wäre. [20]
- Was lässt sich daraus nicht schließen?
- Weder gleichzeitige Verbesserungen noch unterschiedliche Verläufe identifizieren für sich einen stressvermittelten Behandlungseffekt. [20] [35]
- Was bedeutet das für die Praxis?
- Grundlage: Aus den Befunden fachlich abgeleitet. Dokumentieren Sie als klinische Ableitung Beschwerden, Funktion, berichtetes Verhalten und psychische Belastung jeweils getrennt im Verlauf. [17] [35] Bei erkennbarer psychischer Belastung kann Unterstützungsbedarf besprochen werden, ohne eine Wirkung psychotherapeutischer Hilfe auf die Bruxismusaktivität zuzusagen. [14]
- Für wen und unter welchen Bedingungen gilt das?
- Vergleichen Sie dieselben klar beschriebenen Endpunkte und berücksichtigen Sie, ob Fragebogenwerte auch Schmerz oder morgendliche Beschwerden enthalten. [20] [35]
Zur Vertiefung: Schmerz, Angst und breite Symptomfragebögen beeinflussen die Einordnung · Zur Vertiefung: Was Behandlungsstudien über Stresssenkung und Bruxismus aussagen · Zur Vertiefung: Klinische Schlussfolgerungen und die verbleibende Forschungslücke
Studien im Vergleich
| Studie | Design | Population | Erfassung | Ergebnisse und Unsicherheit | Grenzen |
|---|---|---|---|---|---|
| Association of psychological distress and widespread pain with sympatoms of temporomandibular disorders and self-reported bruxism in students. [1] | Zwei nationale Querschnittsbefragungen von 2012 und 2016. [1] | Finnische Studierende von 19–34 Jahren; 4403 beziehungsweise 3082 Antworten. [1] | Ein Fragebogen erfasste allgemeinen psychischen Distress; eine Einzelfrage ordnete berichtetes Pressen und Knirschen dem Wach- oder Schlafzustand zu. [1] | Die Zusammenhänge unterschieden sich nach Geschlecht, Jahr und Bruxismusform; bei ausschließlich berichtetem Wachbruxismus ergab sich kein einheitliches Muster. [1] | Niedrige Antwortquoten, kleine Untergruppen, widersprüchliche Nenner und nicht konsistente adjustierte Angaben begrenzen die Aussagekraft. [1] |
| Periodontal Disease and Tooth Wear in a Sample of German Soldiers with Posttraumatic Stress Disorder. [2] | Klinischer Querschnittsvergleich mit und ohne posttraumatische Belastungsstörung. [2] | 123 bereits wegen Bruxismus überwiesene Militärangehörige mit posttraumatischer Belastungsstörung und 36 Kontrollen. [2] | Ereignisbezogene Belastung wurde mit dem IES-R-Fragebogen erfasst; ein modifizierter Zahnverschleißindex beschrieb Attrition. [2] | Die Attritionswerte betrugen stationär 4,0 ± 0,7, ambulant 3,0 ± 0,9 und bei Kontrollen 1,3 ± 0,8; berichtet wurde p < 0,01. [2] | Vorhandener Bruxismus war Teil der Auswahl; Unterschiede im Rauchen und Präventionsverhalten verhindern eine isolierte Zuschreibung an psychische Belastung. [2] |
| The Association between Emotional Stress, Sleep, and Awake Bruxism among Dental Students: A Sex Comparison. [3] | Beobachtender Querschnittsvergleich verschiedener Ausbildungsphasen. [3] | 387 Zahnmedizinstudierende aus Tel Aviv; Antwortquote 89 %. [3] | Die Stressskala bezog sich auf einen Monat, die Selbstberichte zu Wach- und Schlafbruxismus auf sechs Monate. [3] | Bei Frauen betrugen die Stresskorrelationen 0,21 für Wachbruxismus und 0,29 für Schlafbruxismus; die Männerbefunde waren nicht signifikant. [3] | Nichtsignifikante Schlafbruxismus-Gruppenvergleiche stehen neben positiven Korrelationen; weder pauschale Zusammenhangslosigkeit noch ein Geschlechtsunterschied ist damit belegt. [3] |
| The Importance of Type D Personality in the Development of Temporomandibular Disorders (TMDs) and Depression in Students during the COVID-19 Pandemic. [4] | Querschnittsbefragung zweier Persönlichkeitsgruppen. [4] | 240 Physiotherapiestudierende, jeweils 120 mit und ohne Typ-D-Klassifikation. [4] | Der DS14 erfasste negative Affektivität und soziale Inhibition; ein eigener Symptomfragebogen erfasste Pressen und Knirschen. [4] | Im Modell für Typ-D-Persönlichkeit betrug die adjustierte Odds Ratio für Pressen 6,10 (95%-KI 1,51–24,63), für Knirschen 1,06 (0,23–4,96). [4] | Die Intervalle sind breit, die Gruppenangaben widersprüchlich; eine aktuelle Stressmessung und Wach-/Schlafzuordnung sind in den ausgewerteten Volltextpassagen nicht beschrieben. [4] |
| The Epidemiology of Bruxism in Relation to Psychological Factors. [5] | Beobachtende Fragebogenstudie mit uneinheitlicher Designbezeichnung; kein belastbarer longitudinaler Nachweis. [5] | 308 Studierende von 19–30 Jahren; 47 mit Wach- und 101 mit Schlafbruxismusangaben, darunter 31 mit beiden Formen. [5] | Selbstberichte zu möglichem Bruxismus sowie getrennte Fragebögen zu allgemeiner und lernbezogener Belastung. [5] | Allgemeiner Stress korrelierte schwach mit Wachbruxismus (ρ = 0,203; p < 0,001) und Schlafbruxismus (ρ = 0,124; p = 0,030). [5] | Die ausgewerteten Volltextpassagen enthalten hierfür keine Konfidenzintervalle, multivariablen Schätzer oder direkten Vergleich der Korrelationsstärken. [5] |
| Painful Temporomandibular Disorders, Bruxism and Oral Parafunctions before and during the COVID-19 Pandemic Era: A Sex Comparison among Dental Patients. [6] | Retrospektiver Vergleich verschiedener Patientengruppen vor und während der Pandemie. [6] | 288 Zahnklinikpatienten von 18–65 Jahren; 108 vor und 180 während der Pandemie. [6] | Eine Verhaltenscheckliste erfasste möglichen Wach- und Schlafbruxismus durch Selbstbericht. [6] | Bei Frauen lagen die Anteile vor/während der Pandemie für Wachbruxismus bei 14,3/56,1 % und für Schlafbruxismus bei 12,2/36,6 %; beide Unterschiede blieben nach Mehrfachtestkorrektur signifikant. [6] | Die Männervergleiche waren nach Korrektur nicht signifikant; eine individuelle Stressmessung ist in den ausgewerteten Volltextpassagen nicht ausgewiesen. [6] |
| Temporomandibular Disorders, Bruxism, Perceived Stress, and Coping Strategies among Medical University Students in Times of Social Isolation during Outbreak of COVID-19 Pandemic. [7] | Online-Querschnittsbefragung während der Isolation im April 2020. [7] | 1018 Studierende von 18–30 Jahren; überwiegend Frauen und rechnerisch 12,7 % der Angeschriebenen. [7] | Monatsstress wurde mit der PSS-10 erfasst; breite Symptomfragen bezogen sich auf möglichen Bruxismus während zweier Wochen. [7] | Hohe Stresswerte hatten mit/ohne möglichen Wachbruxismus 75,1/64,4 %, bei Schlafbruxismus 76,7/59,3 %; die Gesamtvergleiche der Kategorien waren signifikant. [7] | Die Bruxismuseinstufung enthält Beschwerden; Angaben zu kontinuierlichen Stresswerten und deren Signifikanz widersprechen sich. [7] |
| Associations between Bruxism, Stress, and Manifestations of Temporomandibular Disorder in Young Students. [8] | Beobachtende Querschnittsauswertung einer Befragung von 2021. [8] | 328 Zahnmedizinstudierende von 21–41 Jahren; 129 berichteten möglichen Bruxismus. [8] | Stress und Bruxismus wurden über subjektive Symptome erfasst, teilweise mit überlappenden Schlaf- und Müdigkeitsangaben. [8] | Stresspräsenz und möglicher Bruxismus waren mit φ = 0,307 verbunden; der Stressniveauvergleich war für Wachbruxismus signifikant, für Schlafbruxismus bei p = 0,609 nicht. [8] | Stressanteile und Pandemie-Fallzahlen sind intern widersprüchlich; unterschiedliche p-Werte belegen keinen Unterschied der Zusammenhangsstärken. [8] |
| Probable Bruxism and Psychological Issues among Dental Students in Serbia during the COVID-19 Pandemic. [9] | Querschnittsstudie während der Pandemie. [9] | 178 serbische Zahnmedizinstudierende von 19–30 Jahren. [9] | Selbstbericht und klinische Zeichen bestimmten wahrscheinlichen Bruxismus; Stress wurde rückblickend seit Pandemiebeginn erfragt. [9] | Bei normalen/leichten gegenüber mindestens moderaten Stresswerten betrug die adjustierte Odds Ratio 0,136 (95%-KI 0,03–0,53), also geringere Bruxismus-Odds bei niedrigerer Belastung. [9] | Wach- und Schlafbruxismus wurden gemeinsam ausgewertet; die Auswahl der Modellvariablen beruhte auf vorherigen Einzeltests. [9] |
| Impact of Confinement by COVID-19 in Awake and Sleep Bruxism Reported by Portuguese Dental Students. [10] | Längsschnittbefragung vor der Pandemie und während des ersten Lockdowns. [10] | 64 portugiesische Zahnmedizinstudierende von 20–41 Jahren schlossen beide Erhebungen ab. [10] | Die Verhaltenscheckliste erfasste Selbstberichte; eine eigene quantitative Stressmessung ist in den ausgewerteten Volltextpassagen nicht berichtet. [10] | Für Wachverhalten bestanden keine signifikanten Veränderungen: Knirschen p = 0,116, Pressen p = 0,444 und Kieferanspannen p = 0,260. [10] | Erhebungsmodus und Zeitpunkt wechselten gemeinsam; mehrere Prävalenzangaben widersprechen den tabellierten Fallzahlen. [10] |
| Wear Management of Colored Foils for the Assessment of Sleep Bruxism Patterns-A Prospective, Randomized Crossover Study. [11] | Prospektive Crossover-Studie mit randomisierter Reihenfolge der Messphasen. [11] | 28 Erwachsene von 22–55 Jahren mit wahrscheinlichem Schlafbruxismus aus einer Spezialambulanz. [11] | Nächtlicher Folienabrieb nach subjektiv stressreichen Tagen wurde mit konsekutiven Nächten verglichen; zusätzlich wurde die PSS-10 eingesetzt. [11] | Der Gesamtvergleich ergab p = 0,637; die in Tabelle 3 dargestellten Korrelationen der Stressskala mit den Abriebflächen beziehungsweise Phasendifferenzen waren sämtlich statistisch nicht signifikant (alle p > 0,05). [11] | Die Stressnächte waren selbst gewählt, eine Polysomnographie erfolgte nicht; positive Untergruppenbefunde waren explorativ und nicht für Mehrfachtests korrigiert. [11] |
| Effectiveness of Biofeedback in Individuals with Awake Bruxism Compared to Other Types of Treatment: A Systematic Review. [12] | Systematische Übersicht kontrollierter Biofeedbackstudien. [12] | Vier Studien mit insgesamt 69 Erwachsenen und unterschiedlichen Bruxismuszuordnungen. [12] | Behandlungseffekte betrafen vor allem elektrisch erfasste Kaumuskelaktivität und Bruxismusereignisse. [12] | Auditives Biofeedback verringerte tonische Tagesereignisse gegenüber keiner Intervention: standardisierte Mittelwertdifferenz −1,31 (95%-KI −2,10 bis −0,51) bei ein bis zwei Wochen Nachbeobachtung. [12] | Die Evidenzsicherheit war sehr niedrig; die ausgewerteten Ergebnisse enthalten keine psychometrischen Stressverläufe als Erklärung des Effekts. [12] |
| The Role of Emotion Regulation, Affect, and Sleep in Individuals With Sleep Bruxism and Those Without: Protocol for a Remote Longitudinal Observational Study. [13] | Protokoll einer 14-tägigen fernbetreuten Beobachtungsstudie mit wiederholten Messungen. [13] | 237 Personen erfüllten die Auswahlbedingungen und schlossen die Studie ab; Einschlussalter 18–49 Jahre. [13] | Nächtliche Einkanal-Muskelaufzeichnung, Monats- und Tagesstressangaben sowie wiederholte Alltagsbefragungen waren vorgesehen. [13] | Zum Berichtszeitpunkt hatte die Analyse nicht begonnen; eigene Stress–Schlafbruxismus-Schätzer sind in den ausgewerteten Volltextpassagen nicht enthalten. [13] | Umfangreiche Gesundheits- und Medikamentenausschlüsse begrenzen die Übertragbarkeit; Beobachtung und mögliche Erhebungsreaktionen begrenzen kausale Schlüsse. [13] |
| Association between Psychological Distress and Possible, Probable, and Definite Sleep Bruxism-A Comparison of Approved Diagnostic Procedures. [14] | Fallkontrollauswertung psychologischer Sekundärendpunkte einer Validierungsstudie. [14] | 45 Erwachsene von 21–46 Jahren; 78 % Studierende. [14] | Ein Gesamtindex psychischer Symptome wurde mit Selbstbericht, klinischer Untersuchung, Polysomnographie und diagnostischer Folie verglichen. [14] | Kein Belastungsgruppenvergleich war nach Mehrfachtestkorrektur signifikant; die Korrelation mit dem nächtlichen Bruxismusindex betrug 0,05. [14] | Stärker belastete Personen wurden ausgeschlossen; psychische und instrumentelle Messungen lagen häufig zwei bis drei Wochen auseinander. [14] |
| Physical manifestations of stress in women. Correlations between temporomandibular and pelvic floor disorders. [15] | Retrospektive Querschnitts-Beobachtungsstudie zu orofazialen und Beckenbodenmerkmalen. [15] | 65 Frauen von 18–45 Jahren in Spanien; bereits diagnostizierter Bruxismus war ausgeschlossen. [15] | PSS-14 und Bruxismusfragebogen erfassten subjektiven Stress und Bruxismuswahrscheinlichkeit. [15] | Stress und Bruxismusscore korrelierten mit r = 0,235 bei p = 0,059; ein Zusammenhang war statistisch nicht gesichert. [15] | Getrennte Wach-/Schlafschätzer, Konfidenzintervalle und multivariabel adjustierte Stresswerte sind in den ausgewerteten Volltextpassagen nicht angegeben. [15] |
| Relationship between Sleep Bruxism Determined by Non-Instrumental and Instrumental Approaches and Psychometric Variables. [16] | Fallkontrollauswertung psychometrischer Sekundärdaten einer Validierungsstudie. [16] | 45 Erwachsene von 21–46 Jahren, darunter 22 Frauen und 23 Männer. [16] | Eine Stress-Einzelfrage wurde mit Selbstbericht, klinischer Untersuchung, zweinächtiger Schlafaufzeichnung und fünfnächtigem Folienabrieb verglichen. [16] | Die Stresskorrelationen betrugen 0,08 für den Schlafbruxismusindex und 0,03 für den Pixelscore; nach Mehrfachtestkorrektur war keine geprüfte Rangkorrelation signifikant. [16] | Kleine Gruppen, Ausschluss deutlich belasteter Personen und eine einfache Stressfrage erlauben keinen allgemeinen Ausschluss einer Beziehung. [16] |
| Lifespan of Splints in a Sample of German Soldiers Hospitalised with Post-traumatic Stress Disorder (PTSD) in Combination with Sleep Bruxism and Painful Temporomandibular Disorder (TMD). [17] | Beobachtungsstudie mit Verlaufserhebungen zu Schmerz, Mundöffnung und Schienenersatz. [17] | 153 Militärangehörige mit bestehender posttraumatischer Belastungsstörung, Bruxismus und schmerzhafter temporomandibulärer Dysfunktion. [17] | Anamnese, klinische Schmerzbeurteilung, Attrition, Mundöffnung und Schienenersatz wurden erhoben. [17] | Schmerz nahm unter kombinierter psychiatrischer und zahnärztlicher Versorgung in allen Gruppen ab; bei 22 Personen wurde die Schiene wegen Schmerzverschlechterung entfernt. [17] | Die Vergleichsgruppe entstand nach Unverträglichkeit; Schienenersatz hatte mehrere Ursachen und misst nicht eindeutig Bruxismusaktivität. [17] |
| A Two-Sample Mendelian Randomization Study of Neuroticism and Sleep Bruxism. [18] | Zwei-Stichproben-Mendelian-Randomization als indirekte genetische Untersuchung der Ursachenfrage. [18] | 380506 Personen in der Neurotizismusanalyse; 377277 in FinnGen mit 12297 registerbasierten Fällen. [18] | Genetische Varianten bildeten einen standardisierten Persönlichkeitsscore ab; unspezifische Diagnosecodes bestimmten wahrscheinlichen Schlafbruxismus. [18] | Das Hauptverfahren ergab Odds Ratios von 1,38 (95%-KI 1,10–1,74) für Neurotizismus und 1,59 (1,17–2,15) für Stresssensitivität. [18] | Die Ursachendeutung verlangt gültige genetische Annahmen; der Registerendpunkt, europäische Abstammung und unpräzise Zusatzanalysen begrenzen die klinische Übertragung. [18] |
| Neurofeedback Technology Reduces Cortisol Levels in Bruxismitle Patients: Assessment of Cerebral Activity and Anxiolytic Effects of Origanum majorana Essential Oil. [19] | Mehrgruppige Interventionsuntersuchung zu Neurofeedback mit und ohne Majoranöl. [19] | 89 Personen und 590 wiederholte Speichelproben; die beiden Bruxismus-Trainingsgruppen umfassten jeweils zwölf Personen. [19] | Hamilton-Angaben, Speichelcortisol und ein elektrisch bestimmter Hirnaktivitätsparameter wurden erhoben. [19] | Ein Cortisol-Trainingseffekt wurde berichtet, während die Gesamtanalyse der Hirnaktivitätsdivergenz nicht signifikant war. [19] | Stresszahlen und Parameterdefinitionen widersprechen sich; ein Verlauf klinischer Bruxismusaktivität ist in den ausgewerteten Volltextpassagen nicht beschrieben. [19] |
| Effects of Manual Therapy and Home Exercise Treatment on Pain, Stress, Sleep, and Life Quality in Patients with Bruxism: A Randomized Clinical Trial. [20] | Randomisierter Vergleich von acht Wochen manueller Therapie und Heimübungen. [20] | 30 Studierende von 18–25 Jahren, jeweils 15 pro Gruppe; keine Ausfälle bis zum Abschluss. [20] | PSS-14 für Stress; ein Bruxismusscore kombinierte Tagesverhalten, nächtliches Knirschen und morgendliche Beschwerden. [20] | Stress sank von 19,67 auf 15,27 beziehungsweise 18,46 auf 15,53 Punkte; der Endwertvergleich zwischen den Gruppen ergab p = 0,875. [20] | Zwei aktive Behandlungen und unterschiedliche Bruxismus-Ausgangswerte erschweren die Deutung; parallele Verbesserungen beweisen keine Stressvermittlung. [20] |
| Non-Instrumental and Instrumental Tools Validity in Bruxism Diagnostics. [21] | Klinische Validierungsstudie mit Fragebogen, Untersuchung und 24-stündiger Oberflächen-Elektromyografie. [21] | 227 Zahnmedizinstudierende von 20–45 Jahren durchliefen die ersten Stufen; 48 die instrumentelle Teilstudie. [21] | Eine Einzelfrage erfasste Stress; die Stressgruppenvergleiche verwendeten ausschließlich die fragebogenbasierte Bruxismuszuordnung. [21] | Der globale Stressvergleich war signifikant bei p < 0,0005; die berichtete Effektgröße betrug η² = 0,088. [21] | Eine gesonderte Stress–Muskelaktivitätsanalyse, multivariable Stressschätzer und zugehörige Konfidenzintervalle sind in den ausgewerteten Volltextpassagen nicht berichtet. [21] |
| Psychological Distress: A Mediating Factor in the Relationship Between Sleep Bruxism and Tobacco Smoking. [22] | Querschnittsstudie zu Distress, Tabak und selbstberichtetem Schlafbruxismus. [22] | 150 Personen von 19–39 Jahren; 96 % waren jünger als 30 Jahre. [22] | Ein Monatsitem erfasste nächtliches Pressen und Knirschen; vier Screeningfragen erfassten Angst- und Depressionssymptome. [22] | Distress und Schlafbruxismushäufigkeit korrelierten mit ρ = 0,350 bei p < 0,001. [22] | Konfidenzangaben der Regression und Mediation passen nicht zu den Schätzern; eine gerichtete Wirkungskette ist nicht belegt. [22] |
| Relational study between sleep quality, daytime sleepiness state, anxiety, stress, depression in possible bruxist and non-bruxist: cross-sectional study. [23] | Online-Querschnittsstudie von 2024. [23] | 400 spanischsprachige Erwachsene von 19–84 Jahren; 87 mit möglichem Bruxismus. [23] | Eine kombinierte Wach-/Schlafkategorie wurde mit Stresssymptomen der vergangenen Woche verglichen. [23] | Mindestens milde Stresssymptome lagen rechnerisch bei 46,0 % mit und 24,3 % ohne möglichen Bruxismus vor, eine Differenz von 21,7 Prozentpunkten. [23] | Die freiwillige Schneeballstichprobe begrenzt die Übertragbarkeit; adjustierte direkte Stressschätzer und Konfidenzintervalle fehlen in den ausgewerteten Volltextpassagen. [23] |
| Network Analysis of Temporomandibular Disorder Pain and Subject-Based Bruxism in Post-Traumatic Stress Disorder Patients. [24] | Querschnittsstudie mit einem Netzwerk bedingter Zusammenhänge. [24] | 597 Erwachsene von 18–72 Jahren mit diagnostizierter posttraumatischer Belastungsstörung. [24] | Klinische Interviews erfassten psychische Störungen; eine verkürzte Verhaltenscheckliste erfasste häufig berichteten Wach- und Schlafbruxismus. [24] | Wachbruxismus war direkt mit Angststörungen verbunden; posttraumatische Symptomschwere hatte keine direkte Verbindung zu beiden Bruxismusformen. [24] | Die Netzwerkstruktur hängt von Variablenauswahl und strenger Regularisierung ab; weitere Gesundheits- und Medikamentendaten waren laut ausgewerteten Volltextpassagen nicht verfügbar. [24] |
| Clinical, psychological, and hematological factors predicting sleep bruxism in patients with temporomandibular disorders. [25] | Monozentrische Querschnittsstudie klinischer, psychischer und hämatologischer Merkmale. [25] | 79 Patienten mit temporomandibulären Schmerzen von 19–68 Jahren; 37 mit möglichem Schlafbruxismus. [25] | Symptome bestimmten möglichen Schlafbruxismus ohne Polysomnographie; eine Ja/Nein-Frage erfasste Stress der vergangenen Woche. [25] | Stress berichteten 45,9 % mit und 21,4 % ohne möglichen Schlafbruxismus; unadjustierte Odds Ratio 3,117 (95%-KI 1,169–8,308). [25] | Ein numerischer adjustierter Stressschätzer fehlt in den ausgewerteten Volltextpassagen; Altersunterschiede, viele Parameter und interne Berichtsabweichungen begrenzen die Einordnung. [25] |
| Association Between Occlusal Interferences, Temporomandibular Joint Dysfunction, and Bruxism in Romanian Adults. [26] | Rumänische Querschnittsstudie von 2025. [26] | 98 Erwachsene von 18–59 Jahren; 51 mit fragebogenbasiertem Bruxismusstatus und 47 Kontrollen. [26] | Zwei adaptierte Stressitems und selbstberichtete Bruxismusangaben ohne klinische Bestätigung. [26] | Hoher Alltagsstress ergab unter Berücksichtigung weiterer Faktoren eine Odds Ratio von 2,2 (95%-KI 0,8–6,2; p = 0,12). [26] | Das breite Intervall lässt unterschiedliche Zusammenhangsstärken zu; die Stressitems waren nicht formal psychometrisch validiert. [26] |
| Bruxism and other jaw loading behaviours are associated with somatic symptoms and psychological distress in orofacial pain-free adults: a cross-sectional study. [27] | Multizentrische Querschnittsstudie ohne orofaziale Schmerzen. [27] | 194 Erwachsene von 18–44 Jahren in Thailand; mittleres Alter 24,6 Jahre. [27] | Psychische und somatische Symptomfragebögen sowie eine breite Checkliste oraler Verhaltensweisen. [27] | Die Distresskorrelation mit dem Verhaltensgesamtwert sank nach Kontrolle somatischer Symptome von 0,394 auf 0,202; beide Befunde waren signifikant. [27] | Die Kontrolle umfasste nur den anderen Symptomfragebogen; Selbstbericht, junge Stichprobe und Mehrfachtests begrenzen die Deutung. [27] |
| Hippotherapy in the Treatment of CMD and Bruxism in Dentistry. [28] | Pilotprojekt mit wiederholten Messungen über sechs Monate. [28] | Die Methoden nennen acht Reiterinnen mit Bruxismusverdacht; die betreffende Ergebnistabelle zeigt sieben. [28] | Ein mehrteiliges Reit- und Entspannungskonzept wurde mit Cortisolproben nach dem Aufstehen und nach der Intervention am Mittag begleitet. [28] | Die Autoren fanden trotz als Stressreduktion interpretierter Veränderungen keine Verbesserung des klinischen Bruxismusbildes. [28] | Tagesrhythmik und wechselnde Bedingungen erschweren die Deutung; Altersdaten und getrennte Bruxismusformen fehlen in den ausgewerteten Volltextpassagen. [28] |
| Impact of long-term stress on awake bruxism: An observational longitudinal within-subject study of stress-related changes. [29] | Wiederholte Beobachtung derselben Personen im Abstand von zwölf Monaten. [29] | 136 von zunächst 150 erwachsenen Zahnmedizinstudierenden nahmen erneut teil; mittleres Alter 28,4 Jahre. [29] | Monatsstress und vier Wachbruxismusverhaltensweisen wurden rückblickend erfragt. [29] | Die zeitpunktbezogenen Stress-Odds-Ratios betrugen je Skalenpunkt 1,11 (95%-KI 1,03–1,20) und 1,16 (1,07–1,26); zugleich sank der mittlere Stresswert. [29] | Die korrigierte Signifikanz des Pressenanstiegs ist widersprüchlich; eine Vorhersage späterer Verhaltensänderungen durch individuelle Stressänderungen ist in den ausgewerteten Volltextpassagen nicht ausgewiesen. [29] |
| Incidence of Cracked Teeth Before, During, and After the Covid-19 Pandemic-A Retrospective Analysis in a German Private General Practice. [30] | Retrospektive Einzelpraxisstudie zu Frakturen von 2018 bis 2023. [30] | 4709 individuelle Patienten; 401 Frakturbefunde an 378 Zähnen, ohne gesicherte ausschließlich erwachsene Ausgangspopulation. [30] | Symptomatische Frakturen wurden klinisch bestätigt; jährliche Patientenzählungen bildeten die Nenner. [30] | Vor/während/nach der Pandemie betrugen die Raten 4,08/3,91/4,01 %; vor gegenüber während ergab p = 1,000. [30] | Individuelle Stress- und systematische Bruxismusmessungen fehlen in den ausgewerteten Volltextpassagen; asymptomatische Risse waren ausgeschlossen. [30] |
| Exploring the relationship between muscle activity, jaw behaviour and pain. [31] | Kurze Beobachtungsstudie mit drei Tagen Momentanerfassung und gleichzeitiger Muskelmessung am ersten Tag. [31] | 70 Erwachsene; 22 mit und 48 ohne fragebogenbasiert definierten temporomandibulären Schmerz. [31] | Stressfragebogen, Smartphone-Antwortanteile und elektrische Masseteraktivität oberhalb von 20 % der maximalen willkürlichen Kontraktion. [31] | Stress korrelierte ohne/mit Schmerz mit dem Antwortanteil mit 0,35/0,43 und mit der integrierten Signalfläche mit 0,40/0,53; alle vier p-Werte lagen unter 0,05. [31] | Ein Muskel und ein Messtag begrenzen die Übertragbarkeit; Signalflächeneinheiten sind widersprüchlich, und adjustierte Stressanalysen fehlen in den ausgewerteten Volltextpassagen. [31] |
| Bruxism in implant-supported rehabilitations: a narrative review of clinical complications and management strategies. [32] | Narrative Übersicht zu Bruxismus und implantatgetragenen Rehabilitationen. [32] | In dieser Auswertung nicht eingeordnet. | Die Übersicht beschreibt unterschiedliche Erfassungen durch Selbstbericht und klinische Untersuchung. [32] | Verhaltensinterventionen gelten als mögliche Ergänzung; die Wirksamkeitsevidenz speziell bei Implantatpatienten wird als minimal bewertet. [32] | Stressspezifische Populationen, Messinstrumente und quantitative Zusammenhangsschätzer sind in den ausgewerteten Volltextpassagen nicht ausgewiesen. [32] |
| Bruxism as a Biopsychosocial Disorder: An Interdisciplinary Cross-Sectional Study. [33] | Querschnittsstudie mit zwei nicht gematchten Gruppen. [33] | 111 Studierende von 18–37 Jahren; 71 mit wahrscheinlichem Bruxismus und 40 Kontrollen. [33] | Die klinische Einstufung enthielt Schmerz- und Gelenkmerkmale; sieben Screeningfragen erfassten Angstsymptome. [33] | Die Angstmittelwerte betrugen 10,63 gegenüber 5,80; Hedges’ g = 0,94 beschreibt einen deutlichen standardisierten Gruppenunterschied. [33] | Die Einstufung erfasste keinen Aktivitätsschweregrad; mehrere Begleitfaktoren waren nicht systematisch kontrolliert, und die zeitliche Richtung bleibt offen. [33] |
| Salivary Characteristics and Other Risk Factors Associated with the Severity of Chemical and Mechanical Tooth Wear in At-Risk Groups: A Cross-Sectional Study. [34] | Klinische Querschnittsstudie vor allem zu Speichel und Zahnverschleiß. [34] | 147 Erwachsene in fünf Gruppen; 28 gehörten zur Bruxismusgruppe. [34] | Wahrgenommener Stress, selbstberichtetes Wach-/Schlafverhalten sowie klinisch bewerteter chemischer und mechanischer Verschleiß. [34] | Die Bruxismusgruppe zeigte höhere Verhaltenswerte, aber keinen signifikanten Stress- oder mechanischen Verschleißunterschied gegenüber Kontrollen. [34] | Gruppenauswahl, Alter und Geschlecht unterschieden sich; individuelle Stress–Bruxismus-Koeffizienten sind aus den ausgewerteten Volltextpassagen nicht ablesbar. [34] |
| Comparing botulinum toxin and biofeedback therapies for awake bruxism: a randomized clinical trial. [35] | Randomisierter Vergleich von Biofeedback und Botulinumtoxin über sechs Monate. [35] | 40 abschließend analysierte Erwachsene mit temporomandibulärer Dysfunktion und häufigem berichteten Wachbruxismus. [35] | Appgestützte Verhaltensangaben, psychische Symptomfragebögen und Schmerz wurden getrennt erfasst. [35] | Der globale Verhaltensanteil sank unter Biofeedback von 0,81 auf 0,56 und unter Botulinumtoxin von 0,76 auf 0,67; der Gruppenendwertvergleich ergab p = 0,218. [35] | Die Teilnehmerbilanz ist widersprüchlich; fehlende signifikante Unterschiede belegen weder Gleichwertigkeit noch einen stressvermittelten Effekt. [35] |
| Education-Related Stress and Its Behavioral and Somatic Manifestations Among Dental Students: A Cross-Sectional Analysis of Bruxism and Temporomandibular Symptoms. [36] | Deskriptive Querschnittsstudie zu ausbildungsbezogenem Stress. [36] | 287 Zahnmedizinstudierende; mittleres Alter 21,45 Jahre. [36] | 31 Fragen erfassten Ausbildungsstress; möglicher Wach- und Schlafbruxismus wurde gemeinsam durch Selbstbericht ausgewertet. [36] | Die Stressmittelwerte betrugen 103,57 gegenüber 93,30; die kleine Rangtest-Effektgröße lag bei r = 0,18 mit einem 95%-Konfidenzintervall von 0,07–0,29. [36] | Einzelne morgendliche Symptome konnten zur Einstufung führen; adjustierte Stressschätzer und eine Korrektur der vielen Einzelvergleiche fehlen in den ausgewerteten Volltextpassagen. [36] |
| Psychological Features Associated With Awake Bruxism in Painful TMD: The Role of Anxiety. [37] | Querschnittsstudie mit Angstgruppenvergleich in einer Spezialambulanz. [37] | 72 Patienten mit schmerzhafter temporomandibulärer Dysfunktion; 30 mit erhöhten und 42 mit normativen Angstwerten. [37] | PSS-10 für Stress und wiederholte WhatsApp-Abfragen zu aktuell wahrgenommenen Kieferzuständen. [37] | In der erhöhten Angstgruppe korrelierte Stress mit dem Pressanteil mit ρ = 0,424 bei p = 0,005. [37] | Die Diskussion nennt andere Werte; adjustierte Schätzer, Konfidenzintervalle und ein formaler Vergleich der Stresskorrelationen fehlen in den ausgewerteten Volltextpassagen. [37] |
| Temporomandibular disorders in a tertiary clinic: associations with pain, chronicity, sleep versus awake bruxism, and psychological factors-a retrospective study. [38] | Retrospektive Untersuchung konsekutiver neuer Patienten einer tertiären Schmerzklinik im Jahr 2024. [38] | 222 Erwachsene von 18–88 Jahren mit temporomandibulären Störungen; 75,7 % Frauen. [38] | Bruxismus wurde klinisch mit Eigen- und Partnerangaben erfasst; getrennte Fragebögen bestimmten Stress, Angst und depressive Symptome. [38] | Je Stresspunkt betrug die adjustierte Odds Ratio für Wachbruxismus 1,15 (95%-KI 1,09–1,22), für Schlafbruxismus 1,03 (0,98–1,08). [38] | Keine instrumentelle Bestätigung, unkontrollierte Medikamente und Schlafmerkmale sowie die ausgewählte Klinikpopulation begrenzen die Aussage; getrennte Signifikanztests beweisen keinen Unterschied der Bruxismusformen. [38] |
| The mesencephalic trigeminal neuron: electrophysiological insights into function and dysfunction. [39] | Neurophysiologische Übersicht; die Einzelversuche sind Sekundärberichte. [39] | Beschrieben werden unter anderem stressbezogene Mäuseversuche und Reflexuntersuchungen an Katzen. [39] | Untersucht wurden trigeminale Nervenzellerregbarkeit und Masseteraktivität in experimentellen Modellen. [39] | Nach 14 Tagen Fixierungsstress zeigten Mäuse angstähnliches Verhalten, erhöhte Nervenzellerregbarkeit und Masseterüberaktivität. [39] | Die Übertragung auf erwachsenen Bruxismus bleibt offen; numerische Effekte und Präzisionsmaße des Stressversuchs sind in den ausgewerteten Volltextpassagen nicht berichtet. [39] |
| Temporomandibular disorder as an indicator of altered physiological stress reactivity: a highly standardized experimental protocol. [40] | Pilotuntersuchung mit standardisierter akuter Stressinduktion und Vergleich nach temporomandibulären Beschwerden. [40] | Von 138 zunächst eingeschlossenen gesunden Studierenden verblieben 66 für weitere Verfahren; berichtetes Alter 23–36 Jahre. [40] | Stressfragebögen, wiederholte Stressskalen und Herzratenvariabilität während Rede- und Rechenaufgaben. [40] | Für die Herzratenvariabilität wurde kein signifikanter Gruppenunterschied gefunden; die Autoren verweisen auf geringe statistische Teststärke. [40] | Die Ergebnisse betreffen Stressreaktivität bei temporomandibulären Beschwerden; Ausfälle, fehlende Erholungsmessungen und uneindeutige Stress-/Schmerzzuordnung der visuellen Skala begrenzen die Interpretation. [40] |
| Similar Stressors Different Expression: Ethnic Disparities in Temporomandibular Disorders and Bruxism During Wartime. [41] | Online-Querschnittsbefragung während des Krieges von November 2024 bis September 2025. [41] | Vier unterschiedlich rekrutierte jüdische und arabische Gruppen mit angegebenen Größen von 335, 260, 237 und 64 Personen. [41] | Getrennte Stress-, Distress- und Bewältigungsskalen sowie Selbstberichte zu Schlafbruxismus und vier Wachverhaltensweisen. [41] | Die adjustierten Stress-Odds-Ratios lagen für Schlafbruxismus, Wachknirschen, Pressen und Kieferanspannen bei 1,04–1,05; Zahnkontakt erreichte bei p = 0,059 die Signifikanzschwelle nicht. [41] | Verletzte Modellannahmen und widersprüchliche Gesamtzahlen begrenzen die Auswertung; numerische Konfidenzintervalle und eine untere Altersgrenze fehlen in den ausgewerteten Volltextpassagen. [41] |
| Sleep Bruxism: A Narrative Review of Current Concepts, Mechanisms, and Clinical Implications. [42] | Narrative Übersicht zu Schlafbruxismus; die referierten Untersuchungen bleiben Sekundärberichte. [42] | Altersübergreifende Literatur mit unterschiedlichen Erfassungsmethoden. [42] | Beschrieben werden Selbstbericht, klinischer Verschleiß, Muskelaufzeichnung und Polysomnographie als unterschiedliche Messzugänge. [42] | Die Autoren berichten psychosoziale Assoziationen, bewerten die Literatur aber als inkonsistent und die Wirksamkeit von Stressmanagement als unzureichend abgesichert. [42] | Ein erwachsenenspezifischer allgemeiner Stressschätzer mit zugeordnetem Intervall, Stichprobenumfang und benanntem Stressinstrument ist in den ausgewerteten Volltextpassagen nicht identifiziert. [42] |
| Impact of Stress on the Oral Cavity: A Cross-Sectional Study Among Dental Students. [43] | Deskriptive Querschnittsbefragung ohne inferenzstatistische Zusammenhangsprüfung. [43] | 323 Zahnmedizinstudierende des vierten und fünften Studienjahres in Casablanca; Antwortquote 94,16 %. [43] | Ein angepasster Fragebogen erfasste Stressquellen, wahrgenommene orale Beschwerden und Bewältigungsverhalten. [43] | Die Befragten beschrieben bruxismusverdächtige Zeichen und subjektive Verbindungen zwischen akademischem Stress und verschiedenen oralen Beschwerden. [43] | Altersangaben, operationalisierte Bruxismuskriterien und bruxismusspezifische Zusammenhangsmaße fehlen in den ausgewerteten Volltextpassagen; die Angaben beruhen vollständig auf Selbstbericht. [43] |
| Endocannabinoid system modulation in bruxism: a neurobiological hypothesis and translational model of ECS-targeted intervention. [44] | Narrative integrative Übersicht mit theoretischer Synthese zum Endocannabinoidsystem. [44] | Die Auswahl umfasst klinische und beobachtende Studien, Tierexperimente, mechanistische Arbeiten, Reviews und Fallberichte. [44] | Die qualitative Synthese berücksichtigt unterschiedliche Diagnosekriterien, Interventionen und Endpunkte. [44] | Das vorgeschlagene Modell verbindet motorische, emotionale, schlaf- und schmerzbezogene Faktoren als neurobiologische Forschungshypothese. [44] | Die Hypothese ist kein direkter Kausalitätsbeleg; studienbezogene quantitative Stress–Bruxismus-Schätzer fehlen in den ausgewerteten Volltextpassagen. [44] |
| Biopsychosocial assessment of temporomandibular disorder symptoms across bruxism subtypes in dental students: associations with stress, sleep quality, and insomnia. [45] | Deskriptive Online-Querschnittsstudie von April und Mai 2025. [45] | 480 erwachsene Zahnmedizinstudierende, mittleres Alter 21,21 Jahre; 69 % Frauen. [45] | Selbstbericht unterschied Schlaf-, Wach- und kombinierten Bruxismus; weitere Fragebögen erfassten Monatsstress, Schlaf und Beschwerden. [45] | Der unadjustierte Stressgruppenvergleich ergab η² = 0,04; adjustiert lagen die Odds Ratios kombiniert bei 1,02 (95%-KI 0,96–1,08), für Schlafbruxismus bei 0,97 (0,91–1,04) und Wachbruxismus bei 1,00 (0,93–1,07). [45] | Das Modell enthält einen Beschwerdescore mit Stress- und Parafunktionsinhalten; ausschließlich selbstberichtete Daten und begrenzte Verhaltensabdeckung erschweren die Interpretation. [45] |
| Sleep bruxism: a novel theoretical perspective through the lens of the free energy principle (FEP). [46] | Theoretischer Konzeptbeitrag zum Schlafbruxismus anhand des Free-Energy-Prinzips. [46] | In dieser Auswertung nicht eingeordnet. | Vorgeschlagen werden zeitliche Zusammenhänge zwischen Muskelaktivität, autonomer Regulation und Stressmerkmalen, deren Operationalisierung noch erforderlich ist. [46] | Ein stressbezogener Endotyp wird als überprüfbare Hypothese formuliert; daraus sind nach Autorenbewertung noch keine Behandlungs- oder Prognoseinstrumente gerechtfertigt. [46] | Eigene empirische Stress–Schlafbruxismus-Schätzer fehlen in den ausgewerteten Volltextpassagen; die biologische Anwendbarkeit des theoretischen Rahmens bleibt offen. [46] |
Methodik und Prüfstand
Veröffentlicht am 12. September 2026. Der Artikel verwendet die bereits ausgewerteten Quellen des laufenden Rechercheprojekts. Die Recherche ist noch nicht abgeschlossen; diese Veröffentlichung ist keine vollständige systematische Übersicht.
Der Text wurde aus bereits ausgewerteten und belegten Aussagen erstellt; die Zitatzuordnung wurde technisch geprüft. Die unabhängige fachliche Prüfung dieser Artikelfassung steht noch aus.
Literatur
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